Karl Tellenbach

Fairness zu fairen Lesern. Ich bedaure, dass ich mich grosszügig über Anekdoten und Witze betreffend Kari, obwohl ich ihn erwähnte, hinwegsetzte. Sie sind im Internet gut versteckt. Den wenigsten Nichtbernern dürften die Zoten bekannt sein.
Deshalb widme ich dem Coiffeurmeister, der sein Geschäft an der Neuengasse, in der Nähe des Waisenhausplatzes betrieb, gerne einige Zeilen.

Nach der Arbeit, Haare schneiden erzeugt Durst, war Kari beim Studium der Weine in verschiedenen Gasthäusern anzutreffen. Ihm erging es ähnlich wie mir neulich in Satun. Als er hinfiel, gelang es ihm nicht, wieder aufzustehen. Internet und Smartphone gab es noch nicht. Zwei freundliche Polizisten waren gerne behilflich.
„Wie kamen sie in diese Lage?“ wollten die Freunde und Helfer wissen.
„Drei Italiener sind schuld daran“, seufzte Kari.
„Namen?“ fragten die Beamten.
„Asti, Barbera und Chianti“, antwortete Kari.

Am Tag darauf, rasierte er froh gelaunt einen Kunden. Eine kleine Unaufmerksamkeit und Kari verletzte schneidig das Kinn seines nun blutenden Opfers.
Der Mann räusperte sich und sagte unfreundlich: „Dällebach, das kommt vom Saufen!“
Kari antwortete: „Sie haben recht. Das gibt eine trockene und spröde Haut!“

Letztwillige Verfügung von Karl Tellenbach, kremiert in Bern am 12. August 1931:
«Alle, die mich auf dem letzten Gang begleiten, sollen nur während der Predigt und der Versenkung der Urne besinnlich sein. Danach ist Gemütlichkeit und Humor an der Reihe. Ich habe bei Frau Jenni in der »Grünegg« ein Säli reserviert und im Voraus ein Zvieri mit Hamme (1) und natürlich einen rechten Tropfen Roten bezahlt. Da denkt alle an mich zurück, indem ihr bei Frohsinn und Geselligkeit meine Geschichten auffrischt. Zum Abschluss des Mahls, das wünsche ich mir ausdrücklich, singt für mich noch einmal ‹Wie die Blümlein draussen zittern›. Ich werde mein liebstes Lied hören.»
KARL DÄLLENBACH

(1) Hinterteil der Schweine, genannt Schinken, vermutlich mit Züpfe, Zopf.

Im Osten nichts Neues

Es tut mir leid. Ich wartete in Thailand vergeblich auf positive Ereignisse, um meine Berichte ausgewogener zu gestalten. Fehlanzeige. Es ist Mai, der fünfte Monat des Jahres. Dennoch las ich einen Bericht, dass die Staatskasse in den ersten sechs Monaten einen Fehlbetrag von sechshundert Milliarden „erwirtschaftete“!

In Pattaya herrscht wieder Fallobstzeit. Wöchentlich stürzen zwei bis drei ausländische Gäste aus Fenstern und Balkonen ihrer Unterkünfte in die Tiefen. Das ist eine abgründige Tradition. Sind alle diese Menschen bekifft, betrunken, verlangen böse Geister Menschenopfer, oder sind die Fälle durch architektonische Besonderheiten begünstigt?

Im gleichen Städtchen machte ein Tourist aus Deutschland schlechte Erfahrungen. Als er sich zu frühesten Morgenstunden ein Bier genehmigen wollte, attackierten ihn zwei Ladyboys und boten ihm ihre Liebesdienste an. Er verzichtete grosszügig auf das eindeutige Angebot für einen flotten Dreier. Darauf massierten die sensiblen abgewiesenen Triebtäter sein Gesicht in der Weise, dass das zarte Bein des Riechkolbens brach. Der Herr verlor dabei etwas Blut im überempfindlichen Kopfbereich. Durch zahllose alkoholische Getränke in der tropischen Hitze litt die Haut und wurde spröde. ((1) Kari Dällebach.) Die ungestümen Streicheleinheiten führten zu ausgiebigem Bodenkontakt. Die geldgierigen Einheimischen, vielleicht waren es burmesische Gastarbeiter – wie oft in ähnlichen Fällen, erleichterten ihr Opfer um viertausend Baht und machten sich davon. (2)
Der Verletzte wurde im Krankenhaus verarztet. Er machte darauf eine Anzeige. Oh Wunder, die Polizei fand die beiden Liebesdiener und verhörte sie. Nach einer Busse von eintausend Baht wurden sie in die grenzenlose Freiheit Pattayas entlassen.

