Nichts tun in Satun

Satun, Stadt und Provinz, liegen an der südlichen Westküste von Thailand. Von der kleinen Stadt aus, mit knapp 24‘000 Einwohnern, sieht man den Tenasserim-Hügelzug. Diese Kette aus altem Granit erstreckt sich an die tausend Kilometer vom “Drei Pagoden Pass“ in Kanchanaburi, Thailand, bis nach Satun. TaLiKlai3 Über den Fluss Ta Li Klai führen mehrere Brücken. Die Stadt ist einige Kilometer vom Meer entfernt. Weil das Gefälle äusserst gering ist, wirken sich die Gezeiten bis hierher aus. Greifvogel Zeitweise fliesst beim Markt das Brackwasser flussabwärts. Wenige Stunden später verläuft die Strömung flussaufwärts.
Hauptwirtschaftszweig ist der Fischfang. Der Handel mit Malaysia trägt zum bescheidenen Einkommen der Stadt bei. Ein beachtlicher Teil dieser Gewinne dürfte aus dem florierenden Schmuggel stammen.
Die touristische Bedeutung der Stadt ist gering. Im altertümlichen, authentischen Stadtbild mit Holzhäusern erleben Besucher das alte Thailand – Bangkok wie es vor Jahrzehnten einmal war.
In der Umgebung der Stadt gibt es zahlreiche idyllisch schöne Orte, Höhlen, Felsen, Wasserfälle und Seen. Von Booten aus erhält man unübliche Einblicke in die Lebensweise am Fluss. Häuser, meistens bescheidene Hütten mit rostenden Wellblechdächern und Satellitenschüsseln dekoriert, sind teilweise ans Wasser gebaut. Der Fluss dient mit frischen Fischen, Garnelen, Krebsen und Muscheln als Nahrungsquelle, gleichzeitig als Hong Nahm, Badezimmer und als Verkehrsweg.TaLiKlai1 In der Umgebung sind der Park Khao To Phaya Wang, die National-Parks von Thale Ban und Taman Negeri Perlis in Malaysia und der Tarutao Marine Park.

Thais von Chiang Rai bis an die Grenze von Malaysia lieben das Feuern. Wenn wir am Vorabend vom sechsten Stockwerk aus die grüne Landschaft um Satun bewundern, steigen überall zwischen Palmen, von Tälern und Hügeln, Rauchsäulen als Zeichen brüderlicher Verbundenheit unbelehrbarer Vollidioten auf.
Selbst das kümmerliche Inhalieren von Nikotinspargeln auf Bangkoks Märkten wurde unter Androhung drastischer Strafen kürzlich verboten. Die landesweit hohe Feinstaubbelastung mit häufigen Lungenerkrankungen durch rücksichtsloses Verbrennen von Abfällen und entsprechender Luftverschmutzung dagegen, werden amtlich stillschweigend übersehen.

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