Die Fallsucht

Nach meinem Sturz mit der erschwerten Suche nach Bergungspersonal, gab es Stimmen, die Bedenken äusserten und Ratschläge erteilten. Es gibt jedoch im Leben keine Tätigkeiten, welche völlig gefahrlos sind. Viele Menschen sterben im Bett. Während des Tippens könnten PCs tödliche Stromschläge austeilen. Beim Telefonieren explodierten schon Geräte am Ohr. Da geniessen Schwerhörige gewisse Vorteile. In Pattaya starb ein Landsmann während des Verzehrs einer Suppe.
Ein anderer Schweizer beendete sein Leben an Songkran-Tagen bei einem Verkehrsunfall. Während Songkran dürfte das Unfall-Risiko auf den Strassen wesentlich höher sein, als Bar- oder Restaurant-Besuche mit Cocktails oder Suppen schlürfen. Denken sie an all die Unfälle und Verletzungen beim Sport. Meine Paraplegie holte ich mir in einer Turnhalle beim Korbballspiel.

Wir machten uns Gedanken, um meine Befindlichkeit zu verbessern. Leider fand sich in der kurzen Zeit niemand, um Stellvertreter von Dick zu spielen. Es gibt in Satun eine amtliche Stelle für Hilfeleistungen, bloss fünf Minuten von hier. Die verfügen sogar über Ambulanzen. Das Problem ist, bei Dicks Versuchen wurde kein einziger Anruf entgegen genommen. Möglicherweise ist die Telefonnummer falsch oder dieser Geschäftszweig wird erst in Zukunft betrieben.

In der Nähe wohnt eine Krankenpflegerin. Sie ist keine Spezialistin für Ophthalmologie oder Urologie, bloss zuständig für die Messungen von Temperaturen, gefahrloses, elegantes balancieren randvoller Nachttöpfe und schleppen von Getränken und Futter, wie das bei Airlines der gehobeneren Klassen üblich ist. Von solchen und ähnlichen Tätigkeiten wäre die Dame verschont geblieben. Sie stellte ihre Forderung und verlangte 600 Baht pro Stunde Anwesenheit. Der erforderlich durchschnittliche Aufwand beträgt ungefähr eine Stunde im Tag. Leider sind die Zeiten variabel. Eine genaue Planung ist schlecht möglich. Die Lady wollte ein Einkommen von 150‘000 Baht im Monat zusammengekratzen. Dies in einem Land, wo der von der Regierung vorgeschriebene Minimallohn bei dreihundert Baht pro Tag liegt. Für den Lohn der Pflegerin hätte ich in Chiang Mai ein halbes Dutzend Freudenmädchen anstellen können. Mit Freuden wäre ich mindestens jede Stunde einmal hinfällig geworden.

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