Wesentlich grausamer erging es in Hua Hin einem älteren Ehepaar mit Sohn, dreiundvierzig, aus England. Vier angetrunkene Täter im Alter zwischen zwanzig bis zweiunddreissig Jahren, schlugen die fremden Gäste brutal zusammen. Als die Opfer wehrlos am Boden lagen, wurden deren Köpfe mit den Füssen getreten. Schlimm waren die Zuschauer, die teilnahmslos – wie an der Glotze, die Tat verfolgten. Das Geschehen wurde von einer Überwachungs-Kamera aufgezeichnet. Der Polizei gelang es einige Tage danach, die Täter zu verhaften. Die brutalen Bilder verbreiteten sich rasch im Internet.
Die Gesetzeshüter suchen nun fieberhaft nach denjenigen, die das Video veröffentlichten, denn diese barbarischen Bilder hätten der angeschlagenen Tourismusindustrie des Landes enormen Schaden zugefügt. (3)

Irgendwie erinnert das an zahlreiche Unglücksfälle und Verbrechen. Die Untaten konnten nicht verhindert werden. Das Vernichten von Beweismitteln dagegen ist wesentlich einfacher und offenbar einträglicher. (Janepob Veeraporn, Vorayuth Yoovidhya, Orachon „Praewa“ Thephasadin na Ayudhya.) Gegen solchen Dummfug kämpfen sogar studierte Forensiker vergeblich.

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Tellenbach
(2) http://www.blick.ch/news/ausland/dreier-abgelehnt-dann-gabs-pruegel-in-pattaya-lutz-ist-das-ladyboy-opfer-id4966319.html
(*) http://www.blick.ch/news/ausland/aggressive-transsexuelle-auf-iphone-klautour-ladyboy-alarm-in-pattaya-id4963468.html
(3) http://www.bangkokpost.com/news/general/954489/hua-hin-clip-leak-caused-more-harm

Fehlinvestitionen

Die dreifaltige Fahne der Moral im Dorf heisst Party. Die Steigerung heisst Tempelfest.
Fromme Prozessionen mit Geldbäumen zum Wat in frühen Morgenstunden. Umrundung der Heiligtümer. Weihrauch-Schwanden. Gebete. Chanten der Mönche. Worte des Abtes. Tiefschlaf der Anwesenden. Brüskes Erwachen durch Spritzer der Weihwasserwedel. Mittagsverpflegung. Rauchopfer amerikanischer Art, Nikotinspargeln. Chaotischer Rückzug mit anschliessendem Besäufnis am Reisfeld. Zum Nachtisch gibt’s Drogen. (1)(2)

Gedanken einer süchtigen Mandeläugigen in knisternder Nachthitze:

Der Tanga String ist mein Banner
und wenn er nicht will, dann kann er…
Lieber länger als breit
und mehr als zu zweit.

Danach tröpfelte Feuchtigkeit.
Die Begleichung der Schulden war abgeschlossen.

