Die Schieflage der Welt aus der Liege-Position betrachtet

Corona hat für mich zwei Bedeutungen. Der Strahlenkranz um die Sonne heißt so. Es ist ebenfalls der Gattungsname qualitativ hochstehender Nikotinspargeln, das heißt von verschiedenen Zigarren. Corona Zigarren sind etwa sechs Zoll lang und haben ein Ringmaß zwischen 42 und 44. Dies erlaubt bis eine Stunde ungetrübten Rauchgenuss. Andere Meinungen sind: dies sei böswillige Umweltverschmutzung und sogar gesundheitsschädigend. Seit die Menschen das Paradies verlassen mussten, freveln sie und leben ungesund. Die Ägypter und die alten Griechen hatten Krankheiten und Ärzte. Schon die Inkas in Peru kannten die Bohr-Technik, um Hirn- Operationen vorzunehmen. Nonnen und fromme Brüder spielten Samariter und halfen Leidenden in Europa. Aus dem Mittelalter kennen wir als erste Krankenhäuser die Siechenhäuser für Aussätzige und Pestilenz Kranke. In Burgdorf im Kanton Bern steht ein Siechenhaus, ein Leprosorium, das bis ins 17. Jahrhundert als Pflegeanstalt für Aussätzige diente. Lepra und Pest gibt es heute noch. Jährlich werden etwa 4000 Pestfälle behandelt.
Seit meiner Kindheit litt ich unter Grippewellen. Wenn die Krankheit besonders hohes Fieber auslöste, hieß es, das sei eine asiatische Grippe. Kurt Tucholsky schrieb 1931 seine Geschichte: Rezepte gegen Grippe. „Bei Grippe muss unbedingt das Bett gehütet werden – es braucht nicht das eigene zu sein.“
Gegenwärtig pulsiert weltweit wieder eine aggressive asiatische Seuche.
Militant religiöse Gruppierungen erklären, das sei eine (Untat) Schöpfung Gottes, eine Strafe für unsere Sünden. „Weil es eine Schöpfung des Herrn ist, dürfen wir nichts dagegen tun.“
Mediziner und Pharmakologen sehen das Geschehen anders und fühlen die Herausforderungen.
Politiker wiederum, treten Gesetze und Verfassungen mit den Füßen, sperren die Bevölkerung mit Notverordnungen ein, blockieren persönliche Kontakte und schädigen Handel, Kultur und Wirtschaft. In Thailand fror der Herr General den Handel mit alkoholischen Getränken ein. Desinfektionsmittel mit 70 Prozent Alkohol wurden währenddessen verkauft. Es soll Menschen gegeben haben, die sich anstelle von Lao Khao und Bier – Desinfektionsmittel einflößten. Im Straßenverkehr sterben mehr Menschen als an Corona.
Der überschlaue Präsident eines Landes zwischen Atlantik und Pazifik, ein Blondi, (kennen sie Blondinenwitze?), empfahl sogar, Desinfektionsmittel in seine Untertanen zu spritzen. Weisse Wissenschaftler, wie Pathologen, hätten die Auswirkungen an Rothäuten und Schwarzen analysieren können!

Auf der Erde leben annähernd 8 Milliarden Menschen. Der Reichtum ist in wenigen Händen konzentriert. Ihre Anwesen haben die Größe von Golfplätzen. Die vielen Armen leben zusammengepfercht in Slums, Favelas, Armen- oder Elends-vierteln.
Unter Überbevölkerung wird der Zustand verstanden, bei dem die Anzahl der Lebewesen die ökologische Tragfähigkeit des Lebens-Raums überschreitet. Geld-Barone beuten Habenichtse und Erde, ohne Rücksicht auf die ökologischen Folgen, erbarmungslos aus.
Viele Länder leiden unter der Überalterung der Bevölkerung. Die Altersheime sind voller Bewohner. Fast leere Kassen dagegen haben die Rentenversicherungen.
Möglicherweise hätte Corona …..

Die nächste Katastrophe wartet grinsend. Ich wähle die Zigarre.

Reliquien in Europa und Hinterindien

Einst konnte ich nicht genug Tempel erkunden. Vor einigen Jahren noch wurde detailliert angegeben, welche Reichtümer und Reliquien in den heiligen Stätten versteckt sind. Weil Tempel-Diebstähle unglaublich zunahmen, herrscht nun das grosse Schweigen.
Wat Phrathat Hariphunchai Woramahaviharn in Lamphun ist der Tempel der heiligen Reliquie von Hariphunchai. Der König Aditya Ratcha fand in seinem Garten ein Haar des Buddha. Um die verstorbene Königin Chamadevi zu ehren, liess er einen Tempel bauen. Als ich dort war, wischten uniformierte Schülerinnen während einer Pause Dreck weg.
Auf einem eindrucksvollen Hügel gab es einen Fussabdruck Buddhas. Volltrottel versuchten mit Löffeln, den Abdruck auszukratzen und zu stehlen. Der Abt selbst bewachte danach den heiligen Ort. Währenddessen verkauften geldgierige Weiber unten am Berg, im Tempel-Areal, Bier und Lao Khao. Fussabdrücke Buddhas gibt es in ganz Asien. Niemand stört sich daran, dass die Grössen sehr variabel sind. Ebenso verlor der Erleuchtete Knochen und vor allem Zähne. Heilige Zahntempel gibt es mehr, als ein nicht erleuchteter Mensch Zähne hat.

