Wässerige Vorsätze unverwässert

Die Wasserqualität in Satun ist wesentlich besser, als das gepumpte Wasser in PhonPhat. Nach Überschwemmungen im Norden dienen die Leitungen als Fäkalien-Kulturen. Nicht einmal der Hund trinkt diese Brühe. Er bevorzugt Wasser aus den Teichen. Der Fischkot und Sperma stören nicht. Dennoch benutzen wir Leitungswasser in Satun nicht als Trinkwasser.
Wir schleppten das Wasser in Kunststoff-Flaschen als Gebinde mit sechs Flaschen zu Ein-einzweitel Litern (1,5 L) aus dem Grossmarkt für ungefähr fünfundvierzig Baht nach Hause. Trinkwasser benötigen wir ebenfalls zum Waschen von Früchten, Gemüsen und Salaten. Pro Woche stehen dann gegen zwanzig leere Flaschen herum. Zusammen mit Wein,- Schnaps,- und Bierflaschen wird ein Wäschekorb ordentlich gefüllt. Mir gefiel der hohe Kunststoffanteil nie besonders. Aus grösseren Flaschen mit fünf oder sechs Litern Inhalt, kann ich keine Trink-Gläser füllen. Die Kraft und die Treffgenauigkeit fehlen.
In Chiang Mai betreiben wir die zweite Umkehr-Osmose Wasser-Aufbereitung. Diese Geräte kosteten um die zehntausend Baht. Ersatz-Filter werden in Thailand zu schweizerischen Apothekerpreisen verkauft. Das letzte Mal verlangte der Service-Mann im Norden dreitausend Baht.

Seit längerer Zeit schaute ich mich nach einer Wasseraufbereitung für Satun um. Ich staunte:
Lazada bietet Umkehr-Osmose Wasser-Aufbereitungen für dreieinhalbtausend (3‘550) Baht an, Lieferung inbegriffen. Colandas เครื่องกรองน้ำ RO 50GPD. Die umfangreiche Filterung besteht aus Sediment,- Harz- und Aktivkohle-Filtern. Eine Membran-Pumpe liefert den Druck für die Umkehr-Osmose Stufe. Vor dem Ausguss, nach einem fünf Liter fassenden Tank, erfolgt die zweite Kohle Filterung.

Es gab wenig Platz in den Badezimmern. Darum montierten wir das Gerät im Esszimmer. Damit die dünne Wand nicht als Resonanzkörper für die Pumpe dient, lagerte ich die Anlage zusätzlich zur Wandbefestigung, auf Styropor. Damit wird der Filterwechsel einfach. Die Kartonschachtel entfernen und der Zugriff klappt.
Ich kann das Wasser nicht auf Bakterien überprüfen. Im Norden benutzte ich zur Qualitätsmessung ein Ohmmeter (Multimeter) und ein Standardglas.
Mein Messgerät in Satun ist ein spa XY-360TRD, Bereich x 1 k (150 uA), neue Batterien.
Die Messwerte:
24. 12. 2017
17 30 36 kOhm (Wasserhahn Küche)
17 35 28 kOhm (Wasserhahn Küche)
18 50 90 kOhm Umkehr-Osmose Spülung
18 55 110 kOhm Umkehr-Osmose Spülung
19 20 150 kOhm Umkehr-Osmose Spülung
20 00 140 kOhm Umkehr-Osmose aus Vorratsflasche
25. 12. 2017
15 40 100 kOhm Umkehr-Osmose Füllung / Tank Reinigung
16. 12. 2017
09 40 200 kOhm Umkehr-Osmose
Nachtrag:
05. 01. 2018
19 00 280 kOhm
!!
08. 02. 2018
14 50 500 kOhm

Vergleich: ARO Wasser aus Flasche – neu – 180 kOhm.
Das Trinkwasser von Nestlé ist mineralisiert und zeigt Werte um 30 kOhm.
Aus Chiang Mai wusste ich, gereinigtes Wasser mit Widerständen höher als 40 kOhm verursacht keine Probleme.

Ergänzung:
Eine amerikanische Firma verkauft formschöne Wasserfilter aus Kunststoff zu 1154.60 Teuro in Deutschland oder zu 32’000 Baht in Thailand. Es ist ein zweistufiges Gerät, Kohlefilter mit UV-Licht. Die Webseite erklärt: Das Filtersystem entfernt 99,99 % der gesundheitsgefährdenden Bakterien und über 160 Verunreinigungen, darunter über 140 potenziell gesundheitsgefährdende Schadstoffe.

