Wunder-Plunder-Welt

In diesen Wochen ist ganz Thailand exotisches Wunderland. Schauen sie sich die filigranen Werke, Phra Meru Mas, zur Kremation seiner Majestät, auf Sanam Luang an.

Ein Wunder war, als der ganze Vorstand der Staatsbahnen gefeuert wurde. Als oberster Eisenbahner dient nun ein Admiral. Diese Wahl war weitblickend. Bedenken sie, Zentralthailand ist wieder einmal am Absaufen. Die Eisenbahnen leiden mit. Aber qualifizierte Seeleute sorgen für den nötigen Auftrieb. Nur die Meteorologen, wie üblich mit Blindheit geschlagen, sahen das drohende Unheil nicht voraus.

Umesh Pandey von der Bangkok Post erzählte erstaunten Lesern weitere erstaunliche Geschichten von Generälen und schwindendem Volkvermögen.
Herr Innenminister Anupong Paojinda, einer von General Prayuts nahen vertrauten Verbündeten, erzeugte erneut Schlagzeilen durch leichtsinnige Entscheidungen. Es ging um handliche Geschwindigkeitsmessgeräte. Man bestellte diskussionslos 849 Geräte für 573 Millionen Baht.
Es wurde gemunkelt, der Stück-Preis für grössere Mengen liege je nach Ausstattung zwischen tausend bis viertausend Dollar.
Mein etwas älterer, unter Umständen dementer PC, errechnete einen Stückpreis von 19‘151 Dollar. (Tageskurs 24.10.2017).

Es ist nicht das erste Mal, dass über den General geredet wird. Vor ungefähr zehn Jahren kaufte der hohe Offizier einen Ballon, Blimp, für 340 Millionen Baht, um die Aufständischen im Süden besser zu überwachen. (1) Während zehn Jahren arbeitete das Luftschiff nie. Zu Beginn leckte das teure Helium-Gas aus der beschädigten Hülle. Einmal gab es einen milden Absturz. Vor einem Monat wurde der Blimp ersatzlos ausser Dienst gestellt.

Als Armeechef war General Anupong in den 300 Millionen Skandal mit dem GT200 verwickelt.
Werbebroschüren versprachen, GT200 sei in der Lage wie Munition, Sprengstoff, Drogen, Gold, Elfenbein, Geld, Tabak und Leichen in Entfernungen bis zu siebenhundert Metern aufzuspüren. (2) Nur Betrüger und Gauner konnte der GT200 nicht entlarven.
Der Bombendetektor bestand aus einem Kunststoffgriff, an dem eine ausziehbare, bewegliche Antenne befestigt war. Batterien benötigte das teure Gerät, zu bloss 22‘000 £, keine. Die statische Elektrizität der Benutzer genüge vollkommen. Der ungetarnte Schwindel enthielt keine Elektronik.
Gary Bolton, der Chef der Firma, wurde in England am 20. August 2013 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Ein lohnendes Geschäft: Bolton ergaunerte 45 Millionen £.

Letzte Zahlen aus dem Jahre 2016 zeigen, die Thai Regierung verschwendete zwischen 2006 und 2010 1‘400‘000‘000 Baht für den Ankauf von 1‘358 Einheiten GT200.

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Prallluftschiff
(2) https://en.wikipedia.org/wiki/GT200

Thai PBS TV erstellte Feeds für die geplanten Liveübertragungen der Kremation seiner Majestät König Rama 9.
(v) https://www.youtube.com/user/ThaiPBS/videos?view=2&shelf_id=32&live_view=502&sort=dd

Tücken thailändischer Polizeiarbeit – Oster-Eiersuche im LOS

Während amtlich verordneten Feiertagen wie Songkran, gibt es ausserordentliche Verkehrs-Kontrollen. Sie sind an fest installierte Stützpunkte gebunden. Die Beamten benötigen ordentliche Mahlzeiten und jederzeit sanitäre Einrichtungen. Jeder Ortskundige kennt diese Fallen und verhält sich, wenn nicht total bekifft oder berauscht, entsprechend. Patrouillen mit Dienst-Fahrzeugen, wie wir sie aus Europa und den USA kennen, gibt es selten bis gar nicht.

