Zurück an den Absender

Vorsichtig schrieb ich am 4. Juni: Das war’s dann wohl… Misstritte.
Unter lauten Missfallensäusserungen verliess uns damals glücklicherweise Dicks Mutter. Sie machte wenig Werbung für uns und unseren Beistand in schweren Stunden. Nein, sie und ihre Helfer forderten mehr. Sie verlangten bessere, vor allem teurere Krankenhäuser. Sie bezichtigten uns des Diebstahls laotischer Schätze und Wertgegenstände, die dann sogleich für zwanzig Baht verschleudert wurden. Es handelte sich um handgefertigte Bronzeschalen und Gefässe, die durch ihre Unvollkommenheiten ihren besonderen Charme entfalteten. Wir retteten die stark oxydierten Gegenstände während des Hausbaus aus dem Müll und polierten das Bunt-Metall sorgfältig.

Das Schicksal, speziell dessen Verwalter, muss mich abgrundtief hassen. Das eingeschränkte Dasein im Rollstuhl ist nicht problematisch genug. Seit fünf Jahren leide ich zusätzlich an Schmerzen und Bewegungsstörungen in den Armen. Essen, Trinken, Transfers aufs WC und ins Automobil sind öfters fast unmöglich. Reisen mit Hotelaufenthalten wurden schwierig bis unmöglich.

Gestern erhielten wir gratis, Lieferung franko Domizil, eine zusätzliche Bescherung. Geschenke sind willkommen. Auf dieses hätten wir gerne verzichtet. Weihnachten ist erst in drei Monaten. Ein Dorfvorsteher aus Zentralthailand brachte mit einer Begleittruppe von sechs Leuten Dicks Mutter zurück. Sie lebte seit kurzer Zeit ohne jegliche Betreuung. Die Erbschleicher verzogen sich, als sie bemerkten, dass gar nichts mehr zu holen war. Die Alte verlor aus reiner Habgier ihren gesamten Besitz. Das Wohnhaus konnte sie nicht verschleudern, denn das Land gehört Dick. Anscheinend terrorisierte die geistig labile Person aus Langeweile ihre Nachbarn.

Glücklicherweise bleibt uns die Rückzugsmöglichkeit in den Süden erhalten. Ich bin nicht verheiratet. Sonst wäre diese zweifelhafte Bescherung sogar Verwandtschaft.

