Wege zur Erleuchtung

Die Pfade buddhistischer Tugenden bleiben trotz Mengen reich dekorierter Tempel in Thailand schwierige Gratwanderungen. Die Mehrzahl organisierter Gruppen barfüssiger, in safranfarbige Tücher gewickelte Reiseleiter taugt wenig oder gar nichts. Entweder kennen sie die strikten Anleitungen nicht, oder sie vergassen die massgeblichen Regeln landesüblich nach drei Wochen.
Der Abt unseres kleinen Dorftempels im Norden spezialisierte sich, stahl Leichen oder Teile Verstorbener. Damit praktizierte er im Geheimen schwarze Magie, fertigte spezielle Amulette, bis er beim Fleddern erwischt wurde.
Die Einheimischen suchen zudem weder Tugend noch Erleuchtung. Sie dürsten alle, alle nach Baht-Scheinen! Das ist gelebte Schein-Religion. Wenn endlich reicher Geldsegen unerwartet eintrifft, teilt man nicht gerne. Mann oder Frau kaufen zu Discountpreisen angebotenes Karma bei geldgierigen Gelbröcken, wie man Fahrzeuge, Elektronik, Mia Noi (Zweit- und Drittfrauen), Smartphones und vergiftete Suppen erwirbt.

Die eingeschlagenen Wege zwecks Erreichung buddhistischer Erleuchtung funktioniert selten. Es fehlen die Musen, die Musse und vor allem die benötigte Portion Hirn. Anstatt den Pfad mit der Kraft des Geistes zu suchen, werden vor allem Muskeln eingesetzt. Dies gilt für sämtliche Tätigkeiten in Hinterindien.
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Der Krafteinsatz am Gewinde der Energiesparlampe, oder der Energieeinsatz am Gewinde der Kraftsparlampe war falsch. Diese Lampe wird kaum noch Helligkeit abgeben. Zur Erleuchtung führt sie schon gar nicht.
Alkohol brennt zwar. Er führt leider nur in Ausnahmefällen zur Erleuchtung des Geistes. Die Anwendung zum Antrieb von Motorfahrzeugen dagegen scheint gewährleistet.
Trotz vereinigter Anstrengungen von Polizei und Armee sind die Todesfälle im Strassenverkehr, während der Feiertage wie Neujahr und Songkran, in den letzten zwei Jahren extrem angestiegen. Muss dieser Anstieg dem Teufel im Alkohol der Treibstoffe zugeschrieben werden, oder ist allein der Promillepegel der Piloten dafür verantwortlich?
Krematorien und Sargfabriken feiern Hochkonjuktur. (1)

(1) http://www.thaivisa.com/forum/topic/718430-massive-songkran-festival-travel-spurs-coffin-business/

Geschäftsmodelle trotz fantastischer Bierideen ausgebremst

Mit Hirn, Papier und Bleistift entwickelte ich neuartige Bauklötze, mit welchen Kleinkinder kreativ spielen könnten. Häuser, Tiere, und Fahrzeuge hätten sich leicht und einfach zusammenstecken lassen.
Der Raum Ban Tawai war lange Zeit für seine holzverarbeitenden Betriebe bekannt. In Hangdong und Umgebung gab es eine Anzahl stattlicher Anbieter. Sie verkauften Holz-Halbfabrikate wie Bretter, Stangen, Rundholz und Profile aller Abmessungen und Arten. Wir versuchten neulich mehrmals vergeblich, die gewünschten, kleinformatigen Stangen zu beschaffen. Die meisten Geschäfte wurden durch das staatliche Reformgremium eliminiert. Holz wurde National-Heiligtum und ist fast nur noch über die Schattenwirtschaft (Schwarzhandel) erhältlich. Eine Frau verkaufte früher Teak. Wir hofften, dort kleinere Rundhölzer zu erwerben. Sie sagte traurig:
„Holzdübel werden nicht mehr gebraucht. Die Industrie nagelt und leimt.“ Dübel, nicht Nieten

Einer der dominierenden Betriebe für künstlerische Holzbearbeitung im Raum Chiang Mai erhielt von den Herren Generälen eine schriftliche Aufforderung, den Laden zu schliessen. (1) Dutzende Arbeiter verlieren dann ihre Beschäftigung und ihr Einkommen. Die seit Generationen überlieferte traditionelle Schnitzkunst dürfte in Vergessenheit geraten. Der Eigentümer des Ladens lieferte jährlich Millionen Steuergelder an die Staatskasse ab. Wieviel Schmiergelder zusätzlich für Exporte erpresst wurden, weiss ich nicht.