E.T.A. Hoffman, 1776–1822, beschrieb im Buch: „Die Elixiere des Teufels“ eine Szene in einem Kloster:
„Sollten denn, lieber Bruder Cyrillus“, sagte ich, „alle diese Dinge gewiß und wahrhaftig das sein, wofür man sie ausgibt? – Sollte auch hier nicht die betrügerische Habsucht manches untergeschoben haben, was nun als wahre Reliquie dieses oder jenes Heiligen gilt? So z. B. besitzt irgendein Kloster das ganze Kreuz unsers Erlösers, und doch zeigt man überall wieder so viel Späne davon, daß, wie jemand von uns selbst, freilich in freveligem Spott, behauptete, unser Kloster ein ganzes Jahr hindurch damit geheizt werden könnte.“ – „Es geziemt uns wohl eigentlich nicht“, erwiderte der Bruder Cyrillus, „diese Dinge einer solchen Untersuchung zu unterziehen, allein, offenherzig gestanden, bin ich der Meinung, daß, der darüber sprechenden Dokumente unerachtet, wohl wenige dieser Dinge das sein dürften, wofür man sie ausgibt. Allein es scheint mir auch gar nicht darauf anzukommen. Merke wohl auf, lieber Bruder Medardus! wie ich und unser Prior darüber denken, und du wirst unsere Religion in neuer Glorie erblicken. Ist es nicht herrlich, lieber Bruder Medardus, daß unsere Kirche darnach trachtet, jene geheimnisvollen Fäden zu erfassen, die das Sinnliche mit dem Übersinnlichen verknüpfen, ja unseren zum irdischen Leben und Sein gediehenen Organism so anzuregen, daß sein Ursprung aus dem höhern geistigen Prinzip, ja seine innige Verwandtschaft mit dem wunderbaren Wesen, dessen Kraft wie ein glühender Hauch die ganze Natur durchdringt, klar hervortritt und uns die Ahndung eines höheren Lebens, dessen Keim wir in uns tragen, wie mit Seraphsfittichen umweht. – Was ist jenes Stückchen Holz jenes Knöchlein, jenes Läppchen – man sagt, aus dem Kreuz Christi sei es gehauen, dem Körper – dem Gewände eines Heiligen entnommen; aber den Gläubigen, der, ohne zu grübeln, sein ganzes Gemüt darauf richtet, erfüllt bald jene überirdische Begeisterung, die ihm das Reich der Seligkeit erschließt, das er hienieden nur geahnet; und so wird der geistige Einfluß des Heiligen, dessen auch nur angebliche Reliquie den Impuls gab, erweckt, und der Mensch vermag Stärke und Kraft im Glauben von dem höheren Geiste zu empfangen, den er im Innersten des Gemüts um Trost und Beistand anrief. Ja, diese in ihm erweckte höhere geistige Kraft wird selbst Leiden des Körpers zu überwinden vermögen, und daher kommt es, daß diese Reliquien jene Mirakel bewirken, die, da sie so oft vor den Augen des versammelten Volks geschehen, wohl nicht geleugnet werden können.“ – Ich erinnerte mich augenblicklich gewisser Andeutungen des Priors, die ganz mit den Worten des Bruders Cyrillus übereinstimmten, und betrachtete nun die Reliquien, die mir sonst nur als religiöse Spielerei erschienen, mit wahrer innerer Ehrfurcht und Andacht.

Dir ist das Leben des heiligen Antonius zur G’nüge bekannt, du weißt, daß er, um sich von allem Irdischen zu entfernen, um seine Seele ganz dem Göttlichen zuzuwenden, in die Wüste zog und da sein Leben den strengsten Buß- und Andachtsübungen weihte. Der Widersacher verfolgte ihn und trat ihm oft sichtlich in den Weg, um ihn in seinen frommen Betrachtungen zu stören. So kam es denn, daß der heilige Antonius einmal in der Abenddämmerung eine finstere Gestalt wahrnahm, die auf ihn zuschritt. In der Nähe erblickte er zu seinem Erstaunen, daß aus den Löchern des zerrissenen Mantels, den die Gestalt trug, Flaschenhälse hervorguckten. Es war der Widersacher, der in diesem seltsamen Aufzuge ihn höhnisch anlächelte und frug, ob er nicht von den Elixieren, die er in den Flaschen bei sich trüge, zu kosten begehre. Der heilige Antonius, den diese Zumutung nicht einmal verdrießen konnte, weil der Widersacher, ohnmächtig und kraftlos geworden, nicht mehr imstande war, sich auf irgendeinen Kampf einzulassen und sich daher auf höhnende Reden beschränken mußte, frug ihn, warum er denn so viele Flaschen und auf solche besondere Weise bei sich trüge. Da antwortete der Widersacher: >Siehe, wenn mir ein Mensch begegnet, so schaut er mich verwundert an und kann es nicht lassen, nach meinen Getränken zu fragen und zu kosten aus Lüsternheit. Unter so vielen Elixieren findet er ja wohl eins, was ihm recht mundet, und er säuft die ganze Flasche aus und wird trunken und ergibt sich mir und meinem Reiche.
Danke Herr Hoffmann.
In Thailand ist es Tradition, zu Songkran in den Tempeln Stupas, Chedis, aus Sand zu bauen. Der Sand soll den Staub wieder an den Ursprungsort zurückbringen, den die Gläubigen im Laufe des Jahres an ihren Schuhen haftend von dort weggetragen haben.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/die-elixiere-des-teufels-3112/6