Zur zusätzlichen UV-Behandlung in Thailand stellen sie ihre Wasserflaschen eine Stunde lang an die Sonne. Wenn sie der Sonne nicht trauen, gibt es Osmose-Geräte mit, meines Erachtens überflüssigen, UV-Leuchten.

http://www.gesundheitswasser-osmose.de/src/umkehrosmose/trinkwasser,umkehrosmose.htm

Jahreswechsel

Geschätzte Leserinnen und Leser,
bloggen ohne Leser wäre so sinnvoll, wie Wasser ins Meer giessen. Ich danke für die langjährige Aufmerksamkeit und die Kommentare.
In Zukunft werde ich wohl weniger tippen, denn meine Finger streiken häufiger, als mir angenehm ist. Die Finger treiben ihr Unwesen nicht nur an den Tastaturen. Sie dekorieren die ganze Küche mit Suppen. Dazu benötigen sie www nicht.

Ihnen übermittle ich die besten Wünsche zum Jahreswechsel!
Low, Satun, Thailand

Feiertags-Vorbereitungen

Für uns ist praktisch jeder Tag ein Feiertag. Wir stecken dauernd in Fest-Vorbereitungen. Dick flocht streng nach alter Emmentaler-Bauernfrau-Tradition am Samstag eine schöne Anken-Züpfe.* Das ganze Haus duftete nach Hefe- und Butter.
Ich dagegen war der Handwerker und werkelte an einem formschönen Kerzenständer. Nicht nur meine Hände, sogar der Mund wurden tatkräftig eingesetzt. Dick wünschte sich mehrere Ständer. Bereits nach dem getesteten Prototypen fehlten weitere Kapazitäten der Leber zwecks Flaschen-Aussaugen. Mein Kopf brannte wie eine alte Glühbirne – kein neuartiges, kaltes LED Zeug – beduselt wie vom billigen Glühwein von Europas Weihnachtsmärkten.
Die Kerzenständer können sie an Hand der Abbildung kopieren. Für den Zopf folgt das Rezept. Weil wir bloss zu zweit sind, genügt die 250 Gramm Version, sonst müssten wir mit gefrässigen Ameisen teilen. Ich bin zu alt, um rabiaten Tieren Zopf aus dem Rachen zu reissen.

Kleiner Berner Butter-Zopf (Satun Version)

Zutaten

250 g Weissmehl
150 g Milch
30 g ungesalzene Butter
10 g Trockenhefe
½ EL Salz
1 TL Zucker
1 Ei biologisch, vom Bauern aus Bodenhaltung. Hühner-Ei geht auch.

In die zimmerwarme Milch Zucker und Hefe geben. Später die restlichen Zutaten beifügen. Die Maschine während zwanzig Minuten langsam kneten lassen.
Die Teigschüssel mit feuchtem Tuch bedecken und eine Stunde warten. Die Hefe arbeitet. Danach den Teig halbieren. Zwei lange Würste rollen. Beide Würste übers Kreuz legen – zum Zopf flechten.

Das Eigelb separieren. Mit Flachpinsel – Modelle Gauguin oder Van Gogh – den Zopf künstlerisch bearbeiten. Mindestens zwanzig Minuten warten.
Danach in den kalten Ofen schieben. Ungefähr fünfunddreissig Minuten bei 180 °C, später 160 °C backen. Diese Werte gelten für unseren kleinen House Worth Backofen.

*Anken-Züpfe = Butter-Zopf
Flechten: https://www.youtube.com/watch?v=AOMrlBe-u3U

Frittierter Transformator

Hier im milden Süden Thailands können die Einwohner kaum genug Kalorien zu sich nehmen. Deshalb wird alles stark gezuckert. Die Speisen, Fleisch jeder Art, Gemüse aller Gattungen, verschiedene Meeresfrüchte, werden in Fett und Oel schwimmend zubereitet. Damit all das Zeug richtig trieft und kräftigen Palmöl-Geschmack verbreitet, wird es zusätzlich paniert.
Eine weitere bekannte Zubereitungsart, besteht in den als Benzpyren-Schleudern konzipierten einheimischen, mit Holzkohle befeuerten, Grillgeräten. Die Holzkohle wird verbotenerweise aus Mangrovenholz hergestellt, während die See die ungeschützten Küstenlandschaften zernagt.
In Sonderangeboten verkaufen Grossmärkte in China gefertigte Elektrogrillgeräte, Stromfresser der Hochleistungs-Sonderklasse. Der Hit des Tages war: Beim Erwerb von zwei Geräten wird ein Drittes geschenkt.