Im Distrikt Prawet, einem von fünfzig Stadtteilen in Bangkok, haben einige Ordnungshüter ein kleines Problem. Ende März entdeckten und konfiszierten Beamte unter der Leitung von Polizei Maj. Gen. Surachet Hakpan 76 Kilogramm Marihuana. Der Fund wurde zwecks Analyse in die Gerichtsmedizin transportiert.
Nur 37 Kilogramm der Droge fanden später den Weg zurück in das Hauptquartier in Prawet. Darauf wurde Pol. Col. Thongchai Wilaiprom für dreissig Tage auf einen inaktiven Posten versetzt. Während dieser Zeit soll nach dem verlorenen Marihuana gesucht werden.
Nach meiner Vorstellung überlebte das fehlende aromatische Kraut die Verbindung mit dem Luftsauerstoff nicht. Ob dafür einige Scheine die Besitzer wechselten, können wir schlecht ausschliessen. (1)

Im Esszimmer hörte ich Variationen von Puccinis Komposition: Carnaval de Venecia, ausgeführt von Studenten des Konservatoriums Tchaikovsky und dem Philharmonischen Orchester von Moskau – mit dem Dirigenten Yuri Simonov. (2)
Trotz der virtuosen Geigenklänge bemerkte ich, dass die Schiebetüre an der Veranda bewegt wurde. Ohne mir mit Spirituosen Mut einzuflössen, raste ich im fünften Gang ins Wohnzimmer. Ein Junge, gegen zehn Jahre alt, schlich sich schnell auf die Veranda. Er trug keine sichtbare Beute bei sich. Ein weiterer, einige Jahre älterer Jugendlicher, spielte draussen mit seinem Smartphone. Vor dem Haus stand eine neuwertige, blaue Yamaha. Es war keine Nähmaschine. Ich sprach zu den Burschen:
„Das ist nicht euer Haus. Macht es wie die Spinnen: Zieht Fäden!“ Das heisst auf abendländisch: „Entfernt euch.“
Die Knaben zogen sich zum Moped zurück. Vermutlich wollten sie einen Besuch machen und irrten sich bloss in der Hausnummer. Möglicherweise waren es Spione für eine spätere Diebestour.

Als Dick zurück kam, erzählte ich vom unerwünschten Besuch. Ich schlug vor, die Türen in Zukunft zu verriegeln. Sie hört bedeutend schlechter als ich und würde Eindringlinge nicht bemerken, sofern die Diebe ihr nicht die Getränke wegsaufen.
Wir hielten eine kurze Siesta im Schlafzimmer. Danach prüfte ich die Eingangstüre. Sie war wie üblich, nicht gesichert.
Wir wollten mit dem Kochen beginnen, als uns der Anruf einer Nachbarin störte. Der Ortsvorsteher sei mit zwei Kollegen hier. Die Herren hätten eine dringende Mitteilung. Dick verschwand erneut, ohne die Türe zu sichern.
Die Vorsitzenden erzählten:
„Liebe Nachbarn,
wir fordern euch auf, Häuser und Fahrzeuge abzuschliessen und damit zu schützen. Letzte Nacht wurden aus unserer nächsten Umgebung acht Fahrzeuge gestohlen. Es ist vermutlich eine Gruppe von elf Personen aus Pattani am Werk.“
In Satun lassen die Einfältigen die Zündschlüssel stecken, um nicht danach suchen zu müssen.
Einen Tag später erhielten wir die Mitteilung:
„Vier Fahrzeuge wurden bereits gefunden. Vier Diebe wurden festgenommen, zusätzlich einer im Feuergefecht erschossen!“
Frohe Ostern, die besten Wünsche zum Neuen Jahr – Songkran und allen Menschen ein Wohlgefallen.