Glückspilze

Thais sammeln alles, was sich zu Geld machen lässt. Ebenfalls Pilze. Sie sind meist ahnungslos, dass es auch giftige Pilze gibt. Das spielt keine Rolle, denn sie wollen das gesammelte bunte Zeug nicht verspeisen, sondern verkaufen. Ein Teil des Erlöses dient zum Erwerb einer fetten Ratte oder einer schwabbeligen Kröte. Krötenfleisch hilft gegen Warzen, auch Feigwarzen. (1,2,3) Die grösste Heilwirkung entfaltet sich beim zusätzlichen Genuss von Lao Khao. Das Geld sollte dafür reichen. Pilze werden auf den Märkten als Hohlmasse verkauft. Ein Liter entspricht ungefähr 600 Gramm. Die Preise liegen zwischen 200 und 300 Baht.

Ich sass auf der Veranda beim hausgemachten Maracuja-Sirup, verdünnt mit etwas gebranntem Wachholder gegen das Einnicken. Da kam er, der Farang, der nicht zu meinen Freunden zählt.
Es gab kein Entrinnen. Wollte er sich wieder auf meine Kosten betrinken?
„Ich hab kein Bier im Haus“, begrüsste ich den üblen Gast.
„Ich weiss, ich weiss. Aber Schmerzen in den Gelenken“, antwortete er.
„Ich hab dir etwas mitgebracht“. Er schwenkte eine zerknüllte Tüte in der Hand. Er öffnete den Sack. Ein einziger, mächtiger Pilz plumpste auf die täglich frisch verdreckte Glasplatte des Tisches.
„Dieser Pilz ist so giftig, da merkst du nicht einmal, wie du stirbst!“ sagte er.
Arbeitet er für Exit, fragte ich mich? Erfahrungen dürfte er keine haben.
„Wieviel?“
„Du willst Dir doch Deine letzte Mahlzeit etwas kosten lassen. Mitnehmen kannst Du ohnehin nichts. Tausend Baht finde ich angemessen, “ meinte er grinsend.
Ich gab dem elenden Schurken den Tausender. Er verzog sich schleunigst.

Ich wusch und schnetzelte den Pilz, gab ihn die Pfanne und kochte ihn nach Grossmutters Rezept. Sie bereitete die Pilze, die Grossvater und ich sammelten, zu schmackhaften Mahlzeiten. Mein Killer-Pilz war schwammig zäh. Für den Tausender hätten wir selbst in einer lausigen Kneipe weit besser gespiesen.
Auf die Wirkung des Giftes warte ich heute noch. Ich frage mich, ob ich den Dreckskerl mit einer Axt oder einem Schraubenschlüssel, beide undesinfiziert, erschlagen soll.

(1) http://www.geschlechtskrankheiten.de/feigwarzen/
(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Condylomata_acuminata
(3) https://www.dred.com/de/feigwarzen-mann.html

Psychoterror und physische Störungen wie Phobien

Unser Dorfobmann litt wahrscheinlich, als er zusehen musste, wie ein Grossteil der Bevölkerung in wenigen Stunden bescheidenen Hausrat durch eine mutwillig ausgelöste Überschwemmung verlor. Erstmalig halfen Soldaten beim Aufräumen. Die Gemeinde besass eine Art Versicherungskasse für Betroffene. Maximal wurden zweitausend Baht ohne grosse Abklärungen ausbezahlt. Wieviel Matratze oder qualitativ hochwertige Schränke können sie für 2‘000 Baht kaufen?
Im Schönheitssalon zerstörte die schlammige Brühe erstmals einen Kühlschrank, zwei Schränke, eine neue Matratze und ein Regal. Ein Nachbar, begeisterter Kunde von Index, verlor seinen ganzen, gut repräsentierenden billigst Krempel, für den er 50‘000 Baht hingelegt hatte.