https://hinterindien.com/2017/06/04/das-wars-dann-wohl-misstritte/

Ungebremste Fleischeslust in Phetchaburi

Eine Mondseite des Lebens lernte ich in diesem Städtchen kennen. Wir waren hungrig. Dick fragte einen jungen Mitarbeiter im Hotel, wie denn das Restaurant kurz nach dem Big C sei. Gut und günstig, meinte der Gefragte.
Ich war enttäuscht. Zwanzig vorgekochte, kalte Speisen litten unter dauerndem schweren Fliegenbeschiss und warteten auf zweibeinige Gäste. Dick gelüstete trotzdem nach Moo Daeng, dem rotem Schweinefleisch. Sie bestellte zusätzlich zwei frisch zubereitete Speisen, Moo Manao, Pilze und Reis. Geschnetzeltes zähes Schwein wurde lieblos in Limonensirup gegart. Die Dekoration, delikates, schmackhaftes Gemüse und Salate fehlten. Moo Daeng war eine vertrocknete Zumutung. Am besten mundeten die Pilze. Ich versuchte den Frass, aber bald schlang ich nichts mehr hinunter. Zu spät, ich war bereits leicht vergiftet.
Wir traten den Rückweg an. Gegenüber dem Hotel war die Chabar. Das war ein Ladengeschäft, das vornehmlich auf den abendlichen Verkauf von jungem, weiblichem Fleisch spezialisiert war. Wir suchten das Lokal auf, um anständige Häppchen zu verspeisen. Die Bar mixte keine Cocktails. Die Damen mischten bloss Eiswürfel in Bier und potente Schnäpse.
Dutzende aufgetakelter Schönheiten warteten gelangweilt in handgeschmiedeten Brautkleidern auf zahlungskräftige Kundschaft. Es waren alles Blondinen, mit langen schwarzen Wimpern. Die hätten sich zum Klavierspielen geeignet. Die Wimpern – zum Klimpern, nicht die Weiber.
Die Gesichter waren unter dichten Puderschichten versteckt. Die Lippen glänzten rotlakiert wie italienische Neuwagen der Oberklasse. Während unserer Anwesenheit traf eine neue Frischfleischlieferung aus Laos ein. Diese Töchter schienen mit ihrem zukünftigen Lebenserwerb einverstanden. Keine weinte oder zeterte, wie dies durch Lügen unbefriedigter Missionare über entführte Jungfrauen weisgemacht wird.
Später fuhren lebenslustige Kunden mit ihren fahrbaren Untersätzen vor. Auf der Schnellstrasse standen auf zwei Spuren Vehikel, vom rustikalen Eierschüttler bis zur fahrbaren Luxus-Matratze. Der Laden war vollgestopft. Die elektronisch verstärken Bässe liessen das Hotel zwei Fahrbahnen weiter vibrieren. Neue Gäste drängten hinzu. Die Sitzplätze vor dem Etablissement waren längst besetzt. (1) Unverzagte sassen mit ihrem geeisten Fusel am und auf dem Gehsteig. Andere tanzten im dröhnenden Lärm auf der Strasse. Dies bis zwei Uhr.
Chabar am Tag
Als Dick am Vortag mit dem Betreiber des Hotels telefonierte, sagte er, sofern wir gleich bezahlen, überlasse er uns ein Zimmer für tausend Baht, der Normalpreis sei tausenddreihundert. Wie sollten wir den Betrag um zweiundzwanzig Uhr sogleich überweisen? Als wir ankamen und ich die Chabar gegenüber bemerkte, wollte ich möglichst hoch hinauf, denn ich wusste, wie die Bässe krachten. Am Ende knöpfte uns der gerissene Gauner tausendneunhundert Baht ab. Die Investition lohnte sich. Ich hatte kein Klingeln in den Ohren, genannt Tinnitus. Das Rumpeln in den Eingeweiden genügte vollständig.
Phetchaburi
(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Etablissement

Kleine Glauwnereien

Anfänglich betrachtete ich viele Einheimische als Clowns, Lebenskünstler und Gunstgewerblerinnen. Im Land des Lächelns lachte ich ebenfalls während Jahren mit mandeläugigen, zusätzlich schlitzohrigen Scherzkeksen. Mit der Zeit sah ich in diesen Auftritten keine schelmischen Clownereien mehr, sondern ausschliesslich primitive Gaunereien. Alle diese ernsthaften, beinahe wissenschaftlich arbeitenden Münzsammler dürfen als Numismatiker bezeichnet werden. Über ihren Einfaltsreichtum darf man trotzdem schmunzeln.

In der Nähe von Chiang Khong steht die vierte Freundschaftsbrücke über den Mekong nach Laos. Da muss eine äusserst innige, beinahe intime Freundschaft mit dem Nachbarland herrschen. In der Schweiz gibt es keine Freundschaftsbrücken ins benachbarte Ausland. Offenbar hassen sich die Europäer abgrundtief, was dennoch äusserst einfache Grenzübertritte ermöglicht. Kontrollen, Ausweise, Papiere, Visa und Stempel kennen wir gegenwärtig kaum noch.