(1) http://www.bangkokpost.com/news/crime/1232200/prawet-police-chief-lost-drugs
(2) https://www.youtube.com/watch?v=n-ykqFce8Ds

Warm anziehen: Es gibt keinen Hustensirup im Süden

Chumphon:
Die Polizei beschlagnahmte 54.000 Flaschen Hustensirup von einem Lastwagen. Sie sollten in die südlichen Provinzen transportierte werden. Viele Menschen mischen den Saft mit Kratomblättern, um sich zu berauschen.
Apinant Kuenoon, gebürtig in der Provinz Trang, wurde am Donnerstag um 23.00 Uhr in Chumphon mit der Ladung seines 10-Rad-Lkw angehalten.
Er wollte 3‘200 Liter flüssige Hustenmittel, ohne eine spezielle Lizenz, in die Provinz Nakhon Si Thammarat liefern. Die Ladung wurde deshalb beschlagnahmt, sagte Pol Col Wachara Thipmongkol, ein stellvertretender Kommandeur des Betäubungsmittel-Unterdrückungsbüros, am Samstag.
Der Fahrer sagte, eine Frau, die als „Jae Jim“ identifiziert wurde, stellte ihn für 13.000 Baht an, um die Ladung von Sap Sawang im Bang Bon Bezirk von Bangkok zu transportieren.
Nach der Verhaftung telefonierte die Frau angeblich mit einem Offizier des Verhaftungsteams. Sie bot 450.000 Baht an. Ihr wurde empfohlen, das Geld auf das Konto eines Offiziers zu überweisen. Die Summe wurde beschlagnahmt.

Der Beamte, Col Wachara sagte, die Medizin würde zu Preisen verkauft, die 4-6 mal höher sind als die Marktpreise in Bangkok. Er schätzte den Wert der beschlagnahmten Ladung auf 500.000 Baht, meinte aber, der Verkaufspreis im Süden wäre Millionen von Baht.
Die Polizei verzeigte den Lkw-Fahrer wegen illegalem Besitz von unerlaubter Medizin und Bestechung. Sie fahndet nach der Frau hinter der Sendung.

Nach einem Artikel der Bangkok Post verfasst.
http://www.bangkokpost.com/news/crime/1221078/cough-syrup-bound-for-drug-users-seized
Die Zeitung zeigt ebenfalls ein sortentypisches Bild: Mindestens acht uniformierte Beamte mit polierten Stiefeln stehen neben dem ertappten Sünder, hinter einer eindrücklichen Ausstellung. Die Schilder zeigen, dass vier verschiedene Abteilungen von Ordnungskräften mitwirkten.

Mutprobe: Betreten sie in Satun eine Apotheke und verlangen sie eine Flasche Hustensirup!

Unendlicher Gier und Korruption ausgeliefert

Da ist er. Der lange erwartete Bericht der Rubrik Unglücksfälle und Verbrechen. Reise-Blogs gibt es bekanntlich wie Sand am Meer.

Spirulina, Arthrospira, ist eine Gattung der Cyanobakterien. Sie ist ebenfalls als Blaualge bekannt. Spirulina wächst in alkalischen Salzseen mit pH-Werten zwischen neun und elf. Spirulina wird in Aquakulturen bei Wassertemperaturen von bis zu 37 Grad Celsius produziert. Die Wachstumsrate hängt wesentlich von der zur Verfügung gestellten Menge an Kohlenstoffdioxid, CO2, ab.
Marktschreierische Gesundheitsapostel priesen diese Algen als universales Heilmittel an und förderten damit den Absatz eines Nischenprodukts mit leeren Versprechungen.
Spirulina Tabletten sind ein veganes Naturprodukt ohne Zusatzstoffe. Jede Tablette enthält 500mg Spirulina Platensis Pulver aus zertifiziert biologischem Anbau.
Die pseudo-religiösen Verzehrer von Spirulina Pillen glauben wohl, die edel geformten Tabletten gedeihen an gepflegten Sträuchern wie Brom- oder Johannisbeeren.
Jährlich werden ungefähr 3000 Tonnen Rohmasse der Spirulina platensis aus kommerziellem Anbau als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Spirulina ist in Europa als Pulver oder Tabletten erhältlich. Spirulina wird in Bio-Lebensmitteln als Zutat in Nudeln, Fruchtriegeln, Getränkepulvern und Schönheitsmitteln angeboten.