Der ältere, übersensible Obmann, erhält täglich Anrufe übler Tagediebe, die vor weiteren Flutwellen warnen. Ohne die Anrufe zurück zu verfolgen, greift der Mann zum Mikrofon und warnt seine Gemeinde ohne weitere Überprüfungen. Die hirnlosen Weiber rennen dann planlos gackernd durch das Dorf, glauben und verbreiten den Unsinn.
Für mich ist das krimineller Psychoterror. Darunter versteht man andauernde und sich wiederholende zielgerichtete Angriffe, Provokationen, Belästigungen und Nötigungen zum Zweck der Verunsicherung oder Schädigung der seelischen und geistigen Gesundheit der Opfer. Bei den Betroffenen entwickeln sich Neurosen oder Psychosen, sofern sie nicht bereits Schizo-Vreni heissen. Diese Leiden werden ortsüblich mit Crystal Meth, Meth, Ice und Lao Khao bekämpft.

Dicks Angestellte im Salon hat Besuch. Zwei ihrer vier Grosskinder, vier und sechs Jahre alt, erlebten die Flut. Als der Pegel einen halben Meter erreichte, nahmen wir die Gäste auf. Dick trug das zerbrechlich kleine Mädchen auf dem Rücken Wie ein Äffchen klammerten sich die knapp acht Kilogramm ängstlich an Dick fest. Der ältere Knabe greinte und wollte unbedingt zurück zur Mutter.
Die Grossmutter brachte eine riesige Tüte mit, vornehmlich gefüllt mit industriell gefertigten Süssigkeiten. Das Mädchen lutschte an einer Babyflasche mit Schnuller einen gesüssten Tee.
Ich warnte die Frau vor allfälligen Zahnschäden durch die dauernde Zuckerzufuhr. Sie begriff gar nichts. Als die Kleine den Mund öffnete, fiel ich vor Schrecken beinahe aus den Rollstuhl. Alles schwarz im trauernden Thailand – Zahnfäule in Reinkultur. Einige Zähnchen fehlten.

Kinderspielzeug im herkömmlichen Sinn gab es nicht. Puppen und Autos, Papier und Farbstifte fehlten. Die Kleinen fingerten dauernd an einem dudelnden Smartphone herum.
Grossmutter kocht kaum. Die Putzerei ermüdet sie. Dann gibt es Klebreis und Qualitätsei mit delikatem Fischgeschmack von CP, dreissig Stück für neunundsiebzig Baht. Reiskochen kann sie nicht. MiMi, die Hündin, weigerte sich, ihren Reis zu fressen

Nach der letzten unglaublichen Flut-Warnung gestern, wollte sie die Kinder raschmöglichst zurück zur Mutter senden. Aber die Leute stehen selbst im Hochwasser, fahren unmöglich. Zentral-Thailand ist überflutet. Das Mädchen möchte bei uns bleiben. Es hat Angst vor ihrem neuen Papa. Aha.

https://de.wikipedia.org/wiki/Psychoterror
https://de.wikipedia.org/wiki/Angstst%C3%B6rung

Kein Vertrauen in Schleusenwärter

Eines der wenigen Diplome, die mich mit Stolz erfüllten, erhielt ich von der Firma Carl Zeiss in Oberkochen. Die Herren von Hühnerbein, Koch und Spletzer übergaben mir 1967 eine Urkunde und ernannten mich damit zum Zeiss’schen Elektronenmikroskop-Schleusenwärter. Diese delikate Schleuse ermöglichte den Probenwechsel im Vakuum, ohne das Gerät zu belüften. Vertrauen sie dem beinahe Experten als Verfasser dieses Berichts.BA4ATG2 Anmerkung: Das Deutsche Zertifikat wurde vom Schweizerischen Amt für Berufsbildung nie anerkannt.

Im Norden von Chiang Mai gibt es einige Stauseen. Sie speichern Brauchwasser für die Trockenzeit. Jeder Betreiber versucht krampfhaft, möglichst viel Wasser in die Zeit der Dürre zu retten. Oft konsultierte Wahrsager sind nicht Schleusenwärter. Sie können keine Empfehlungen für ein sinnvolles Wassermanagement erteilen. Beim Verkauf garantiert nicht gewinnbringender Lottonummern, beschränkt sich der Sachschaden in berechenbare Dimensionen, nicht wie lausige Voraussagen für diese Flutwellen-Akrobaten.
Sekunden bevor die Dammkronen brechen, werden die Schleusen so stark geöffnet, dass ganze Landstriche überflutet werden. Dass man während Tagen und Wochen gut überwacht, berechenbar, geehrte Herren Wasserregulatoren – die Grössenordnungen sind Kubikmeter pro Sekunde – kleinere Mengen Wasser abfliessen lassen könnte, lernten diese Stümper nie. Ihre Grössenordnungen liegen in den Bereichen von Milli-Litern pro Stunde für Lao Khao. Ihre Behausungen stehen sicher an den Hängen. Schäden, ausser an den Lebern, haben sie keine zu befürchten.