Eines der hochbesteuerten Produkte des Detailhandels sind alkoholische Getränke. Anstatt diese Geschäfte so anzukurbeln, dass die klingenden Kassen überhitzen und der Staat unter Platzmangel für Banknoten leidet, drosselt man den Absatz mit noch restriktiveren Verkaufszeiten. Angeblich verbessert man dadurch die Volksgesundheit. Mit den geregelten Verkaufszeiten werden aber lediglich Tante Emma Läden gefördert. Diese kümmern sich nicht, wie Grossmärkte um Verkaufszeiten, sondern verschleudern ihre Vorräte jederzeit auf Pump (Anschreiben).
Als ich vor einiger Zeit Alkohol (Ethanol) für Reinigungszwecke kaufen wollte, erklärte mir die aufgeklärte Geschäftsfrau:
„Ah, das ist die Flüssigkeit, aus der Bier gemacht wird. Die verkaufe ich auf Geheiss der Regierung nicht.“ Das angebotene Chang (Bier) wollte ich nicht.

Rein wirtschaftlich erlebte Thailand früher bessere Zeiten. Der Baht ist so schwach, wie seit vierzehn Jahren nicht mehr.
Die Exporte fielen im Juni auf den niedrigsten Wert seit dreieinhalb Jahren.
Der Absatz der Vehikel der Automobilindestrie stagniert. Eigentlich plante Toyota, 2015 im Land 330‘000 Fahrzeuge zu vermarkten. Die Verkaufszahlen mussten bereits jetzt auf 280‘000 korrigiert werden.

Wegen Wassermangels müssen Bauern ihren Anbau einschränken. In Thailand gibt es 280 Golfplätze. Davon gehören siebzig Prozent zur Weltklasse. Löcher zu zertifizieren ist offenbar einfacher als Abläufe bei Airlines. Haben sie irgendwo im Land einen ungepflegten, dürren Golfplatz entdeckt? In nicht allzu ferner Zukunft werden sich die Menschen Hinterindiens von Golfbällen ernähren.
Die Armee unterhält eigene Golfplätze. Die Armee hat eigene Radiostationen, Fernsehkanäle und eine Bank mit vielen Filialen. Warum braut die Armee nicht eigenes Bier (TAB) und destilliert zwecks Einsparung wertvoller Devisen eigenen Whiskey (TAW) mit dem Label: Still striking slow?

Die Mönche könnten nach altem bayerischem Brauch Bier herstellen, alkoholfrei natürlich. Dem klösterlichen Gerstensaft würden Mönchspfeffer (vitex-agnus-castus) und Soda zur Dämpfung des Geschlechtstriebes beigemischt. (2) Der Umsatz von unversteuertem Lao Khao und Sexualstraftaten unter Alkoholeinfluss würden gleichzeitig deutlich gesenkt. Dem Umweltschutz zuliebe, könnten gläubige Gelbröcke für fünfzig leere, zurückgebrachte Flaschen, geweihte heilige Amulette gegen Drogenkonsum abgeben.

Mit diesen neuen industriellen Betrieben, zusätzlich könnten Thai Army Knives (TAK) und Golfausrüstungen (TAG) produziert werden, würden lukrative Posten für verdienstvolle Offiziere geschaffen. Die gescheffelten Milliarden würden für die schlagkräftigste U-Boot Flotte der Welt mehr als genügen. Dübel, siehe oben, würden in einer modernen Marine nicht mehr verwendet. Nieten müssten ausreichen.

(1) https://hinterindien.com/2014/08/27/auf-dem-holzweg-holz-weg/
(2) http://www.tremmener-archiv.de/archiv/naturheilkunde/arzneimittel-der-naturheilkunde/moenchspfeffer-vitex-agnus-castus.html

Frostschutz in Thailand

Das Klima im tropischen Thailand wird eisig. Touristen merken davon nichts. Die Einheimischen dürfen sich warm anziehen. Die gegenwärtige Regierung strich das Altengeld, eine Kleinstrente. Riesige Investitionen stehen bevor. Die gesamte elektronische Kommunikation soll neu gestaltet, reglementiert und lückenlos überwacht werden. (*)
Mein Bericht dagegen ist uralt. Er bezieht sich im Prinzip auf erkrankte Wasserbüffel und weitere teure familiäre Probleme in den Provinzen. Nicht nur grossherzige Farang, ใจดี jai dee, könnten diese mit einer klitze-kleinen Spende aus der Welt schaffen. Es ist die erschütternde Fortsetzung der Geschichte des alkoholisierten, verunfallten Bauarbeiters.
Trug er ein, im heiligsten Tempel geweihtes, schützendes Amulett? Der betrunkene Balkonbalustradenakrobat durfte das Krankenhaus, ausgerüstet mit einem Stützkorsett, bereits verlassen. (1) Er kommandiert seither wieder seine Truppe auf der Baustelle.

