Über Bananalogie und Chinesische Säulen

Wir ernten in Satun gegenwärtig Bananen. Unsere Beeren sind nicht gekrümmt, sondern kurz, dafür extrem dick.
Es muss sich um eine alte Sorte handeln, denn die Früchte haben Samen. Die Samen sind dunkel, etwas grösser als Pfefferkörner. Dagegen sind die samenlosen Bananen in Chiang Mai dünner, länger, leicht gekrümmt, vielleicht beim Genuss süsser.

Die Fruchtstände von Bananen werden als Büschel bezeichnet. Ein Büschel kann aus fünf bis zwanzig Händen bestehen. Sie umfassen die einzelnen Reihen eines Büschels. Die Früchte, sie gehören botanisch zu den Beeren, sind üblicherweise zwischen zwanzig bis fünfunddreissig Zentimeter lang. Sie werden oft als Finger bezeichnet. Sie sind meist länglich geformt und im Querschnitt leicht kantig. Die Hände eines Büschels enthalten acht bis zwanzig Finger. Unter den Fingern gibt es auch solche im Doppelpack. Sind das Zwillinge? bananenhand
Unsere Abbildung zeigt ganz links einen Doppelfinger in der Hand. Diese Hand hatte siebzehn Finger mit Längen von ungefähr dreizehn Zentimeter. Deren Durchmesser betrug über vier Zentimeter. Das Gewicht eines Fingers lag bei hundertfünzig Gramm.
Heute existieren durch Kreuzungen weltweit über tausendfünfhundert Bananensorten. Darum ist es mir schlecht möglich, unsere Sorte genau zu bestimmen. Die thailändische Bezeichnung Klui Namwa, Musa ABB, Zuchtbanane, hilft nicht weiter.

Mit der Aussicht auf angenehme Verpflegung, gelang es mir vor Weihnachten, die Video-Assistentin samt Kamera in das Ko Ho Restaurant zu locken. Mich interessierte vor allem ihre Videoaufnahme der Chinesischen Säule mit dem Farbenspiel der wechselnden Beleuchtung. (1) Die Aufnahme wurde schwierig, weil das Stativ nicht verwendet werden konnte, obwohl an diesem Montagabend kaum Verkehr herrschte. (2)
Wir genossen ein Süppchen, dazu Enten–Fleisch in einem würzigen Sud, sowie breite China Nudeln. Alles war mit reichlich Gemüse garniert. Dazu gab es Bier. Ein armer Leo Schlucker legte dafür dreihundert Baht inklusive Trinkgeld auf den Tisch.

(1) https://hinterindien.com/2016/12/02/farbensymphonien/
(2)

3 Gedanken zu „Über Bananalogie und Chinesische Säulen

    • Danke an die treue Leserin.
      Nein, Cavendish sind das sicher nicht – oder ist Cavendish kurz, dick und enthält als Geschosse Samen. Die erkennt man spätestens an den ausgefransten Löchern in der Unterwäsche.
      Ich konnte die industrialisierte Frucht aus Monokulturen bereits vor drei Jahren nicht schlucken – wegen der Schadstoffbelastung! Aber ich liefere gerne Saatgut oder Pflanzen, damit der Kanton Tessin endlich als Cavendish-Bananenrepublik Schluss macht.
      Unsere Schlauchäpfel in Satun werden nicht braun. Die platzen bereits in gelb. Das Fruchtfleisch selbst verfärbt sich auch nicht schnell. Hält sogar über Nacht. Die Ernte betrug ungefähr einundzwanzig Kilogramm.
      http://www.blick.ch/news/wirtschaft/vom-aussterben-bedroht-ein-pilz-bedroht-den-weltweiten-exportschlager-banane-id5980854.html
      Eine weitere Staude blüht bald. Die Bienen summen bereits.
      Mehr Samen sind spätestens in neun Monaten zu erwarten.

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