Am zwölften Oktober war es nach einigen trockenen Jahren wieder soweit. Der einzige Wissenschaftler weit und breit, wurde wahrscheinlich in den Ruhestand versetzt. Die Armee übernahm das Kommando über Speicher und Wasser.
Morgens um vier gab es eine fast unverständliche Lautsprechermeldung: „Die Schleusen wurden geöffnet. Wasserschäden sind nicht auszuschliessen“. Aus Erfahrung wusste ich, es dauert ungefähr zwei Stunden, bis die Fluten unser Dorf erreichen. Um viertel vor sechs Uhr verwandelte sich die Strasse in einen rauschenden Fluss. Dann stieg das Wasser bis um neun Uhr kontinuierlich bis einen Meter über Teichpegel.
Diese Flut war gewaltiger, als alles Vorherige. Sogar die Matratzen im Schönheitssalon litten. Oktober und November sind die Wandermonate der Schlangenkopffische. Dort unter dem Kühlschrank, versteckte sich ein kleines Kerlchen. Ab elf Uhr bemerkte ich, der Wasserpegel ging zurück. Als man um die Mittagszeit mit der Schlammbekämpfung hätte beginnen können, stellten unsere Energielieferanten den Strom ab. Einige Geistesschwache in umliegenden Dörfern, wurden aus Unkenntnis – Elektrizität und Wasser – getötet. Andere setzten sich in ihre Fahrzeuge mit der Idee, mit möglichst hoher Geschwindigkeit, den Fluten zu trotzen. Ihre motorisierten Blechscherze verwandelten sich in schwimmende Särge.
Meine Folgerung: Schlecht ausgebildete Schleusenwärter heben den Intelligenzquotienten!

Gerede, Vermutungen, wo liegt die Wahrheit

Aus meinem eingeschränkt bescheidenen Blickwinkel beschreibe ich wieder einmal schonungslos ein Mosaiksteinchen familiärer Lebensqualität in Nordthailand.

Alleinstehende Thai-Mütter finden nur selten Thai-Partner. Die Machos bevorzugen jungfräuliches Fleisch. Privilegierte der Regel schwelgen in unermesslichem Reichtum. Sie bieten schnelle italienische Flitzer, Lao Khao schottischen Ursprungs, Mia Noi und garantiertes Faulenzerleben mit Taschengeld. Da das seltene Ausnahmeerscheinungen sind, haben Farang und Moslems eine gewisse Chance, eine hübsche Gefährtin mit Anhang – ohne Gewähr vor allfälligen Verlusten – zu finden.

In Gegenden, wo Minarette und Moscheen wie Pilze gedeihen und von Lautsprechern Gebetsrufe vernehmbar sind, sehen wir nur wenige Hunde. Ist es die Geräuschkulisse, welche die Kläffer verscheucht? Nein, Hunde gelten als unrein. Sie sind nicht willkommen in dieser religiösen Gemeinschaft. Wahrscheinlich sind wir deshalb zur Hundehaltung degradiert worden.
Goons mehr oder weniger ausgesetztes Tier, war zum Tode verurteilt, wenn es Dick auf meine Empfehlung nicht aufgenommen hätte. Wir kennen die Durchtriebenheit von Dicks Tochter. Sie verkaufte skrupellos einen ihrer Söhne. Die einfachsten Regeln Buddhas kannte sie nie. Sie log, stahl und trieb sich mit uniformierten Strolchen herum. Noch vor wenigen Wochen begeisterte sie als blonde Tussi im durchscheinenden luftigen Kleidchen mein Auge. Ein Flittchen, eine Flöte, auf dem Präsentierteller. Ich kannte diese Frau nicht.
Im Mai versuchte sie, von Dicks Angestellter fünfzigtausend Baht zu erpressen. Vor wenigen Wochen veröffentlichte sie auf Facebook wenig schmeichelhafte Bemerkungen über ihre Mutter. Dicks Söhne ärgerten sich über die Frechheiten und Lügen. Eine herzlich warme Tochter-Mutter-Beziehung bemerkte ich nie. Die gratis Mietwohnung in Dicks Haus benötigte nach dem Rausschmiss Reparaturen für fast hunderttausend Baht.

Gegenwärtig ist sie ehrbare Lebensgefährtin mit Kopftuch und tiefschwarzem Ganzkörperkondom, denn ihr neuester Partner verehrt Allah. Es gibt keine Hunde, Schweinereien und Unreinheiten im Haus!
Goon sorgt für ein sauberes Badezimmer. Als Ausgleich darf er zum Freitagsgebet.
Bei uns isst er, nach dem Herumtollen mit seinem Hündchen, Pilzsauce mit Schweinsfilet und Nudeln. Von Onkel Google lernte der Kleine, bis zum Alter von fünfzehn Jahren dürfe er Schweinefleisch essen. Folglich fühle ich mich nicht als Verführer, nur als Verlierer.