Ein reicher Thai versuchte in seinem Resort in Chiang Mai zusätzlich zur Gästebetreuung Spirulina zu produzieren. Monatelange Experimente brachten wegen unfähigem Personal nur Misserfolge. Dann fand der ältere Unternehmer in unserem Dorf einen studierten Pharmakologen als Giftmischer und einen aufmerksamen Betreuer der Teiche. Die Flüssigkeit erfordert dauernde Überwachung. Sogar während der Nacht prüfte der Angestellte seine Kulturen spätestens alle drei Stunden.
Die Algen gediehen und wurden geerntet. Der Ertrag pro Becken waren 25 Kilogramm Trockensubstanz. Der Erlös ist wesentlich höher als bei Garnelen.

Der Manager des Gastbetriebes erschrak, als er bemerkte, die Algenproduktion ist rentabler, als der ganze Rest des Unternehmens. Er rief die Polizei an und erzählte den Beamten, der Betreuer der Spirulina Teiche sei Drogenabhängig.
Als der Mann morgens um fünf mit seiner Arbeit beginnen wollte, erfuhr er vom baldigen Besuch der Polizei. Er verliess den Ort sogleich und meldete sich in Hang Dong bei den Ordnungshütern zum Drogentest. Das Resultat war negativ. Währenddessen erschienen im Resort zehn Polizisten. Sie warteten während Stunden vergeblich auf den angeblichen Delinquenten.
Der Eigentümer des Resorts rief wiederholt an und bat seinen Arbeiter, die Tätigkeit wieder aufzunehmen. Der lehnte entschieden ab. Am Tag darauf kippte der Inhalt der Teiche zu Jauche. Darin könnte der Unternehmer seinen Hotelmanager ersäufen.

Dieses Jahr ist für uns seit März von Drogengeschichten gesättigt. Sie erinnern sich vielleicht. Die Übeltäterin, Lügnerin und Diebin wurde im Sommer zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Denken sie, die sitzt noch? Nein, die Frau lebt in einem Nachbardorf als Mia Noi, als Nebenfrau eines Polizisten!
Für Dick dagegen fanden die üblen Beschuldigungen noch kein Ende. Erst kürzlich überprüfte der Dorfobmann in Phonphat die Dokumente betreffend Grundbesitz erneut. Wir wissen, das Land und eventuelle Gebäude wurden nicht mit Drogen-Baht, sondern mit harten Schweizer Franken erworben. Bankbelege vorhanden.

https://hinterindien.com/2016/03/29/drogen-gluecksspiele-luegen-sex/
https://hinterindien.com/2016/03/26/wie-mir-der-zufall-als-unfall-getarnt-den-griffel-aus-der-hand-schlug/

https://de.wikipedia.org/wiki/Spirulina
https://www.test.de/Algenpraeparate-Die-gruene-Gefahr-4196341-0/

Vergiftete Düfte und Träume

Warum verbrennt Low Zigaretten anstatt Räucherstäbchen? Beide Duftspender erzeugen Feinstaub. Zigaretten enthalten vorwiegend Tabak. Preisgünstige Räucherstäbchen in Thailand haben einen gefärbten, brennbaren Träger. Das duftspendende Material enthält Holzpulver, synthetische oder natürliche Glimmstoffe, Öle und Kleber. Räuchern von losem Räucherwerk auf Holzkohle oder Sieben ist aufwendig. Stäbchen sind einfacher anzuwenden. rattanakosin
Indische Räucherstäbchen werden durch Auftragen einer Paste aus Holzpulver, Harzen, Kräutern, Ölen, Wasser und Räucherwerk auf dünne Holzstäbe hergestellt. Preiswerte Räucherstäbchen enthalten synthetische Geruchsstoffe wie Moschus-Ambrette-Verbindungen. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit ist nicht gesichert.

Die chinesischen Stäbchen werden oft „joss-sticks“ genannt. Es sind Glücks- und Schickssalsstäbchen. Sie dienen dazu, die Götter berechnenderweise gnädig zu stimmen.

Japanische Räucherstäbchen enthalten keine Trägerhölzchen. Die aus Wasser, Holzpulver und Duftstoffen hergestellte Paste, wird durch Düsen gepresst, geschnitten und getrocknet. Hochwertige Räucherstäbchen enthalten bis 20 Komponenten. Sie reifen mehrere Jahre lang.

Seit dem 7. Jahrhundert werden in Tibet Räucherstäbchen angefertigt. Sie enthalten Kräuter und werden von Hand gerollt. Die handgerollten Produkte ohne Trägerstäbchen sind sie wesentlich dicker und grobkörniger als die japanische Ware.