Ich erklärte Dick, dass sie ihr Bügeleisen mit 2400 Watt Leistung und den Staubsauger mit 1600 Watt nicht an dieselben Steckdosen anschliessen könne. Die Sicherung würde die Stromlieferung sogleich unterbrechen. In diesem Land kennt man vor allem Wat, gleich Tempel. Der Ingenieur James Watt dagegen ist unbekannt.
Unsere Waschmaschine arbeitet an einer zusätzlichen Kabeldose mit Sicherung. Sie schaltet Ströme über 10 Ampere aus. Weil die Spannung am Netz zwischen 220 und 240 Volt schwankt, ist es möglich, dass die Sicherung beim sechzig Grad Waschprogramm und hoher Spannung ausschaltet. Das ist unangenehm, aber eher preisgünstig. Ein kurzer Blick auf mein Messgerät zeigt, ob die Spannung eher zu hoch ist.
In PhonPhat schwankte die Spannung zwischen 180 bis 240 Volt, mit zwei bis drei Totalausfällen pro Woche.

Ich sass in Satun im Raum, wo der Bügeltisch steht und betrachtete die Pflanzen im Garten. Einzelne Blätter erreichten eine Höhe von zweieinhalb Metern. Zahlreiche Schachteln sind dort gelagert, um Garantieausfälle zu verpacken und zurück zu senden. Dann roch ich es: Nachbarn frittierten einen Transformator. Von meinem Arbeitsort in Bern, war mir der Geruch vertraut. Schnell schaltete ich meine eigenen Elektronik-Einheiten aus. Es war eindeutig, der Gestank war importiert.

Noch am selben Abend lieferte mir Dick die Geschichte. Nachbarn benutzten eine Batterie von Grillgeräten. Die Isolationen der Leitungen in der Decke brannten. Die ganze Strom-Verteilerbox fing Feuer. Da musste zuvor ein sogenannter Fachmann, ein tüchtiger Spezialist, die Sicherungen überlistet haben, ganz ähnlich, wie die ihre Mopeds und andere Motoren frisieren.
Einzig den Grillgeräten passierte nichts. Die wurden nicht einmal heiss genug, um das Grillgut zu garen. Da war der Herr Professor Paul Scherrer an der ETH in Zürich vor sechzig Jahren wesentlich erfolgreicher. Mit zwei Kabeln, Bananensteckern und Krokodilklemmen, erhitzte er erfolgreich Würste an der Steckdose.
1-1510039421-18 Technisch ausgereifte, familienfreundliche Lösung!

https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Scherrer

Gedanken zu Würsten: Philosophie zwischen zwei Zipfeln

Üblicherweise verspeisen Menschen Nahrungsmittel mehr oder weniger Gedankenlos. Einheimische werden bei der Fütterung durch Fernseher oder Smartphones abgelenkt.
Farang dagegen versuchen beim Kauen tiefsinnige Gespräche zu führen, oder sie studieren Börsenkurse und Intelligenzblatt. Nur selten wird die Qualität der Speisen erwähnt.
Der einzige Thai, der seine Beurteilung des Futters lautstark in die Umgebung krähte, war der kleine Goon. Der sagte jedem: „Du kannst nicht Pasta kochen. Ich mag Nudeln und Spaghetti von Ta-Taa!“

