Zürich – Singapur

Ich benötigte weder 105 Tage wie Fedor Jagor 1857, (1) noch 3 Tage mit Imperial Airways anno 1939, um die Strecke zu bewältigen. (2)
Eine Baustelle erschwerte in Zürich-Kloten den Zugang zum Check-in Nummer 2. Anstatt das Taxi vor dem Gebäude zu parkieren, brachte mich der Fahrer ins gegenüber liegende Parkhaus. Von dort ging es steil hinauf zur Strasse, über diese Strasse und danach ebenso steil hinunter. Ich schob meine Koffer in einem Caddy am Hang hoch und hatte leichte Probleme mit meinen Handgelenken.
Ein hilfsbereiter Mensch sah mich schieben. Er stellte seinen Wagen ab und half mir unaufgefordert bis zur Abfertigung. Noch vor zehn Uhr erreichte ich die Lounge.
Um mich auf die Bordverpflegung vorzubereiten, trank ich einen Pfefferminztee und kaute leise ein Gipfeli (Croissant ähnliches Gebäck der Helvetier).
Kurz nach elf Uhr erreichte ich die A380 der Singapore Airlines. Bevor ich mich über irgend etwas beschweren konnte, stand ein Glas Taittinger vor mir. Sekundengenau wurde die Maschine um 11 45 aufs Flugfeld bugsiert. Um 12 00 trat der Pilot voll aufs Gaspedal. Der Riesenvogel beschleunigte und hob ab. Danach kümmerte ich mich nur noch um Champagner, Chablis und die Verpflegung.

Vorspeise: Sate, (Satay) mit Zwiebeln, Gurke und Erdnuss Sauce.
Zwischengericht: Waldorfsalat mit Räucherlachs.
Hauptgericht: Lammkoteletts mit gefüllten Artischoken – Schinken, Ei und Sardellen,
kreiert von Carlo Cracco, Ristorante Cracco, Milano
oder: im Wok sautiertes Schweinefleisch mit Pilzen und gebratenem Reis.
oder: Gaeng Kiew Warn Kung, grüner Thai Curry,
oder: mit Spinat und Feta gefülltes Hähnchen mit Gnocci.
Dessert: Luzerner Mozarttorte. Ich wusste nicht, dass Mozart in Luzern Torten komponierte.
oder: Mövenpick Nuss-Ahornsirup Creme mit Orangencoulis
oder: Käse,
oder: Obstschale mit frischen Früchten,
Kaffe mit Konditorpralinen.

Anstelle von Wasser (Evian, Eau minérale naturelle), Bier oder Guiness gab es zum Trinken
Weissweine:
Champagner von Taittinger. Beim Flug in die Schweiz wurde zusätzlich Bollinger angeboten,
von Markus Molitor einen Riesling Kabinett Klosterberg 2012,
2 Chablis, einen von Jean Marc Brocard, Premier Cru de Vey 2011,
den anderen der Domäne William Fevre 2012.
Rotweine:
2010 Chateau Loudenne, Cru Bourgeois, Bordeaux,
2009 Marchesi de Frescobaldi, Tenuta di Castiglioni, Toscana IGT,
2009 Pago de los Capellanes, Ribero del Duero
und als Port: Taylors 10 year old tawny port.

Die gefüllten Artischocken alleine waren die Reise wert.
Speisen, trinken, schlucken und danach schreiben, dauerten fast fünf Stunden, geographisch bis in die Nähe von Mashhad in Persien.
Nach einem reichhaltigen Frühstück, Mitternacht Schweizerzeit – in Singapur um sechs Uhr früh, durften die Passagiere die Maschine verlassen. Zwei Stunden später sass ich bereits im Hotel in Johor Bahru, Malaysia.

(1) https://hinterindien.com/2014/03/10/hamburg-singapore-1857/
(2) https://hinterindien.com/2014/03/25/fruhe-flugreisen-nach-hinterindien/
(t) http://www.singaporeair.com/de_DE/flying-with-us/cuisinelanding/business/

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