Der klassische Weihrauch ist das luftgetrocknete, teure Gummiharz, das in Muskat, Dhofar, Oman, aus dem Weihrauchbaum, Boswellia, gewonnen wird.

Das Abbrennen von Räucherstäbchen erhöht den Gehalt an Feinstaub. Krebserregende Stoffe wie Benzol und Formaldehyd werden freigesetzt. Der Rauch von Räucherstäbchen und anderem Räucherwerk kann mehr zellschädigende Substanzen enthalten als Tabakqualm. (2)
Ein im britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist (Nr. 2302, S. 5) veröffentlichter Bericht erwähnte: in einem Tempel in Taiwan, in dem Räucherstäbchen abgebrannt werden, wurde eine 40fach höhere Konzentration krebserregender polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe als in Häusern von Rauchern gemessen. Eine dem Passivrauchen vergleichbare Gefährdung ist durch die Zusammensetzung des Rauches gegeben. Die gemessene Feinstaubbelastung in einer katholischen Kirche in Bayern entsprach der Belastung einer vielbefahrenen Straße oder einer verrauchten Kneipe. Ich will doch unsere Lan Na Hausgeister nicht vergiften!

Nach den Düften zu vergifteten Träumen.
Die Zahl der Crystal-Meth Abhängigen ist in der Stadt Neuenburg, Schweiz, am höchsten. Wie Untersuchungen der Universität Lausanne zeigten, wurden im Abwasser von Neuenburg 33.4 Milligramm gemessen. Zürich rangierte mit 21.8 Milligramm auf Platz zwei. Zürich weist dafür die höchsten Kokain Werte auf.
Ein Grund, warum die Droge im Welschland stark verbreitet ist, dürfte in den zahlreichen Thai Massagesalons zu suchen sein. Sie gelten als Umschlagplätze für die Thai-Pillen aus Metamphetamin. Einen ausführlichen Bericht brachte der Tagesanzeiger. (2)
Im Raum Chiang Mai oder Satun könnte der allgemeine Drogenmissbrauch schlecht nachgewiesen werden, weil es keine Abwassersammler gibt. Die ausgeschiedenen Stoffe gehen direkt in die Natur, sei es Boden oder Gewässer.

(1) http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Raeucherduft_ist_Krebs_erregend1771015585251.html
(2) http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Neuenburg-ist-die-Hauptstadt-der-CrystalMethSuechtigen/story/22425146

Nackte Zahlen zu Songkran

Nackte Zahlen provozieren. Urteilen sie selbst. Ein Farang zog während der Wasserschlacht in Chiang Mai sein nasses T-Shirt aus. Er wurde gebüsst. Hundert Baht zugunsten der Braunen!
Welch ein armseliges Theater.
Neunzigtausend Beamte kontrollieren landesweit den Strassenverkehr. In vier Tagen wurden fünfundsechzigtausend Motorfahrzeuglenker aus dem Verkehr entfernt. Delikt: FIAZ! Fiaz bedeutet auf Neuhelvetisch: Fahren in angetrunkenem Zustand.
Täglich sterben nach Statistik gegenwärtig 67.8 Personen durch Verkehrsunfälle. Nach derselben Statistik verunfallten rund zweitausendsiebenhundertachtzig Personen. Die Spitäler meldeten dagegen 18‘800 behandelte Verletzte. Wer lügt?

Kleptomanewitsch wurde scheinbar wieder eingebuchtet. Sein Haus ist leer. Weib und Kinder sind weg. Frisch angepflanztes Gemüse vertrocknet.
Die Ordnungshüter fingen die Drogendelinquentin erneut. Diesmal wurde die Kaution auf 400‘000 Baht erhöht. Ihre Familie bedrängt uns, wir sollen bezahlen. Weshalb? Wozu? Verführten wir die Hirnamputierte zu Drogen, Glücksspiel, Kriminalität und ungeschütztem Sex?
Weil kein Geld fliesst, die Ordnungshüter dagegen dringend Songkran Teegeld benötigen, bissen sie sich erneut in den Verleumdungen der Angeklagten fest, dass die Liegenschaften von Dick mit Drogengeldern finanziert wurden. Glücklicherweise habe ich gescannte Kopien der Grundstücksurkunden in meinem PC. Anstelle von Teegeld wurden sie sogleich nach Hang Dong übermittelt.