In Chiang Mai war es relativ einfach, hervorragenden Wurstwaren zu kaufen – unter Meidung einer Anzahl von Anbietern.
Mit Salami aus Italien hatten wir nie Probleme. Die Ware aus Bangkok schmeckte mir nicht. In Satun gibt es keine Importware.
Zum frisch gebackenen Brot wäre eine Auswahl an Charcuterie willkommen gewesen. In Satun lagen im Gestell bloss zwei Stück Salami aus Bangkok. „PEPPERONI“ stand auf dem ein Kilogramm schweren fünfzehn Zöller. Haltbar bis nächsten Februar. Ich rechnete und überlegte, fünfundsiebzig Gramm pro Woche sollten machbar sein.
Zusätzlich war das Würstchen, wie in Italien, mit Salamigarn bewickelt. Zu Hause sah ich, die Schnur war nur auf die Kunststoffhülle gedruckt.
Ich schnitt die Wurst an. Ein fast aufdringlicher Paprikaduft verbreitete sich. Das Fleisch wies zahlreiche Pfefferkörner auf und war rot vom Peperoni. Ich biss vorsichtig ein Stücklein ab und kaute. Geschmacklos langweilig war das Fleisch nicht, aber nicht vergleichbar mit italienischen, spanischen oder ungarischen Würsten.
Als annähend achtzig Prozent des Anschnitts verspiesen waren, meldete mein Magen: „Nichts für mich!“ Die nächste halbe Stunde sass ich hustend, spuckend, teilweise atemlos würgend im Badezimmer.

Am Tag darauf wiederholte ich den Selbst-Versuch. Auf ein Stück leicht gebuttertes Roggenbrot legte ich eine dünne Scheiben Salami. Extrem langsam kaute ich am Sandwich. Der Magen liess sich vorerst überlisten. Aber den ganzen Nachmittag lang, rülpste ich unangenehme Paprika-Schwaden.

Wir sahen uns das Angebot an Brüh- und Bratwürsten an. Alle diese Spezialitäten waren dank Zusatzstoffen dreissig Tage haltbar. MSG – Mononatriumglutamat – C5H8NNaO4 – und Zucker ergänzten die undefinierbaren Mischungen. Möglicherweise fanden einige Tropfen Formalin den Weg in den Wurstteig. Schwächliche Individuen geben ihren Geist sofort auf. Starke Persönlichkeiten werden dagegen lebenslänglich unsterblich. Nichts für unseren besch..eidenen Einkaufskorb.
In der Schweiz empfahlen einst versierte Metzgermeister, frische Würste nicht länger als fünfzehn Stunden zu lagern.

Zu unserer „Multione“ Küchenmaschine gehörte als Zubehör ein Fleischwolf. Dick war nicht zu faul, das Gerät zu benutzen. Inspiriert wurden wir vom Koch Sandro Zinggeler, Schweizer LandLiebe TV, Staffel 4, Sendung 2. (1,2) Wir erzeugten erstklassige Schweins-Bratwürste ohne chemische Zusätze. Mein durch deutsch-thailändische Salami (Original Deutsches Rezept) gefolterter Magen vergab meine Sünden und verdaute die hausgemachten Bratwürste.

(1) https://www.schweizerfleisch.ch/gastronomie/la-cuisine-des-jeunes/portraits/2014-sandro-zinggeler.html
(2) https://www.youtube.com/watch?v=L2fj98LqpjI

Bananen und Geissfüsse

Nicht jeder kennt Geissfüsse. Vor allem, weil die Bezeichnung für verschiedene Gegenstände verwendet wird. Wenn Botaniker Geissfuss erwähnen, sprechen sie von der Pflanzenart Aegopodium podagraria, Giersch genannt.
Der Geißfuß kann ein messerartiges Gerät mit einer V-förmigen Schneide sein. Sie werden für Linol- als auch für Holzschnitte verwendet. Sogar Zahnärzte benutzen Geissfüsse.
Der Geißfuß ist ein 1981 Meter hoher Grasgipfel in den Allgäuer Alpen.
Den Geissfuss, den ich meine, ist ein Brecheisen. Die mörderischen Stahlstangen sind etwa neunzig Zentimeter lang. In Thailand werden sie häufig im Garten zum Graben missbraucht.

Während sieben Monaten wollte in Satun kein Nachbar den Briefkasten leeren. Das sei zu persönlich, fremde Post rühre man nicht an. Jeder Umschlag könnte, besonders im Süden, theoretisch Briefbomben enthalten. Die eigenen Briefkästen sind uninteressant. Sie werden selten geleert Damit wurde unsere Sendungen Naturgewalten und Regenfällen ausgesetzt. Irgend eine Mitteilung guckte freudig aus dem Schlitz in die heile Welt und leitete Regen-Wasser in den Behälter. Während Tagen trocknete ich die Briefe, bevor ich sie erfolgreich öffnete.