Vor langer Zeit betrieb Dick mit Angestellten rund vierhundert Kilometer südlich von Chiang Mai einen florierenden Schönheitssalon. Wenn sämtliche Haartrockner heulten, während andere Frauen unter Hauben hockten und irgend jemand zusätzlich einen stromfressenden Staubsauger einschaltete, sank die Spannung an den Steckdosen gegen hundertfünfundsechzig Volt.
Weil die Elektrizitätslieferanten die Zähler nicht an den Häusern montieren, sondern im Freien an ihre Strommasten hängen, zahlen die Kunden nicht nur die Energie, welche die Geräte verheizen, sondern ebenfalls die Verluste auf den Zuleitungen. Mowgli und ich massen Spannungsabfälle und berechneten daraus, bei hoher Last kann der Energieverlust im Dorf pro Hausanschluss je nach Kabelqualität und Durchmesser fünfundzwanzig Prozent und mehr erreichen. Die Verluste sind proportional zur Stromstärke.Zähler Tel

Fachgerecht hängende Strom-, Internet-, und Telefonanschlüsse

Das kümmerte Dicks Kundinnen nicht. Solange die Geräte ihre Zwecke erfüllten, war ihre kleine Welt in Ordnung. Die Stromversorgung wurde erst kritisch, als ein Sohn im Nebengebäude einen Computer-Laden eröffnete. Die empfindlicheren Kisten entwickelten bei horrenden Spannungsschwankungen Grippe- und Virus-ähnliche Symptome.
Der junge Mann mit Freundin benötigte dringend 100‘000 Baht. Ich schrieb einen Wisch und erklärte, das Geld sei ausschliesslich für die Stromversorgung vorgesehen, Investitionen in Fahrzeuge oder andere Unternehmungen seien nicht gestattet.
Der Zähler war mindestens fünfzig Meter entfernt. Hundert Meter grosskalibrige, schwere Qualitätskabel bedingten Leitungsmasten. Teile der Hausinstallation sollten ebenfalls ersetzt werden. Eine einzige Sicherung von über dreissig Ampere schützte sämtliche Anschlüsse.

Der Kampf im ländlichen, kleinen Dorf um IT Kunden war hart. Die Polizei eröffnete wenige Meter entfernt einen Internet-Shop mit PC Verkaufsstelle. Der Junge warf das Handtuch, schloss sein Geschäft und benutzte das Geld für eine Hundezucht. Weil er auf dem Lande den Bauern keine Köter andrehen konnte, zog er zwecks erfolgreicheren Hundehandels in die Grossstadt Chiang Mai.
Beim näheren Betrachten der Wege und Strassen, hätte er an den Kegeln bereits etablierter Vierbeiner abschätzen können, dass dieser Markt, genauso wie die Wege, bereits gesättigt ist. Als hochqualifizierter Faulpelz wollte er sich zudem bloss auf den Hundehandel spezialisieren. Für die Drecksarbeiten, wie misten und füttern, benötigte er Angestellte. Das schmälerte den Geschäfts-Ertrag und führte schnell zur Aufgabe dieser Tätigkeit.

Damit er für vier Nächte als Gelbrock im Tempel aufgenommen werden konnte, musste er mich zwei Stunden vor der Prozession um Vergebung anflehen. Er versprach:
„Nach dem Tempelaufenthalt werde ich ein besserer Mensch.“
Mit zweihundert Gästen in seinem Gefolge war ich erpressbar. Buddha schenkte ihm die Gnade des Vergessens – inbegriffen eine Finanz-Demenz.

(1) Bild Geldstaude: https://hinterindien.com/2013/07/30/teures-nibbana/
(2) https://hinterindien.com/2013/07/18/programmiertes-chaos/