Dick hatte ein ernsthaftes Gespräch mit dem ausserordentlich netten Herrn. Er scheint durchaus ehrbare Absichten zu haben. Er investierte beachtliche Summen in seine Zukunft. Er besorgte ein Geschäftslokal für seine neue Frau. Er kaufte für sie ein neues Motorrad und einen neuen Wagen, nachdem sie ihr Fahrzeug während Jahren ohne jegliche Wartung zu Schrott gefahren hatte. Service, Reifenwechsel und ähnlichen Luxus gab es nur nach Pannen. Genau dieses Spiel war das Strickmuster für ihre sämtliche Lebensbelange wie Arbeit, Beziehungen zu Partnern, zu ihrer Mutter oder zu mir.
Goon könnte nur profitieren, wenn seine Mutter mit einem zuverlässigen Gefährten endlich ihre Ruhe findet. Wir zweifeln beide, ob diese Frau nach jahrelangen, ruhelosen Eskapaden ihre Chance erkennt und wahrnimmt. Materielle Güter behagten ihr. Ratschläge lehnte sie immer kategorisch ab.

Buddhistische Feiertage

Ohne viel zu denken, ergriff ich das Dhammapadam und zitierte in meinem letzten Beitrag eine Seite daraus. Der Zeitpunkt war gut gewählt, denn am Tag nach der Publikation wurde Asanha Bucha gefeiert. Die meisten Einheimischen opfern an solchen Tagen weniger Zeit und Geld im Wat, als in klimatisierten Einkaufstempeln.
Anfänglich verbrachten wir hohe Feiertage in reich geschmückten Tempeln neben Scharen von herausgeputzten, goldverzierten Ladies. Busladungen mit Touristen, Geldspendern des Tempels aus Bangkok, dekorierten das Gelände. Während der Gebete und der Ansprache des Abtes schliefen viele der Weitgereisten in den VIP-Bussen. Auf einen Schlag öffneten sich danach die Türen und die teilweise schlaftrunkenen, vielleicht angetrunkenen Gestalten übergaben dem Chef des Tempels Geschenke. Die meisten Gaben wurden von verschiedenen Spendern mehrmals dargereicht. Der Krempel wurde in den Tempel gebracht, von zahlreichen Mönchen herausgeschafft und von fröhlich lächelnden Gästen wieder zum Abt befördert. Ein köstliches Beispiel über den Kreislauf – Irrsinn – des Lebens. Das war wie eine ansteckende Krankheit. Selbst Dick ergriff einen herumstehenden Blumenstrauss und wanderte damit zum Abt.
Später einmal erzählte uns der schwer gezeichnete Abt, er schätze seine Gäste aus Bangkok wenig. Die meisten reichen Gaben seien aus anderen Tempeln unerlaubt entfernt worden. Einige Buddhas aus diesem Areal hätten, ohne sich abzumelden, den beschwerlichen Weg bis nach Amerika geschafft. Die scheinheiligen Pilger-Touristen würden während und nach der Fahrt reichlich Lao Khao schlucken und das Tempelgelände durch schamlosen Geschlechtsverkehr entweihen.
Die zeitgemässen Fahrzeuge verfügen über Toiletten. Selbst bescheidene Tempel haben solche Einrichtungen. Trotzdem wird das Gelände von feiernden Vandalen zusätzlich durch Tretminen, Fäkalien, verseucht.

Auf den Tag nach Asanha Bucha folgt Khao Pansa, Buddhist Lent. Das ist eigentlich der Beginn der Regenzeit. Früher blieben die Mönche während drei Monaten im Tempel – in Regenzeitklausur. Diese Zeit wird im Englischen buddhistische Fastenzeit genannt. Das ist unkorrekt, weil nicht gefastet wird.
Wie wir auf unseren ausgedehnten Reisen feststellten, erlauben sich nun die selbsternannten Halbgötter in Gelb, selbst während den drei Monaten jeden Luxus, inklusive Fernreisen mit Flugzeugen.

Wie leichtsinnig in Thailand mit Daten und Terminen umgegangen wird, zeigt (2). Das Datum für Khao Pansa ist schlicht falsch. 2017 – Tuesday, July 11. Übertroffen durch: “This holiday has been celebrated and observed over thousands of years”. Die Aussage ist knapp übertrieben. Wie alt ist der Buddhismus – in Thailand? Die Tempel sind bereits angekommen, während die Mehrzahl der Einheimischen immer noch gefürchteten zahllosen Geistern opfern.

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Asalha_Puja
(2) https://www.calendardate.com/th_buddhist_lent_day.htm
(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Khao_Phansa

Blumen, Gurken, Einbrecher und Spezial-Ermittler

Auf der letzten Etappe der Reise von Satun nach Chiang Mai erhielt Dick den Anruf einer Nachbarin aus der Gegend des Gästehauses. Die Frau berichtete, Einbrecher hätten in der Nacht die Wand über den Küchenfenstern zerstört und seien auf diesem Weg in das Haus eingedrungen. Ich lachte kurz und erklärte Dick:
„Die müssten ja total blöd oder besoffen sein, um über den Fenstern ins Haus einzusteigen, wenn sie mit einem einzigen Hammer-Schlag das gesamte Glas entfernen können!“
Nachforschungen ergaben, im Haus fehlte nichts. Die Decke war unversehrt. Die Fassade war eindeutig beschädigt.