Kad Farang im November 2013

Kad Farang, Neubau im November 2013


“Des Menschen Seele gleicht dem Wasser,“ schrieb einst Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), der deutsche Dichter der Klassik. (2) Als Naturwissenschaftler musste er es wissen.
Sollte das Lebensklima allzu kalt werden, benötigen empfindliche Seelen gegen das Vereisen Wärme in Form von Bettsocken, Mitgefühl, Liebe oder banalem Frostschutz, beispielsweise Alkohol.
Es war nicht die Hitze des Tages, welche den Durst des Mannes verursachte, sondern eine schmerzhafte Kälte in seiner Seele. Trost fand er nirgends. Vertrauen suchte er vergeblich.

Ähnlich wie lüsterne Sextouristen tappte er als Einheimischer in die Liebeskasper-Falle. Der Arbeiter stammt aus Phuket und besitzt dort ein Häuschen. Zum vollständigen Glück fehlen Frau und Kinder. In einer Bar in Phuket lernte er eine holde Maid kennen. Mit jedem weiteren Getränk wurde diese Lady schöner und aufdringlicher.

Ich besuche gerne gute Bars für erfrischende Cocktails. Bars sind jedoch Gemischtwarenläden. Getränke dürfen problemlos konsumiert werden. Vor anwesenden Damen beiderlei Geschlechts muss gewarnt werden. Das Kopfweh, das solche mandeläugigen Xanthippen verbreiten, ist unvorstellbar stärker, als es übelste Cocktails bewirken können. (3)

Es gibt Farang, die nach dem Erwachen mit brummendem Schädel feststellten, dass Bargeld, Wertsachen wie Uhr, Kamera und Smartphone das Zimmer verlassen hatten. Dann dämmerte ihnen, die nette Lady oder der gutaussehende Ladyboy begleiteten ihn, den einsamen Angetrunkenen zum Hotel. Das ist fast die preisgünstigste Version des Ungemachs.

Gläubige, edle Gutmenschen senden nach dem Urlaub monatlich Unterhaltsbeiträge an ihre jungen Barbekanntschaften, damit sie ihre wohlgeformten Körper nicht weiter betuchten, alten Lustmolchen und geilen Wüstlingen feilbieten müssen. Besonders mitleiderregende Nutten angeln sich gleich mehrere Sponsoren. Endlich können sich diese Frauen schrille Klamotten, importierte Kosmetik und Schmuck leisten. Einige Scheine fördern wohlweislich Glück und Karma im Tempel. Ein Teil des Kapitals wird verzockt und für Drogen ausgegeben. Der Rest wird im Isan oder in Lan Na Land bei ihren Müttern, sie füttern die Kinder – die einzigen Erinnerungen an die Schulzeit, in Blaudachhäusern und Fahrzeugen angelegt.
Die allerdümmsten Barbesucher laden ihre exotischen Ferienbekanntschaften nach zwei, drei Wochen in ihre Heimat ein und wollen sie auf alle Fälle heiraten!

Eine haarsträubende Geschichte erlebte Dick während eines Visumtrips im Mittelklasse-Hotel in Bangkok. Die geschäftstüchtige, aufgetakelte Begleitung eines älteren Farang, verbesserte das Bier des Partners mit einem Pulver. Entweder verrechnete sich die Giftmischerin oder der senile Alte war zu sensibel. Er verstarb im Bett. Nicht nur sein gesamter Besitz, das ganze Zimmer wurde total ausgeräumt, inklusive Bettwäsche und Fernseher.
Die Geschäftsführer ausländischer Botschaften könnten Bände schreiben. Das Amtsgeheimnis hindert sie daran.KadFarang2 Die habgierige Freundin des Vorarbeiters erpresste ihn. Sie verlangte, er müsse sein Haus unverzüglich auf ihren Namen übertragen. Als er nicht gleich einwilligte, gab sie ihm telefonisch den Laufpass. Darauf suchte er Trost bei den 100 Pfeifern.

