Ganz kleine Probleme für medizinischen Nachschub

Ältere Menschen mit gesundheitlichen Schwierigkeiten und Behinderte, welche auf gesicherten Nachschub angewiesen sind, können im Entwicklungsland in arge Bedrängnis geraten.
Ich bezog fast neun Jahre lang von zwei Firmen, der jetzige Lieferant heisst Pacific Health Care, Produkte der Firma Coloplast.
Nach jahrelangen Problemen mit arrogantem, unmotiviertem Verkaufspersonal hatte ich ausnahmsweise eine zuverlässige Ansprechpartnerin. Sie reagierte schnell auf Mails und beantwortete sogar Telefonanrufe. Ihre Vorgängerinnen waren schlicht unzuverlässig, verschliefen die Arbeitszeit, um des Abends für Karaoke fit zu sein.

Anfangs Dezember bestellte ich dreihundert Stuck vom betreffenden Artikel. Das sollte für hundert Tage genügen. Die Dame antwortete sogleich, das Gewünschte sei am Lager und koste über 24‘000 Baht. Ich machte die Banküberweisung und sandte ihr eine Kopie davon.
Jetzt häuften sich die Schwierigkeiten. Sie rief an, Kollegen hätten ohne Mitteilung ihre Warenvorräte geplündert. Sie könne nur 150 Stück liefern. Nachschub sei erst im Februar zu erwarten. Mit der Bestellung erteilte ich zweimal den Auftrag, das Paket nach Satun zu liefern. Wir rechneten nicht mit den Hirnamputierten in der Spedition. Sie sandten die Ware wie üblich nach Chiang Mai, wo sie am 22. Dezember ankam.
Am 6. Januar schrieb die Angestellte, PHC würde den zuviel geleisteten Betrag zurückerstatten. Die liessen sich Zeit und kassierten Zinsen. Erst am 8. Februar wurde der Betrag gutgeschrieben. Überweisungen aus der Schweiz dauern zwei Tage im üblichen Verkehr. Teurer Express wird am selben Tag ausgeführt.

Am 9. Februar erhielt ich die Mitteilung:
„Ich bedaure mittzuteilen, dass die neue Lieferung erst Mitte März in Bangkok eintreffen wird.“ Bis dahin könnte ich nur unter schwierigen Umständen überleben. Ich buchte ein Hotel auf Langkawi, wo wir dann gespannt die Ankunft des Paketes vom Festland erwarten.
Die Unfallversicherung wird sich freuen. Die Preise auf Malaysia sind tiefer. Anstatt 24‘000 Baht verlangen die Lieferanten nur 8‘000 Baht.
In Bangkok gibt es nur vier Kunden für den Luxusartikel Coloplast Vielleicht sind es nach der Panne mit der abgestürzte Versorgung – weniger.

Gedankenloser Schlendrian ist in Thailand überall anzutreffen. Dick wollte heute in Satun die Rechnung fürs Internet begleichen. Da warteten bereits elf Personen vergeblich. Die zuständigen Mitarbeiterinnen waren während der Arbeitszeit auf Patientenbesuch im Krankenhaus. Dieses Spital hätte weder die Hilfsmittel, noch ausgebildetes Personal, um mir zu helfen.

http://www.phc.co.th/

3 Gedanken zu „Ganz kleine Probleme für medizinischen Nachschub

  1. >Dick wollte heute in Satun die Rechnung fürs Internet begleichen.

    Ein kleiner Tipp: Man kann die Rechnung für das Internet auch über selbiges begleichen. Das nennt sich Online bezahlen. Und das beste ist, dass der Betrag erst später vom Konto abgebucht wird, je nach Transaktionsart.
    Ansonsten tut es auch jeder 7-Eleven-Shop, zu dem man mit seiner (ausgedruckten) Rechnung geht.

    • Ich wollte keineswegs Dicks Dummheit anprangern, sondern die Skrupellosigkeit vieler Angestellter aufzeigen.
      Strom, Haustelefon etc. wurden seit Jahren von einem Konto abgebucht. Die Internetzahlungen mussten wir aufgeben, nachdem die Firma unter Vertragsbruch, ohne jegliche Mitteilung, die Zuleitungen in Chiang Mai kappte.
      Danke für unnötige Belehrungen!

  2. Falls jemand nochmal auf der Suche nach Coloplast, Convatec oder Braun hier auf diesen Blogeintrag stösst: gibt’s auch bei sro medical. Wie groß der Lagerbestand ist, müsste man allerdings nachfragen. Hab bisher zwei kleinere Bestellungen gemacht, und das Paket ist in beiden Fällen vier Tage später angekommen hier in der tiefsten Provinz. (Ich hatte telefonisch bestellt und dann per GSB Banking App bezahlt.) http://sromedical.com/service/39/

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