Seit es die Brücke bei Chiang Khong gibt, ist der Bootsverkehr ins Nachbarland für Fremde nicht mehr erlaubt. Man muss statt dessen den meilenweiten Umweg über die Freundschaftsbrücke ins eigentlich knapp fünf Minuten entfernte HuayXai benutzen.
Tuk Tuk oder Taxis mit Passagieren dürfen den Freundschaftsweg, vor allem die Brücke, nicht befahren. Die Menschen verlassen in Thailand die Zubringer-Fahrzeuge, stehen an den polizeilichen Kontrollstellen und lächeln in die Computer-Kameras. Nach der Überprüfung durch uniformierte, qualifizierte Grenzbeamte marschieren die Ausreisenden mit ihrem Gepäck zur Busstation. Dort erstehen sie einen Fahrschein für fünfundzwanzig Baht zwecks Reise über die Freundschaftsbrücke Nummer vier.Graphic1
Auf dem Schein ist der Preis mit zwanzig Baht vermerkt. Kassiert werden aber fünfundzwanzig Baht.
Der Grund ist ein Stempel auf dem Ticket mit der für mich unklaren Mitteilung:
”Working Overtime for Passengers (Immigration Thailand) 5 Baht.”
Wer erhält denn die fünf Baht, die Immigration oder die Busbetreiber?
Nach der Ankunft auf der laotischen Seite, werden für ausländische Passagiere saftige Visagebühren in US $ fällig. Für einige Länder gibt es Ausnahmen. Nach dem umständlichen Ausfüllen der Formulare und der erteilten Einreiseerlaubnis, dürfen lebensgefährliche laotische Fahrzeuge gemietet werden.
Anstelle einer Flussfahrt von einigen Minuten für zwanzig Baht, benötigten die Reisenden je nach Wartezeit für den Bus einige Stunden. Die Reise-Kosten zum nächsten angebotenen Bier dürften mindestens das Zwanzigfache, etwa 400 Baht, für gelebte und erlebte ASEAN Freundschaft, betragen.

In der guten alten Zeit reiste meine Tochter ohne Visum und Stempel im Boot über den Mekong und besorgte einige Büchsen billiges, besseres Bier.

Chiang Khong

Chiang Khong, Thailand, liegt 115 Kilometer nordöstlich von Chiang Rai. Das malerische Städtchen befindet sich am Mekong-Fluss an der Grenze zu Laos. Gegenüber liegt Huayxai, in der laotischen Provinz Bokeo.
Von Chiang Khong nach Chiang Saen sind es je nach Strassenzustand 55 Kilometer. Die meist gut ausgebaute Strasse führt auf einem Teil der Strecke dem Mekong entlang. Auf den hügeligen Strassenabschnitten bewundert man herrliche Ausblicke über die abwechslungsreichenen Landschaften am Fluss. Je nach Wetter ist es eine grossartige Panoramafahrt durch die nordthailändische Dschungel- und Hügel-Welt.
Im April findet in Chiang Khong die Pla Bük-Zeremonie statt. Der Pla Bük ist eine der grössten Wels Arten. Diese Fische erreichten Längen von bis zu zweieinhalb Metern und Gewichte von bis zu 300 Kilogramm. Mit den vorgesehenen Staustufen des Flusses zur Stromerzeugung ist ihre Zukunft allerdings nicht gesichert.
Einige Bilder aus der Stadt zeigen erste Eindrücke.
anus+

Was ist das?

guesthouse
Gästehaus gehörnte Nak
Auflösung: Gehörnte Nak, Naga, mit Löwen-Verschluss-Ventil

Alte Häuser nak naga
palace chiang khong
Wollten sie schon lange in einem Palace Hotel nächtigen und konnten es mangels Mittel nicht? Chiang Khong ermöglicht es für vierhundert Baht. Ältere Räume, sogar mit Autounterstand, sind für dreihundert Baht im Angebot.

Vom Tellerwäscher zum Millionär

Beim Lesen der Lebensläufe verschiedener Multimillionäre bemerkte ich, dass eigentlich niemand mit Tellerwaschen reich wurde. Die waren alle schlau genug, das Metier zu wechseln und einträglichere Beschäftigungen zu suchen, wie beispielsweise John D. Rockefeller. (1)

John Davison Rockefeller wurde am 8. Juli 1839 in Richford, New York, geboren. Rockefeller soll sein Taschengeld während der Schulzeit durch Tellerwaschen und als Page erworben haben.