Vivaldi in Nordthailand

Drei Wochen Nordthailand. Die Vorteile:
– Keine Vermieterin, die leere Schnaps- und Weinflaschen kontrolliert, zählt und die Mieter wegen Alkoholmissbrauchs und Verschleuderung von Finanzen ermahnt.
– Keine Vermieterin, die morgens vor acht mit gekochtem Karottensaft die Bettruhe stört. Der Gemüsesaft ist so schlecht, dass man danach mit einem Schnaps spülen muss, damit die Zähne nicht ausfallen oder das Halszäpfchen schrumpft.
– Ein Haus, in dem der Fungus nur in fast kontrollierbarem Ausmass gedeiht – zur Zeit wegen Kälte und Trockenheit gar nicht.
– Kein freundlicher Nachbar im Ruhestand, der uns während des ganzen Tages gratis mit bloss einem thailändischem Radioprogramm berieselt.
– Ein grosses, lichtdurchflutetes Haus in einem malerischen Garten mit einem riesigen Sukothai Buddha in der Stille.
– Die Möglichkeit, Delikatessen aus Schweinefleisch zu geniessen – Würste, verschiedene Arten von Schinken – gekocht oder luftgetrocknet, aus Westfalen, Parma, Spanien, dem Schwarzwald – Salami aus Italien und Speck von Fiorucci. All das Zeug ist äusserst ungesund, aber sau-gut.
– Es gibt verschiedene Art von Senf, nicht nur das amerikanische Produkt mit dem Fantasie-Namen „French“.
– In den Regalen guter Geschäfte stehen mehre Essig-Typen, darunter sogar Aceto Balsamico aus Modena.
– Technische High Tech Geräte wie Thermometer und Hygrometer sind wohlfeil.

Drei Wochen Nordthailand. Die Nachteile:
– Die nächtliche Kälte. Mitte Februar sanken die Temperaturen im Garten wieder auf 14 °C. Bei der Ankunft hatten wir immerhin 17 °C.
– Die grauenhafte Luftverschmutzung. Trotz Verboten wird fröhlich gefeuert, wie es seit den Höhlenbewohnern zwecks verscheuchen von Bären und Tigern zelebriert wird. Die Nasenlöcher sind blutig verharzt. Die Schleimhäute sondern grau-braune Exkrete ab. Diese Sauce trocknet schmerzhaft in den nasalen Belüftungskanälen ein. Nasenbohren, Popeln wird überlebenswichtig. Die Augen sind von wunderbar zarter Röte umrandet.
– Im Dorf wurde trotz öffentlicher Kehrichtabfuhr der Kinderspielplatz zur Müllhalde, weil einige eingesparte Baht in Lao Khao investiert werden können. Es existiert ein regelrechter Mülltourismus.
– Die Verwandtschaft stielt Dicks Zeit mit mir. Ich muss mich mit Fotos begnügen, anstatt ….. . (Ausländische bunte Blätter berichten derweil über grauen Sado-Masochismus.)

Weil ich weitaus kräftiger bin als im August, als ich das Dorf schwer angeschlagen fluchtartig verliess, konnte ich weitere Teile meines gesammelten Mists aussortieren. Die Geister waren mir behilflich. Während des Genusses von Vivaldis „Frühling“ über das Internet, stoppte die Musik plötzlich. Die Leitungen des Internets wurden nicht sabotiert. Der PC ruhte. Beim erneuten Starten meldete die Hardware:
„Der eingebaute Überspannungsschutz reagierte auf Spannungsspitzen der Stromversorgung und schützte das Gerät durch Ausschalten.“
Stur und eigensinnig wollte ich nicht auf den Vivaldi verzichten und beharrte auf weitermachen. Das System krachte erneut. Ein Austausch des Netzteils half nicht mehr. Die Mutterplatine überlebte nicht. An die zwanzig Kilogramm Elektronikschrott, der Stolz vergangener Jahre, wurden vom Arbeitsplatz entfent.
Schon vor einigen Jahren fand ich es sinnlos, 500 Watt Computerleistung zu verpuffen, um einige Mikrowatt Musikleistung zu erzeugen, die dann an einen Leistungs-Verstärker übermittelt wurden.
Ich kaufte damals in Europa einen Internetradioempfänger kleiner Leistung, der direkt via Router drahtlos Radiosignale aus der ganzen Welt empfing. Der Empfang war miserabel, hatte Glitches und jede Menge Geräusche. Ich sparte 490 Watt, aber keinen Pfennig, Rappen oder Cent. Ich verschenkte diesen Empfänger nun ebenfalls, denn praktisch jedes Smartphone empfängt heute Internetradio in höchster Qualität, auch Antonio Vivaldi mit sämtlichen Jahreszeiten.
iRadio