Vom Krankenbett aus rief er sie geläutert an. Falls sie ihn besuche, würde er selbstverständlich den Flug nach Chiang Mai bezahlen. Er würde ihr auch das Haus überschreiben lassen. Sie, die auserwählte Zukünftige antwortete äusserst feinfühlig:
„Mit einem Krüppel will ich nichts zu tun haben!“

(1) Blog http://wp.me/p2ljyL-1qT
(2) http://ingeb.org/Lieder/desmensc.html
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Xanthippe
(*) http://www.prachatai.com/english/node/4076

Heisse Tropen-Fieber-Träume

Jahrelang empfahl ich allen Bewohnern und Gästen beim Betreten unserer Häuser in LanNa Land:
“Bitte die Moskitogitter unverzüglich schliessen. Mücken sind nicht nur unangenehme Blutsauger. Sie übertragen Krankheiten wie Chikungunya, (1) Dengue (2) und Malaria (3).“
MückeNik
Das Chikungunya-Virus wird durch den Stich verschiedener Stechmücken wie der Malariamücken Anopheles, Aedes, Culex und Mansonia übertragen. (4) Das Krankheitsbild ähnelt teilweise dem Dengue-Fieber oder dem Gelbfieber. Das Chikungunya-Virus ist mit dem O’nyong-nyong-Virus aus Ost- und Zentralafrika verwandt.

Bei Dengue existieren vier verschiedene Untergruppen des Virus. Die Krankheit zeigt häufig unspezifische Symptome oder solche, die einer schweren Grippe ähneln. Die Symptome umfassen Fieber bis 40 °C mit Schüttelfrost, Lichtempfindlichkeit der Augen und starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Ein heftiger Krankheitsverlauf tritt bei „Hämorrhagischem Denguefieber“ mit inneren Blutungen auf. Es gibt ein Dengue-Schock-Syndrom.
Gegen Dengue Erkrankungen gibt es zur Zeit weder Impfung, noch eine spezifische antivirale Behandlung.

Malaria, auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt, wird durch einzellige Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen.
Die Symptome der Malaria sind hohes, wiederkehrendes und periodisches Fieber, Schüttelfrost, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Krämpfe.
Die Behandlung wird zusehends schwieriger, weil viele der Medikamente gegen die Erreger unwirksam sind (Resistenzbildung).

Ich erklärte oft:
„Ich litt bereits zwei Mal an Dengue. Es gibt verschiedene Arten. Der nächste Stich könnte tödlich sein“.
Mowgli und Dick hörten sich meine Warnungen, wenn wieder ein Gitter offen blieb, reaktionslos an. Die Mücken mögen mein Farangblut. Sie, die Einheimischen, werden seltener gestochen.
Weil sich keiner um den Schutz bemühte, wurde ich unfreundlich und beendete in den letzten Wochen meine Sprüche mit:
„Hoffentlich sticht Euch die nächste Anopheles- (Tiger-) Mücke!“

Ende Oktober hatte ich extreme Muskelschmerzen. Wegen der Augen mied ich das Licht. Die Körpertemperatur war normal. Das liess mich an meine Dengue-Erlebnisse denken.
Mehrere Mücken beglückten mich.
Wenn ich überall sprayte und salbte, stachen mich die Viecher in die Finger. Es kann vorkommen, dass mein Uhren-Armband etwas locker auf der Haut liegt. Ein frecher Blutsauger benutzte die Gelegenheit und stach unter das Armband.
Es gibt verschiedenste Mücken Sprays. Unter vielen fand ich Citronella, auf der Basis von Zitronengras. Mit der Zeit gab es Hautreaktionen. Dann wechselte ich auf ein anderes Präparat. Dick hat zwei Parfums, die komischerweise und unbeabsichtigt Schutzwirkung zeigen.

Im Dorf grassiert gegenwärtig eine Dengue-Epidemie.
Seit vier Tagen hatte Mowgli hohes Fieber mit Schüttelfrost. Der erste Bluttest war ergebnislos. Fehldiagnose im Spital. Zwei Tage später wussten wir, es ist Dengue-Fieber.
Der Oberarzt war wütend, als er die Schludrigkeit der ersten Blut-Analyse entdeckte.
Das Distrikt Spital ist gegenwärtig voller Dengue Patienten. Wirksame Medikamente gibt es keine, ausser Paracetamol gegen das Fieber.