Ganz anders ist das Verhältnis der Thais zu Früchten und Gemüsen. Sobald das Zeug genussreif ist, wird geerntet. Dabei spielt es keine Rolle, ob im eigenen Garten oder in fremden Gelände mit berstendem Briefkasten. Während unserer Abwesenheit gab es zweimal reife Bananen. Da wurde jeweils schnell zugegriffen.
Im August holte sich der Abnehmer nicht nur reife Bananen. Er langte ebenfalls bei den jungen Stauden zu. Offenbar benutzte die Person zum Graben einen Geissfuss und beschädigte unsere Wasserleitung. Zweihundert Kubikmeter Wasser ergänzten die reichlichen Niederschläge, bevor ein mu-Tiger Angestellter der Wasserversorgung den Hahn schloss.

Wunder-Plunder-Welt

In diesen Wochen ist ganz Thailand exotisches Wunderland. Schauen sie sich die filigranen Werke, Phra Meru Mas, zur Kremation seiner Majestät, auf Sanam Luang an.

Ein Wunder war, als der ganze Vorstand der Staatsbahnen gefeuert wurde. Als oberster Eisenbahner dient nun ein Admiral. Diese Wahl war weitblickend. Bedenken sie, Zentralthailand ist wieder einmal am Absaufen. Die Eisenbahnen leiden mit. Aber qualifizierte Seeleute sorgen für den nötigen Auftrieb. Nur die Meteorologen, wie üblich mit Blindheit geschlagen, sahen das drohende Unheil nicht voraus.

Umesh Pandey von der Bangkok Post erzählte erstaunten Lesern weitere erstaunliche Geschichten von Generälen und schwindendem Volkvermögen.
Herr Innenminister Anupong Paojinda, einer von General Prayuts nahen vertrauten Verbündeten, erzeugte erneut Schlagzeilen durch leichtsinnige Entscheidungen. Es ging um handliche Geschwindigkeitsmessgeräte. Man bestellte diskussionslos 849 Geräte für 573 Millionen Baht.
Es wurde gemunkelt, der Stück-Preis für grössere Mengen liege je nach Ausstattung zwischen tausend bis viertausend Dollar.
Mein etwas älterer, unter Umständen dementer PC, errechnete einen Stückpreis von 19‘151 Dollar. (Tageskurs 24.10.2017).

Es ist nicht das erste Mal, dass über den General geredet wird. Vor ungefähr zehn Jahren kaufte der hohe Offizier einen Ballon, Blimp, für 340 Millionen Baht, um die Aufständischen im Süden besser zu überwachen. (1) Während zehn Jahren arbeitete das Luftschiff nie. Zu Beginn leckte das teure Helium-Gas aus der beschädigten Hülle. Einmal gab es einen milden Absturz. Vor einem Monat wurde der Blimp ersatzlos ausser Dienst gestellt.

Als Armeechef war General Anupong in den 300 Millionen Skandal mit dem GT200 verwickelt.
Werbebroschüren versprachen, GT200 sei in der Lage wie Munition, Sprengstoff, Drogen, Gold, Elfenbein, Geld, Tabak und Leichen in Entfernungen bis zu siebenhundert Metern aufzuspüren. (2) Nur Betrüger und Gauner konnte der GT200 nicht entlarven.
Der Bombendetektor bestand aus einem Kunststoffgriff, an dem eine ausziehbare, bewegliche Antenne befestigt war. Batterien benötigte das teure Gerät, zu bloss 22‘000 £, keine. Die statische Elektrizität der Benutzer genüge vollkommen. Der ungetarnte Schwindel enthielt keine Elektronik.
Gary Bolton, der Chef der Firma, wurde in England am 20. August 2013 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Ein lohnendes Geschäft: Bolton ergaunerte 45 Millionen £.

Letzte Zahlen aus dem Jahre 2016 zeigen, die Thai Regierung verschwendete zwischen 2006 und 2010 1‘400‘000‘000 Baht für den Ankauf von 1‘358 Einheiten GT200.

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Prallluftschiff
(2) https://en.wikipedia.org/wiki/GT200

Thai PBS TV erstellte Feeds für die geplanten Liveübertragungen der Kremation seiner Majestät König Rama 9.
(v) https://www.youtube.com/user/ThaiPBS/videos?view=2&shelf_id=32&live_view=502&sort=dd