Meine Langkawi SIM Karte

In den Bereichen von Rezeption und Bar bietet das Hotel gratis WIFI an. Im Zimmer wird es teuer. Pro Stunde kostet Surfen zehn Ringgit. Deshalb sind in Spitzenzeiten sämtliche Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum von Menschen mit Smartphones besetzt.
Meist junge Chinesinnen, das gefärbte Haar modisch geschnitten, plappern, spielen und fingern – in reizenden, neu erstandenen duftigen Röcken – mit den letzten technischen Wunderdingern. Sie setzen knallige Farbtupfer gegen dunkel verschleierten Muslimas. Mit ihrem Fleiss in den Ferienberichterstattungen, verunmöglichen sie einem alten Knacker, seine Beiträge fristgemäss auf WordPress zu publizieren.

Zum Preis von drei Stunden Hotelinternet, bieten mehrere Firmen dreissig Tage unbeschränkten Zugriff auf Ihre Netze an. Leider verkauft in Cenang niemand SIM Karten des führenden Anbieters in Malaysia. Sofern man glücklicherweise eine Karte besitzt, lässt sie sich beliebig aufladen.
Wir wanderten während Stunden und suchten einen Chip des gelben Anbieters. Gegen den Durst tranken wir Kokoswasser. Den Rum zur Veredelung des isotonischen Getränks führte Dick in ihrer Tasche spazieren. Ein junger Gast aus Neuseeland kratzte mit einem Schaber Fruchtfleisch aus seiner trockenen Nuss. Er fiel fast vom Hocker, als er meinem Bar-Girl beim Mischen der Flüssigkeiten zusah. Ich erklärte dem Neuseeländer, zu viel Isotonie würde monoton wirken.
Der braune Rum aus Barbados weckte mein Erinnerungsvermögen. Plötzlich wusste ich, wo das Geschäft mit dem Schriftzug auf gelbem Grund zu finden war. Im schummrigen Abendlicht kaufte ich meine SIM Karte. Ich bemerkte nicht, dass die gelbe Karte in Wirklichkeit orange war.
Im Hotel steckte ich die Karte in einen Dongle. Dann schaltete ich das Ultrabook ein.
Voilà, ich hatte Verbindung mit dem Internet, etwas langsam zwar. Dann entdeckte ich,
dass das Ding im Roaming-Verfahren über Thailand arbeitete. Rasch schaltete ich das Gerät aus und steckte die Karte in das Zenfone.
Das Aktivieren der SIM-Karte mit der angegebenen Telefonnummer funktionierte
nicht. Ich erhielt nur Fehlermeldungen und wusste nun, das Produkt war nicht vom gelben Anbieter.
Ich rief den Kundendienst per Telefon mit einer SIM Karte der Konkurrenz an. Der Mann sprach für teures Geld lange Zeit auf mich ein.
„Sie benötigen ein APN/AVN Setting!“
Er diktierte eine Seite Code. Ich wusste, eine falsche Zahl, Gross- anstatt Kleinschreibung, ein fehlender Beistrich – meine Eingaben würden nicht funktionieren. Ich bat den Herrn, mir doch ein Mail mit den Instruktionen zu senden. Er wollte nicht, er sträubte sich. Er murmelte: „Kundendienst, Verkaufsstelle“.
Wir besuchten den Laden. Der Internetspezialist an der Kasse war nicht erfreut über meine Reklamation. Ich war nicht der erste enttäuschte Kunde. Er versuchte sogleich, die Firma anzurufen. Es war Freitag. Niemand beantwortete das Telefon. Wir kauften Haarwaschmittel und einige Getränke. Die Getränke wurden uns geschenkt.Stilleben mit Bier Zurück im Hotel suchte ich im Internet die Mailadresse des Anbieters. Nach geraumer Zeit fand ich die gut getarnte Anschrift. Ich bat höflich um den Code des Instruktionssatzes. Am Montagnachmittag erhielt ich das gewünschte Email. Ich vertippte mich etwa eine halbe Stunde lang, dann stand die Verbindung. Smartphones sind für zarte Frauenhände, nicht für die zitternden Pranken eines alten Kranken.