Im laufenden Jahr, bis zum 6. November 2013, seien in Thailand 129 Menschen an den Folgen von Dengue-Fieber gestorben. Insgesamt erkrankten 139’681 Menschen. Alle die Opfer, welche keine Ärzte sahen und alle die Ärzte die Dengue nicht diagnostizieren konnten, verfälschen die genauen Angaben, die man getrost mit 1,987 multiplizieren kann.

Ich gönne Mowgli die neue, schmerzhafte Erfahrung, denn in seiner Behausung installierten wir die sinnvollen Gitter vergeblich.
In spätestens vier Wochen vergisst er seine Krankheit und meine Hinweise. Der ermüdende Gitterkrieg wird fortgesetzt.
Moskito Gitter sind für die Einheimischen unnötiger Luxus. In vielen Häusern stehen mehrere Fernsehgeräte. Die paar Baht für Gitter fehlen. Und wenn man Gitter hätte, müsste man lernen, sie zu benutzen.
Gegen Mücken schützen in Hinterindien Amulette. Die holt man sich nicht in der Apotheke, sondern im Tempel. Die Gelbröcke dürften weder Amulette herstellen, segnen, noch verkaufen. Der Handel floriert. Die heiligen Dinger schützen nicht nur vor Mücken, sondern wirken ebenso gegen HIV, Mundgeruch und Verkehrsunfälle!

Norbert Blüm schrieb in der Süddeutschen Zeitung vom 7. Oktober 2003:
„Die Pharmaindustrie gibt weltweit doppelt so viel Forschungsmittel im Kampf gegen Haarausfall und Erektionsschwächen aus wie gegen Malaria, Gelbfieber und Bilharziose. Das ist marktwirtschaftlich konsequent, denn die Kunden mit Erektionsschwächen und Haarausfall haben in der Regel mehr Kaufkraft als die Malaria- und Gelbfieberkranken.“

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Chikungunya-Virus
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Denguefieber
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/Malaria
(4) http://de.wikipedia.org/wiki/Anopheles
(n) http://www.20min.ch/wissen/news/story/Tigermuecken-Eier-noerdlich-der-Alpen-nachgewiesen-10191306
(n) http://www.thailand-tip.com/nachrichten/news/thailand-droht-eine-der-groessten-dengue-fieber-epidemien/

Vorbildlicher Kundendienst 2

„Ich muss mich den Verlockungen und Formen deines Leibes für kurze Zeit entziehen. Mein Blut wird dringend im Hirn benötigt und nicht in den Genitalien. (Der Wein stammt aus Italien.) Nur strengste Meditation in der Ruhe eines Tempels oder eines aussergewöhnlich stillen Örtchens kann meine drängende Frage beantworten.“
Sie antwortete wenig verständnisvoll:
„Du alter Schwerenöter suchst doch nur einen triftigen Grund, um ein saftiges, zartes Steak zu verspeisen. Ich bin dabei. Aber erst geht’s zur Sache.“
Später verschwand sie in den Salon, wo eine Kundin wartete.

ScratchAls ASA, Amateur-Schmalspur-Asket, traf ich bedeutsame Vorbereitungen. (1) Irgendwie muss man die himmlischen Heerscharen auf sich aufmerksam machen. Mit den Göttern, die wir verehren, verhält es sich ähnlich, wie mit den Frauen, die wir begehren.
Von schweren Geldbeuteln, Brieftaschen, Uhren, Schmuck, besonders Goldkettchen und Amuletten trennte ich mich leicht. Gold und Amulette habe ich nicht. Ich erwähnte sie nur für Nachahmer.
Hochfrequente Schwingungen des Telefons könnten empfindliche Gedankenflüsse negativ beeinflussen. Weg damit.

