Gebote um Gold

Die meisten Christen kennen die zehn Gebote. Man besprach den Inhalt mindestens im Religionsunterricht.  Buddhisten in den Dörfern hätten nur fünf Empfehlungen zu befolgen. Sie kannten sie nie, oder vergassen sie leichtfertig.
Für Mönche gelten über 200 Vorschriften. Mich erheiterte besonders das Gebot betreffend das diskrete Verschlingen, beziehungsweise das delikate Geniessen von Curry. Nach einem Löffel Curry, sollten drei Löffel mit Reis folgen. So tolerant wie Menschen Regeln interpretieren, könnte es in gewissen Landesteilen ebenfalls Lao Khao, Klebreisschnaps, sein.
Eingehend wird erläutert, dass Mönche weder Kreditkarten, noch Bargeld berühren sollten. Geschäfte dieser Art dürften nur über Drittpersonen abgewickelt werden.
Wie der direkte Kontakt mit Zahlungsmitteln, sollten Berührungen mit Frauen vermieden werden.
Das sind antiquierte Formeln. Genauso, wie die Helm-pflicht für Motorradbenutzer und andere Verkehrsregeln ignoriert werden, halten sich nur Minderheiten an die alten Texte.
Die vier edlen Wahrheiten wurden durch die neuzeitlichen fünf faulen Kompromisse ersetzt.WGHApril

Krasses verhalten filmte Dick an drei Tagen, als neue Mönche ordiniert wurden. Für verschiedene Tempel meldeten sich hundertfünfzig Bewerber im Alter zwischen Kindergartenabgängern bis Ruhestandsnovizen. Dreissig Betrüger, Kriminelle, Messerstecher und andere Übeltäter wurden ausgeschlossen. Die restlichen Kandidaten durften zum Haare scheren antreten.
Danach gab es den langen Marsch in Weiss, es war kein Marathon, bevor die Uniformen auf gelb getauscht wurden.
Wie christliche Glaubensgenossen mit Klingelbeuteln in der Menge sammeln, kopierten erfahrene buddhistische Finanzexperten das verfeinerte Verfahren. So sammelten die Mönche verbotenerweise unverdrossen. Frauenhände spendeten direkt Münzen und edleres Papiergeld. Buddha benötigt wohl viel Gold im Nibbana, denn in den ersten knapp vier Monaten des Jahren verlor das Edelmetall vierzehn Prozent an Wert.
Versteckt wurde geflüstert, es gäbe mittlerweile Äbte, die von Kurzzeitmönchen und deren Familien, vierzigtausend Baht verlangten.

http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnf_Silas
http://wiki.answers.com/Q/What_are_the_main_Buddhism_rules
http://kica-buddhismus.blogspot.com/2007/04/die-4-edlen-wahrheiten-der-8-fache-weg.html
http://buddhism.about.com/od/theprecepts/a/preceptsintro.htm

Dicks Video:
Making Monks
Wir haben von unserem Standort zur Zeit keinen Zugriff auf den Film
und können deshalb auch die Qualität nicht beurteilen.
http://www.youtube.com/watch?v=BSeO14tP7TA

2 Gedanken zu „Gebote um Gold

  1. Hallo Low und Dick

    Auch über YouTube ist die Filmqualität absolut im grünen Bereich.
    Die Filmschnitte sind prima gelungen. Die Kamera-Führung ist angenehm ruhig und auch sonst auf .gutem Niveau.
    Hat Dick schon Angebote aus Hollywood?

    Viele Grüße und eine angenehme Reise Achim

  2. Danke Achim,
    Borneo ist interessant. Die Internetgeschwindigkeit reicht leider nicht aus, Filme zu betrachten.
    Ich lud den Film in der Nacht in Chiang Mai in sieben Stunden hoch. Dann verreisten wir. Zukünftige Korrekturen sind möglich.

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