Die Polizei, sein Freund und Helfer

Kleptomanewitsch sorgte in der Familie in Chiang Mai erneut für Aufsehen und Ärger. Die Mutter mit Söhnen und Frauen, den Enkeln, Enkelin und Urenkeln schwärmten zusammen aus, zum Essen beim Chinesen.
Der Beauty Salon schien einsam und verlassen. Unser Nachbar Kleptomanewitsch nutzte die Gunst der Stunde für eine längst fällige Inspektion. Er überkletterte die Mauer. Der Gauner war ahnungslos, dass er von Mowgli beobachtet wurde. Mowgli fürchtete den hinterlistigen Dreckskerl und telefonierte gleich der Polizei. Der Beamte wimmelte den jungen Burschen ab.
Mowgli machte notfallmässig ein Rundschreiben mit Line an die Familie. Irgend einer hängt ja immer, auch in den Kneipen beim Essen, am Handy.
Wenige Minuten später knatterte Onkel auf einem geliehenen Moped vor das Haus. Kleptomanewitsch zog sich eiligst flüchtend über die Mauer auf sein Grundstück zurück. Dann erschienen komischerweise auch die Ordnungshüter. Ihre Spione im Dorf mussten Meldungen zur bevorstehenden Prügelei erstattet haben. Ein feiner Beamter meinte schnippisch zum Jüngling im Haus:
„Keiner da.“
Mowgli zeigte ihm die Bilder auf seinem Smartphone. Der Braune nahm das Handy, fingerte darauf herum, löschte die Aufnahmen und sagte frech zu Mowgli:
„Ich sehe nichts.“
Kleptomanewitsch, bösartiger Dieb und Drogenhersteller, geniesst Protektion von höchster Stelle. Als Drogenbaron kann er sich alles erlauben. Das meinte er zumindest.
Die Polizei verschwand. Herr Kleptomanewitsch spazierte in bester Laune zum Haus des Onkels und erklärte:
„Mowgli hat unrecht gehandelt. Ich würde nie fremden Boden ohne Erlaubnis betreten.“
Der Onkel riss den feigen Lügner ins Haus, verprügelte ihn ausserordentlich und beförderte den Besuch mit einem Fusstritt wieder ins Freie.

6 Gedanken zu „Die Polizei, sein Freund und Helfer

  1. Das ist etwas, was ich hier mag
    „Der Onkel riss den feigen Lügner ins Haus, verprügelte ihn ausserordentlich und beförderte den Besuch mit einem Fusstritt wieder ins Freie.“
    In DACH haette man dafuer den Staatsanwalt am Hals.
    VG
    fr

  2. Die gelöschten Photos lassen sich mit wenig Aufwand wiederherstellen (solange noch nicht überschrieben). Auch wenn die Behörden wegsehen, bei Bekannten und (freundlichen) Nachbarn dürften sie deine Sichtweise untermauern. Und als Trophäe sind sie unbezahlbar…

    • Danke. Ich konnte bei den Ladies bereits Verschiedenes retten. Mowgli sitzt mit seinem Handy 2000 Kilometer weit weg und schimpft sich (Thai) Computer-Spezialist.

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