Wenig Reklame für WordPress

Seit April 2012 publizierte ich auf WordPress 567 Beiträge. Rasch gewöhnte ich mich an den Editor, dessen Möglichkeiten und dachte, ich hätte die Software einigermassen im Griff. Aber unterbeschäftigte Programmierer überarbeiteten andauernd diesen Editor, ohne die Benutzer zu informieren. Manche Änderungen waren gelinde geschrieben: Kontraproduktiver Ausschuss. Für Wochen wurden die Beiträge mit falschen Datumangaben versehen. Ich nahm es gelassen zur Kenntnis und ärgerte mich kaum.
Bisher konnte ich für Bilder die Grösse einfach angeben. Dann entwickelten die Softwarespezialisten ein neues Programm, das alles automatisch macht. Es quetscht Abbildungen in selbsgewähltem Format an den unpassendsten Platz. Leider verfasst die perfekte Automatik die Texte noch nicht selbst. Ich konnte den Dummfug umgehen, bis im Dezember von WORDPRESS die Strategie geändert und der neue Editor Pflichtsoftware wurde.
Erbost und verärgert schrieb ich einige Zeilen an die Firma:

„Dear Sir,

what the hell did you do?
I would like to have the old editor back as well as the statistics,
or I must find a new place for my work.
Merry X-mas, Happy New Year“

Vierundzwanzig Stunden später, am 24 Dezember erhielt ich Antwort:

“Hi there!

Thank you for your message.
You can get to this dashboard by adding /wp-admin to the end of your site’s url (e.g.: https://hinterindien.wordpress.com/wp-admin/)
To view your site stats in the dashboard please visit the link below:
https://hinterindien.wordpress.com/wp-admin/index.php?page=stats
If you need any additional help, let me know!

Merry Christmas and a Happy New Year!

Maciej P. – Happiness Engineer
WordPress.com | http://support.wordpress.com“

Darauf konnte ich arbeiten wie üblich. Bevor ich die Seiten veröffentliche, betrachte ich sie mit „Beitragsvorschau“. Nach jeder Änderung gibt es erneut eine Vorschau.
Low, 1 Minute ago (4. April 2017 @ 13:23:34)
Low, 1 Minute ago (4. April 2017 @ 13:22:25)
Low, 56 Minuten ago (4. April 2017 @ 12:27:52)
Low, 1 Stunde ago (4. April 2017 @ 12:20:57)
Low, 1 Stunde ago (4. April 2017 @ 12:12:06)
Low, 1 Stunde ago (4. April 2017 @ 12:08:25)
Low, 1 Stunde ago (4. April 2017 @ 12:06:22)
Low, 1 Stunde ago (4. April 2017 @ 11:56:48)
Das ging gut, bis am 30. März. Da wurde zwischen der letzten Vorschau und dem Publizieren vollautomatisch der Titel zerstört. Reparieren war möglich, leider nicht für meine E-Mail Abonnenten. Ich bedaure den Fehler.

Wir dürfen uns auf weitere Pannen einstellen, sofern übermotivierte, unerfahrene Hacker ihre teilweise peinlichen Zugriffe auf funktionierende Software nicht unterlassen.

9 Gedanken zu „Wenig Reklame für WordPress

    • Das hat noch nie funktioniert, weil die Welt drumherum sich ändert. Da gibt es neue HTML-Regeln, Security-Löcher, Betriebssystem-Versionen, Schnittstellen…

      Die Müllhalden sind voll von Software, die nicht mehr verändert wurde und letztlich auch nicht mehr genutzt. dBaseIII, anybody?

  1. Bitte nicht vergessen, dass da Menschen anderen etwas kostenlos zur Verfügung stellen. Weiterentwicklung ist notwendig und Fehler oder unerwartetes Verhalten wohl dabei schwer komplett vermeidbar.

    • Da stimme ich dir zu, Frank.
      Leider ist es so, dass die meisten Leute nur das zu schätzen wissen, wofür sie (möglichst viel) Geld ausgegeben haben.
      Wenn ich mit einem kostenlosen Produkt nicht zufrieden bin, steht es mir frei, damit zu leben oder es nicht mehr zu benutzen.

  2. Danke an die fleissigen Schreiber.
    Die Eingriffe der Programmierer in USA waren absolut unnötig. Bewiesen wird dies dadurch, dass ich die altvertraute Software problemlos weiter verwenden kann.
    Als Entwickler von Maschinensteuerungen kombiniert mit elektronischer Datenerfassung, schrieben wir in der Schweiz Programme, welche im Labor während zwanzig Jahren klaglos funktionierten.

  3. Die Sänger vergriffen sich in der Tonlage. Offensichtlich bin ich einer der Dummen, die für sämtliche benutzte Software bezahlen. Jährliche Beiträge an WordPress sind bei mir üblich. Kritische Äusserungen helfen schlussendlich der Produktverbesserung, bei Fachleuten auch als Feedback bekannt.

  4. Diese ständigen Verschlimmbesserungen sind eine Plage. Ich finde den Editor völlig unbrauchbar und benutze immer noch Windows Live Writer, der aber leider nicht 100% kompatibel mit WordPress ist. Beides umsonst!

    • Ueblicherweise schreibe ich die Texte mit Word und kopiere sie danach in den Editor. In der WordPress-Vorschau sieht das Zeug dann anders aus. Ich ändere.

      • Ich schreibe mit „Libre Office“ (auch umsonst), im „Live Writer“ sieht das dann der WordPress-Ausgabe weitgehend ähnlich. Aber dann im WordPress-Editor was zu ändern, ist fast unmöglich. Das geht zumindest in der visuellen Ausgabe schlecht. Es gibt massenhaft Beschwerden darüber. Grundsätzlich empfinde ich Ehrfurcht vor Programmierern, doch wenn ich mir die Spiele-Szene ansehe, erscheint mir der Anteil psychisch Gestörter ungewöhnlich groß. Es ist wirklich die Frage, wessen Bedürfnisse sie eigentlich erfüllen. Z.B. ist das aktuelle Mail-Programm von W10 das blödsinnigste, das ich je benutzt habe.

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