Es gab eine ums Haus rankende Pflanze. Nach einem Jahr erfreute sie uns mit wunderschönen Blüten. Einige Jahre später gediehen aus den Blumen gurkenartige Früchte. Kein Mensch wusste, was es war. Während unserer Abwesenheit rankte sich das Pflänzchen über die Küchenfenster empor und fixierte sich an der Verkleidung darüber. Starke Sturmwinde rissen des Nachts die Pflanze samt Gemüse und Fassade hinunter. Eine Holzkonstruktion, sie hielt die Teile einst zusammen, war teils verfault, teils von Insekten gefressen. Dick war mit der Krankenpflege einer anspruchsvollen Patientin mehr als beschäftigt. Die zusätzliche Bauüberwachung war ein angenehmer Zeitvertrieb.

Die ungestümen Arbeiter, mit mehr Kraft als Hirn, mussten überwacht werden. Die hätten gleichzeitig mit dem schadhaften Holz zusätzlich problemlos das halbe Dach entfernt. Ein Stück Wasserleitung mit Ventil, dazu eine Gartenbeleuchtung wurden geopfert. Während vier Tagen wurde sorgfältig Holz entfernt. Danach schweissten die Spezialisten Stahlprofile an, ohne dass die Hütte Feuer fing!

Zufälle gibt es kaum. Am Tage, als unsere unzufriedene Kranke freiwillig verreiste, feierten die Arbeiter abends an den Steintischen im Garten des Gästehauses mit Lao Khao. Der Grund war nicht der Abgang der Alten, aber am folgenden Tag würde die Reparatur abgeschlossen. Nach unserem obligaten Kokoswasser-Cocktail sagte Dick:
„Ich gehe zum Gästehaus, schmeisse die Säufer hinaus und schliesse ab.“ Danach begann für mich eine endlose Wartezeit.

Dick war kaum bei den fröhlich Feiernden, als vier uniformierte Militärpolizisten eintraten. Sie grüssten und meldeten: „Drogenkontrolle!“
Dick wurde einmal mehr des Handels bezichtigt. Die Einsatztruppe kontrollierte Ausweise. Jeder pinkelte. Die Analysen waren negativ. Gründlich Spurensuchen im ganzen Haus verliefen ergebnislos. Die Beamten waren freundlich und schenkten den Feiernden zusätzliches Bier.
Dick fragte: „Wer machte die Anzeige?“
Der Leiter der Spezialisten aus Bangkok sagte grimmig ein Wort: „Familie.“

Warme Regengüsse und amtliche Ergüsse begrüssen das neue Jahr

Zwischen dem 29. Dezember und dem 4. Januar starben mindestens 478 Menschen auf den Strassen Thailands. Das ist seit zehn Jahren der absolute Rekord. Wie üblich sind die meisten Opfer Mopedfahrer. Manche trugen weder Helm noch Gurten. Dafür desinfizierten sie sich vorher für die gefährlichen Fahrten prophylaktisch mit Alkohol. Wie viele Liter J.W. und Lao Khao insgesamt vernichtet wurden, weiss ich nicht.
Dagegen ist mir das Trink-Ritual bestens bekannt. Mann nimmt ein möglichst langes Long Drink Glas und füllt es mit Eis auf. Die Lücken im Mauerwerk werden dann mit Schnaps geschlossen. Durch die Wirkung der Kälte kann dadurch jeder sogar vierzig prozentigen, teuren französischen Cognac problemlos hinunter gurgeln.
Ende des Monats wird dieselbe wichtige Zeremonie von den Chinesen zum Frühlingsfest feierlich begangen.

Südlich von Chumphon funktionieren gegenwärtig weder der Strassen- noch der Bahnverkehr. In Nakhon Si Thammarat ist der Flughafen wegen Überschwemmungen geschlossen. Es schüttet munter weiter.
Es wäre möglich, dass im Süden das Bier des Nordens knapp wird. Wir haben uns vorsichtigerweise mit reichlich Trinkwasser eingedeckt.
Im Häuschen ist es 26 °C warm bei 85 Prozent relativer Feuchtigkeit. Aus reinem Selbsterhaltungstrieb empfiehlt es sich, nur trockene Weine zu trinken!
Aus der Bananen-Ernte fritierte Dick mit einer Freundin Chips. Sie fanden reissenden Absatz. Wir selbst machten achthundert Gramm Bananen-Konfitüre. Für mehr fehlten die Vorratsgläser. Dagegen wären leere Flaschen vorhanden. Was fehlt, ist einzig die Destillation.
Mit Beziehungen und etwas Glück könnten wir so ein Gerät aus Armee- oder Polizei-Beständen erwerben. Die Ordnungskräfte holen die teuren Maschinen im Isan ohne jegliche Voranmeldungen ab. Als demokratischen Ausgleich könnte man das Entwicklungsgebiet Südthailand mit Destillations-Anlagen technisch aufrüsten. Während des Brennens hätten die Einwohner keine Zeit, Bomben zu bauen. Globale Werbesprüche für unser Produkt hätte ich bereits vorbereitet:
Low, the biological banana liar. The lower the liar, the higher the flyer. Lows banana still standing strong.