Ein Bekannter machte Schluss. Er setzte seine Leber mit genügend Lao Khao ausser Betrieb und verstarb elendiglich weit entfernt in einem Krankenhaus, Seine Mutter, eine ehemalige reichlich bezahlte Gastgeberin, angeblich ohne Familie, keine Kinder, war am Sterbebett. Der Sohn beschuldigte sie in seinen letzten Atemzügen:
„Du hast dich nie um deine Kinder gekümmert!“
Tatsächlich zeugte sie mit einem Kerl drei oder vier Kinder. Darauf verliessen beide den Ort und überliessen ihre Nachkommen ihrem Schicksal. Nach dreissig Jahren fanden die Kinder das entartete Weib. Sie änderte sich nie. Sie lebt im Dorf im Norden. Vor wenigen Tagen betrog sie Dick erneut.

Die industriellen Betriebe des Nachbarn Kleptomanewitsch

Die Leute im Dorf in Nordthailand feierten. Ich hörte es im Telefon. Kleptomanewitsch wurde wieder einmal festgenommen. Er durfte sich eine VIP-Zelle im Gefängnis in HangDong aussuchen. Herr Kleptomanewitsch ist Direktor der zwei einzigen industriellen Betriebe im Dorf.
Erwähnenswert ist das Stahlwerk mit Hochofen. Der Ofen ist immerhin höher als breit. Aus benutzten Autopneus produziert der Unternehmer Stahl. Wenn die Produktion läuft, riecht es in der Gegend bemerkenswert nach Gummi.
Auch der zweite Erwerbszweig lässt sich erschnüffeln: Ethanol. Der Alkohol wird zur Herstellung von Methamphetamin verwendet. Je nach Bedarf wird rund um die Uhr produziert. Da ist dann wechselndes Personal im Schichtbetrieb im Einsatz.

Berüchtigt ist der Gauner durch seine Diebstähle. Er klaut prinzipiell alles. Aus meinem Garten entfernte er zwei Rosenstöcke. Er benötigte zusätzlich zwei Kisten Fliesen. Für seine eigene Elektroinstallation schraubte er alte Steckdosen und Schalter von den Wänden des zukünftigen Schönheitssalons.
Aus Chiang Mai schleppte er unentdeckt ein Tuk Tuk heran. Er frass die seltenen roten Pandas aus unserem Bambus. In der ganzen Region sammelte er die neu eingeführten Kehrichteimer ein. Für geklaute Mopeds sass er mehrmals einige Tage in Gefangenschaft. Die benachbarte Gärtnerei ist seine Selbstbedienungsfiliale.

Am Samstag um zwei Uhr früh trottete Kleptomanewitsch durchs Dorf. Er war nicht allein. An einem Strick zog er eine Kuh in sein Reich. Er schlachtete das Tier sogleich. Die Kuh war trächtig. Das bemerkte der alkoholisierte Dieb erst beim Zerhacken. Als es verlockend nach Rindsbraten duftete, kam die Polizei. Auch der Besitzer, ein alter Mann, meldete sich.
Die Leute im Dorf freuten sich, als der Gauner endlich abgeführt wurde.
Ich kenne dieses Spiel seit fast zwanzig Jahren. Die Polizei lässt den Kerl jedes Mal nach wenigen Tagen gegen hohe Kaution laufen. Kleptomanewitsch geniesst Protektion von höchster Stelle. Die Drogenproduktion hat absolute Priorität. So auch dieses Mal. Keine vierundzwanzig Stunden später war unser geschätzter und gefürchteter Nachbar wieder zu Hause.
Das Verbrechersyndikat fand eine zusätzliche Schutzklausel. Kleptomanewitsch erhielt von der Psychiatrie ein offizielles Dokument, das ihn als Unzurechnungsfähig erklärt. Das ist ein Freibrief, sogar für Mord. kuh geklaut und geköpft
Beachten sie die ausgebrochenen Hörner am Kopf. Der Drogen-Spezialist wird die geraspelte Substanz als Stengelstärker, Marke Phiagra, verkaufen.