Büsst Kleptomanewitsch?

Der Dieb, Lügner, Schurke und Schläger Kleptomanewitsch litt und leidet. Während Jahren attackierten Blüten, Blätter, Bambus, Bäume und Bären böser Nachbarn sein Land und damit seinen persönlichen Seelenfrieden.
Er geniesst Protektion von ganz oben – jedoch nicht vom Nibbana. Anders ist es unerklärbar, dass er, trotz aller Schandtaten und Gesetzesbrüche, nie zu einer längeren Haftstrafe verurteilt wurde. Sämtliche Klagen gegen ihn verirrten, verwirrten sich irgendwo, im mit Bestechungsgeldern geschwängerten, rechtsfreien Raum.

Beim Angriff auf den Dorf-Obmann wurde unser demokratisch gewählter Amtsträger erheblich verletzt. (1) Erst behandelte man den Verletzten im Provinzspital. Die Ärzte entschieden sich, den Patienten an die Universitätsklinik nach Chiang Mai zu überweisen.
Bereits am späteren Donnerstagnachmittag beobachtete ich während des Schreibens, unseren Nachbarn und Pandaliebhaber auf Feinschmeckerart, in seinem eingezäunten Gelände.
Am Freitag telefonierte der beachtlich betrunkene Kleptomanewitsch ungefähr zehnmal mit der Polizei. Er verlangte Hilfe und Beistand: man versuche ihn umzubringen.
Offenbar begehrte eine lockere Schraube seines Dickschädels eine Behandlung mit einem mindestens zehn zölligen Rollgabelschlüssel. Je nach Gegend sind diese Werkzeuge als Engländer oder Franzosen bekannt. Rollgabelschlüssel Die Ordnungshüter fanden weder Sprengsätze, noch versteckte Angreifer oder Attentäter. Der schärfste Gegenstand war eine frisch frisierte Sex-Bombe, eine charakteristisch ausgeprägte Erscheinungsform des kapitalistischen Lan Na Barokoko, im knappen, kurvigen Kleidchen, in Dicks Beauty Salon. Wollte sie etwa den Obmann mit einem bunten Blumenstrauss im Krankenhaus überraschen?
Am Samstag lag unser Obmann noch immer gehbehindert in der Klinik.

Nun leidet Herr Kleptomanewitsch zusätzlich. Die Bevölkerung schneidet ihn. Aus Solidarität mit dem verletzten Dorf-Obmann, verkaufen und liefern sämtliche Tante Emma Läden, eingeschlossen die grösseren Geschäfte des Dorfes, dem feigen Angreifer und seiner Familie nichts mehr. Sie dürfen ihren täglichen Bedarf nach Belieben bei Grossverteilern stehlen oder bezahlen.
Für den verbitterten Nachbarn summte ich das traurig-heitere Lied von George Gershwin aus Porgy und Bess: (2)
„I got plenty of nothing“. (3)
Warum summte ich bloss? Gershwin verfügte, sein Hauptwerk darf szenisch nur von schwarzen Sängern aufgeführt werden.

(1) http://wp.me/p2ljyL-Qq
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/George_Gershwin
(3) http://www.youtube.com/watch?v=GBRd_oHxFSc

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