Mae Nak Phra Khanong

Einer der prominentesten Geister Thailands, Nang Nak, wurde von einem Exorzisten ruhig gestellt. Die tragische Geschichte der Mae Nak Phra Khanong wurde mehrfach verfilmt. Es gibt einen Schrein in Thanom Onnut, Sukhumvit Soi 77, Wat Maha But. Täglich opfern dort zahlreiche Menschen. Entsprechend der Mentalität, ging der wundertätige Mönch und Geisterbeschwörer, Phra Buddhacharn Toh Phomarangsi, beinahe vergessen

Zur Zeit von König Mongkut lebte an einem Khlong die schöne Nang Nak glücklich mit ihrem Gatten Mak. Nang war guter Hoffnung und die beiden konnten es kaum erwarten, Eltern zu werden.                                                                                                                Mak wurde zum Kriegsdienst aufgeboten und Nang war auf sich selbst gestellt. Nach langen Monaten kehrte Mak verwundet und krank ins Dorf zurück. Als er seiner Heimat näher kam, bemerkte er, dass ihn seine Bekannten mieden. Er vergass dies rasch, weil er zu Hause von der schönen Nang und ihrem Kind liebevoll begrüsst wurde. Nang pflegte ihren Mann, kümmerte sich um das Kleine. Das Leben war angenehm. Doch mit der Zeit fühlte Mak eine Unrast im Dorfe.

Ein Freund besuchte Mak, bedrängte ihn, wagte aber nicht, zu erzählen, dass Maks Frau mit dem Kind anlässlich der schweren Geburt starb und er, Mak nun mit dem Geist seiner verstorbenen Frau zusammenlebe. Maks Freund kehrte unerledigter Dinge in sein Heim zurück. Er beschloss, Mak am nächsten Tag die Wahrheit zu berichten. Nangs Geist erkannte diese Absicht und wollte ihren Mann vor der Wahrheit schützen. Sie brachte den Freund um. In der Folge gab es andere Menschen, die Mak aufklären wollten. Nang tötete jeden.

Doch Mak beobachtete, dass verschiedenes nicht stimmte. Nang bereitete oben im Haus Nahm Prik zu, als eine Limette durch eine Spalte im Fussboden auf die Erde fiel. Ihr Arm verlängerte sich und holte die Frucht mühelos zurück. –  Endlich öffnete er seine Äugen und sah, er lebte einen Traum und sein schönes Haus war in Wirklichkeit eine Bruchbude. Er fürchtete um sein Leben und floh trickreich in den nächsten Tempel, wo der böse Geist keinen Zugang hatte.

Mak und die geschockten Dorfbewohner versuchten den Geist zu vertreiben. Sie zündeten das Spukhaus an. Es halft nicht. Es verärgerte den Geist bloss. Ein einheimischer Geisterbeschwörer war rat- und hilflos. Der höchst verehrte Mönch des Landes wurde gebeten, Nangs Geist zu vertreiben. Nang attackierte den Exorzisten aufs übelste. Mit seiner Glaubensstärke und seiner Weisheit überlistete der Mönch den Geist und befreite Mak.
Nangs sterbliche Überreste wurden exhumiert. Der Mönch entfernte durch Trepanation ein Stück Stirnknochen. (1) Das zerstörte den Geist endgültig. Nangs Körper wurde wieder zur Ruhe gelegt. Der Geist blieb fortan verschwunden.

Die Legende sagt, der Mönch Somdet To trug den Schädelknochen als Brosche bis an sein Lebensende. (2) Sie soll später in den Besitz seiner königlichen Hoheit, Prinz von Chumphon, Admiral  Aphakon Kiattiwong gelangt sein. (3)

Je länger ich die Geschichte verfolgte, desto blaublütiger wurde sie.

Hinweis: Hans Michael Hensel, Bangkok von innen, 7. Auflage, Seite 258. Ihm danke ich für die Durchsicht der Thai-Gespenster Namen, die ich als Sprachunkundiger in grausamster Weise verstümmelte.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Trepanation                                                                             (2) http://en.wikipedia.org/wiki/Somdej_Toh                                                                           (3) http://en.wikipedia.org/wiki/Aphakon Kiattiwong                                                         Film                                                                                                 http://www.youtube.com/watch?v=9V2ljPyC0tw

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