Danach entleerte ich Harnblase und Darm, mindestens teilweise. Nach ausgiebigem schneuzen der Nase, polierte ich die Zähne. Ich putzte die Ohren und duschte. Als Enthaltsamer nahm ich keine Nahrung zu mir. Auf der Suche nach letzter Wahrheit und Gewissheit verzichtete ich sogar auf schnödes Wasser. Mein Problem lag ja beim Wein.
Dann brannte ich einen Weihrauch an und setzte mich in Lotosposition, (2) Sie ist leicht würdevoller als der gemeine Türken-, oder Schneidersitz. Anfänglich konzentrierte ich mich auf Atmung und Entspannung.
Wie schon oft im Leben, erkannte ich die geheimnisvolle Botschaft bald:
„Buddha, der Erleuchtete, sandte in seiner unermesslichen Güte einen Schutzengel, der die vom Alter geschwächte Leber vor den fruchtigen Säuren des Frascati bewahren soll.“
Leber? – Mit dem Weisswein spülen wir die Nieren, zwecks Steinbekämpfung.
Darf ich einen perversen Schutzengel mit einem bescheidenen Geldgeschenk bestechen?
Doch die Kraft des Geistes wirkte Wunder. Die Geschäftsleitung rief zwei Tage später an und meldete: „Ihr Frascati ist eingetroffen.“
Es waren, wie beim letzten Mal, sechs Flaschen! Besser sechs als gar keinen Sex.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Askese
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Lotossitz

http://www.sheng-fui.de/

Sind bloss die Geister bescheuert?

Wenn ein liebesbedürftiger Farang eine Thai-Frau seiner Wahl endlich erobert hat, in Wirklichkeit dürfte es eher umgekehrt sein, dann teilt er sie mit ihrer Familie und unbewußt mit zahlreichen Geistern.

Geplagte Mitmenschen frönen dann ihrem gelebten Aberglauben und versuchen, dunklen Mächten und Einflüssen mit allen Mitteln, heiligen, geweihten Amuletten und viel Geld, ein Schnippchen zu schlagen.

Da stand ein behagliches Haus am einer T-förmigen Straßenverzweigung. Hätte man aus dem T ein Kreuz + gemacht, hätte man geradeaus vor dem Haus Parkieren können. Das aber war aber wegen Mystizismen und irgendwelchem Karma schlicht unmöglich. Am eigentlichen Ende einer Strasse wenige Meter weiterfahren, wenn auch nur zwecks Abstellen des Wagens, war undenkbar. Das spirituell logische Konzept sah nun vor, den Eingang für das Fahrzeug zehn Meter nach rechts zu verlegen, verbunden mit zwei eleganten Schwenkern.
Diese Lösung erlaubte es, unter erhöhtem Treibstoffverbrauch und daraus resultierender Luftverschmutzung, überhaupt kein Karma zu erzeugen.

Um solche Zusammenhänge verständlicher zu machen, recherchierte ich für weniger geistkundige, dafür sachverständige Experten in Frauenfragen etwas in der gespenstischen Unterwelt.                                                                                           Christen glauben offenbar auch an Geister. Wir kennen den Spruch: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Da wird die Dreifaltigkeit, weiblich, aufgerufen, um ein männliches Trio zu verherrlichen. Versteckt sich eventuell im heiligen Geist das ewig Weibliche?

Geist sind mir als verwirrende Inhalte aus Flaschen, in Form von Gras, Pillen, Pulvern und Spritzen bekannt.                                                                                                          Wieder andere Geister betören durch anmutige Körperformen mit ausgeprägter, verführender Mimik. Diese meist teuren Verwirrungen pflanzen sich bis unter die Gürtellinie fort. Sie führt, unter primitivsten Leibesübungen, Logik Null und Eins, und viel Gekeuche bis zum Austritt von etwas Körperflüssigkeit. Wesentlich mehr Effizienz und Ausdünstung verspricht das Spalten eines Klafters Buchenholz. Dazu ist weniger Geist als Kraft erforderlich. Zusätzlich bleibt die Keuschheit gewahrt.

In Thailand mangelt es an Buchen. An Geistern und Geisterhäuschen, San Phra Phum, herrscht Überfluß. Böse Geister sind, wie bei den Menschen, zahlreicher als gute. Thais nennen Geister Phi. Nicht jeder Phi ist ein böser Geist oder Dämon. Es könnte sich um den harmlosen Geist eines oder einer Verstorbenen handeln.

Geister- und Dämonenexperten unterscheiden drei Hauptkategorien: Waldgeister, Höhlengeister und Wassergeister. Sie können weiblich, männlich oder beides zugleich sein. Götter und Göttinnen berücksichtigte ich meist nicht. Doch gibt es einige Unschärfen, wo der Unterschied Geist und Gott, ähnlich wie bei Geist und Geld, minim  und für aussenstehende Betrachter schlecht erkennbar ist. Ist Mae Posop, die Reismutter, eine Göttin oder ein Geist? Die verwandte Reisgöttin  Dewi Sri wird von den Balinesen niemals als Göttin angesehen.