Über die Festtage erfreuten uns aufmerksame Grossmärkte mit Überraschungen, wie Toblerone mit ranzigen Mandeln, dafür mit dreissig Prozent Nachlass. Zusätzlich gab es Spezialaktionen, lies Spekulationen, mit Zucker. Makro bot fünf mal ein Kilogramm zum Spezialpreis als Gesamtpacket an. Bei Big C war es umgekehrt. Da durfte man zum Sonderpreis bloss sechs Kilogramm einpacken.

Hinterindiens Nachtwandler und Tagträumer

Man möchte eigentlich informiert sein über Ereignisse und Geschehen im Gastland. Ein einstiger Soldat und General, ohne jegliche Re-in-karnation – jetziger Ministerpräsident, Prayut Chan-o.cha, wollte ein wöchentliches Fernsehprogramm, um Fremden seine Regierungsrichtlinien verständlich zu machen. Dazu wurde „The Insider“ entwickelt. Danke dafür, dass als erstes Ausländer durch eine neue, pseudo-intellektuellere Sendung von Seifenopern und bescheidenster (bescheuerter) Unterhaltung entlastet wurden.

Ich hatte das Vergnügen, „The Insider, Ep. 3“ zu betrachten. Herr Maj. Gen. Werachon Sukondhapatipak interviewte Doktor Porametee Vimolsiri. Entweder trug der Doktor eine Maske oder liess sein Gesicht mit Botox auf ein schmerzhaft seriöses Dauerlächeln fixieren. Das Thema war der Übergang von fünf-Jahresplänen auf ein zwanzig Jahre Diktat. Ich hätte die Aussagen von fünfzehn Minuten auf drei Minuten verkürzen können. Möglicherweise hätte leider meine Geschwindigkeit der extremen Wichtigkeit der Botschaft nicht entsprochen.
Die Mindest-Einkommen sollen von 6‘000 $US auf 13‘000 $US erhöht werden. Das Problem ist jedoch nicht die Erhöhung der Bezüge, sondern vielmehr die Erhaltung der Kaufkraft. Wenn in den USA die Notenpresse weiter läuft wie bis anhin, verdienen Thais in wenigen Monaten 13‘000 $, ohne dass sie sich schuldenfrei mehr leisten können.

Ich arbeitete einst in mittleren Westen der USA. Ein Dollar wurde damals zu ungefähr 4.50 Fr. berechnet. Die amerikanische Währung verlor über 80 Prozent an Wert, oder der Franken wurde entsprechend stärker. Ein Dollar galt seinerzeit zwanzig Baht!

Langfristige Prognosen bergen Risiken. Vor zwanzig Jahren, 1996 brachte NOKIA den Communicator 9000 auf den Markt. Das erste Smartphone der Welt! Die Geschwindigkeit war mit 9.6 kBit/sek äusserst bescheiden. Ständige schnelle Datenverbindungen, wie UMTS oder LTE, gab es nicht. Verbindungen waren unbezahlbar teuer, weil die Zeit – nicht das Datenvolumen berechnet wurde. Wer hätte damals gedacht, dass es NOKIA in zwanzig Jahren nicht mehr gibt.

Wir kehrten im Mai von Satun in den Norden zurück. Die Preise der Lebensmittel waren hoch. Jedoch waren die Qualitäten von Fleisch und Gemüsen am unteren Ende unserer Empfindungen. Die Provinz Satun mit bloss etwa 100‘000 Einwohnern bietet dagegen vergleichsweise meist hochwertige Frischprodukte an.

Übel spielten um Chiang Mai die Apotheken mit: „Diese Antibiotika haben wir erst morgen wieder. Ihre Bakterien müssen sich gedulden!“
Mittlere Heftpflastergrössen gab es nicht mehr. Antiseptica wie Betadine verteuerte sich extrem. Ich benötige täglich ungefähr einen Milliliter. Früher bezahlten wir für ein Fläschchen von dreissig Millilitern vierzig Baht. Halbliterflaschen gab es um zweihundert Baht.
Dreissig Milliliter Gebinde gibt es gegenwärtig nicht mehr. Sie wurden durch fünfzehn Milliliter Fläschchen ersetzt. Der Preis: Stolze dreissig Baht mit dem Ziel: wachsende Abfallhalden, nachdem Exporte und Importe extrem zurückgingen!
Macro bietet importierte Povidon-Iod Lösung aus den USA an. Fünfzehn Milliliter kosten beim Bezug von zwölf Einheiten nur zwölfeinhalb Baht. Offizieller Verkaufspreis: Fünfundzwanzig Baht. Einheimische benutzen mit Vorteil Lao Khao, äusserlich wie innerlich!