Warum druckt die Firma ihre Werbung auf Format A4 Hochglanzpapier und hinterlässt bloss eine Telefonnummer wie *088.88.8#, die dann doch nicht funktioniert. Es hätte dort genug Platz für genaue Installationsanweisungen. Kundennähe fand ich ebenfalls auf der Homepage nicht.
Wir besuchten die freundlichen Menschen im Laden. Während ich die erfolgreiche Installation meldete, erledigte Dick einige Einkäufe. Wieder wurden Waren geschenkt.

Als Dick neulich einige Dosen Getränke besorgte, gab die Chefin eine Stange der dreieckigen Schokolade aus der Schweiz mit. Die guten Leute ruinieren sich und das Geschäft durch den Verkauf dieser SIM-Karten.

http://de.wikipedia.org/wiki/SIM-Karte

Klatsch, Tratsch und Tatsachen

Die grünen Freunde verbreiten in Thailand nicht nur grosse Freude. Sie liefern Geschichten zum Schmunzeln.
Ein Hauptmann eines Kavallerie-Batallions zündete sich am 26. August in Pathum Thani in einem Nachtklub eine Zigarette an. Weil dort das Rauchen nicht gestattet ist, setzten ihn drei Türsteher nach einer hitzigen Diskussion ins Freie an die frische Luft. Diese Türsteher waren Angehörige der Militärpolizei der Luftwaffe.
Der Kavallerie-Hauptmann schätzte diese Behandlung gar nicht. Er rief seine Mannschaft zusammen. Bewaffnet rückte die Kavallerie in Armeefahrzeugen an. Dann verprügelten die Männer siegreich die feindlichen Militärpolizisten der Luftwaffe.

Wiederum traf das Schicksal Offiziere der Luftwaffe. Bei einem Bankett in einem Militärclub traten gleich zwei nackte Sängerinnen auf! In der Presse wurde (zwecks Milderung der Tatbestände?) nur eine Nackedei erwähnt. Was war denn besser, der Gesang oder die Show?
Darüber sprach Air Marshal Monthol Satchukorn nicht. Auch den Ort und die beteiligten Personen wollte der Air Marshal wohl aus taktisch-strategischen Überlegungen nicht nennen.
Aber der hohe Offizier erwähnte, dass es Vorschriften über die Verwendung von staatlichen Einrichtungen gebe. Die Vorführungen obszöner Dienste während und außerhalb der Geschäftszeiten seien strikt verboten.

Weniger zum Lachen reizte ein Bericht http://prachatai.org/english/node/4331.
Laut thailändischen Behörden soll ab 15. September 2014 ein Programm namens Sniffer Internet-Nutzer ausspionieren.
Offenbar geriet ich bereits ab 19. August für einige Tage in eine Versuchsüberwachung.
(l) https://hinterindien.com/2014/08/19/internet-und-hinterindien/
Sämtliche Verbindungen zu Zeitungen, WordPress und Mails waren schwerwiegend gestört. Kommunikationspakete wurden stundenlang verzögert. Das Ultra-Book selbst funktionierte im Ausland während Wochen problemlos! Nach meiner Abreise erkundigte sich die Polizei im Dorf nach meinem Wohlergehen.
(l) http://www.fr-online.de/politik/thailand-beginn-einer-diktatur,1472596,28399624.html

Hier in Malaysia litt Dick vorwiegend unter reichlich ruinösen, schlanke Formen verändernden, dennoch verführerischen Nahrungsmittelangeboten.Suppe JB

Internet und Hinterindien

Der Zugriff auf Webseiten ist für mich gegenwärtig schwierig. Ich bitte um Verständnis. Die demonstrierten Fähigkeiten des ‘Cyber War Room’ und der mitwirkenden Organisationen waren derartig beeindruckend, dass selbst meine PC-Maus den Schwanz einzog. Eine Lösung des Problems zeichnet sich ab.
Mit freundlichen Grüssen
Low