Der amerikanische Unternehmer wurde später durch die Raffinierung von Rohöl, mit Standard Oil – heute Exxon, zum damals reichsten Menschen der Welt. Er war skrupellos, übervorteile Aktionäre, manipulierte Aktienkurse, bestach Richter und Politiker. Seine Konkurrenten wurden oft mit zweifelhaften Mitteln ausgeschaltet. Für diese Schandtaten wurde Rockefeller nie verurteilt. (2)
Ein Porträt von Rockefeller erinnerte mich an die Fratze des Finanz-Jongleurs Martin Ebner mit Fliege. (3)

Dick war krank. Deshalb arbeitete ich in der Küche am Spültrog und hatte beim gemächlichen Tellerwaschen genügend Zeit zum Nachdenken. Die Geschwindigkeit wurde beschränkt durch meine schmerzenden Handgelenke und die Gefühlsstörungen, denn ich wollte die Teller waschen, nicht zerbrechen.

Ich schaffte den mühsamen Weg vom Tellerwäscher zum Millionär.
Wir reisten nach Vientiane, Hauptstadt der demokratischen Volksrepublik Laos, ສາທາລະນະລັດ ປະຊາທິປະໄຕ ປະຊາຊົນລາວ, transkribiert Sathalanalat Paxathipatai Paxaxon Lao. (4) Die freundliche Dame am Bankschalter übergab mir 1,6 Millionen Kip. Flags
Im Land des Lächelns schafften mehrere Farang den umgekehrten Weg – vom Millionär zum Tellerwäscher, egal ob Dollar, Euro oder Pfund.
Bereits vor der Einführung des Euros beobachtete ich eine Angleichung der Währungen: Für ein Pfund griechischer Drachmen oder italienischer Lire gab es einen Dollar.

(1) https://de.wikipedia.org/wiki/John_D._Rockefeller
(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Ludlow-Massaker
(Woody Guthrie) https://www.youtube.com/watch?v=XDd64suDz1A
(3) https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Ebner_(Bankier)
(4) https://de.wikipedia.org/wiki/Laos

Nong Khai, Sala Kaeo Ku

Die Stadt Nong Khai erlebte in der Mitte der neunziger Jahre einen Wachstumsschub. Der Grund war der Brückenbau über den Mekong. Ohne die Besucher aus Laos, sie kaufen vorwiegend Textilien, würde die Stadt vollkommen in der Bedeutungslosigkeit versinken.
Für Eingeweihte gibt es, etwas versteckt – annähernd drei Kilometer östlich der Stadt, Sala Kaeo Ku, ศาลาแก้วกู่.
Der Künstler und Mystiker Luang Pu Bunleua Sulilat errichtete im benachbarten Laos ab 1958 einen Buddha Park. Diese Anlage liegt ungefähr fünfundzwanzig Kilometer östlich von Vieng Chan. Als 1975 die Kommunisten in Laos die Macht übernahmen, flüchtete Bunleua über den Mekong zurück in seine Heimat. KaeKu1516
kaeku 1928
Er begann 1978, ungefähr drei Kilometer östlich des Zentrums von Nong Khai, mit viel Phantasie und noch mehr Zement, den Park Sala Kaeo Ku zu gestalten. Die mächtigen Skulpturen sind teilweise zwanzig Meter hoch.KaeKu3
Bunleua Sulilat wurde 1932 als siebentes von acht Kindern einer Familie in der Provinz Nong Khai geboren. Er starb 1996. Der mumifizierte Leichnam ist im dritten Geschoss des Hauptgebäudes im Park aufgebahrt.
Der Titel „Luang Pu“ ist eigentlich Mönchen vorbehalten. Sulilat war eine exzentrische und fesselnde Persönlichkeit. In Verbindung mit der gezeigten Mischung von Hinduismus, Buddhismus, beide teilweise mit einer Spur von balinesischem Einfluss, wurde er als Deuter zum Sektenführer. Böse Zeitgenossen behaupteten, der Künstler sei verrückt.KaeKu4
KaeKu1953
KaeKu6
KaeKu1955
Die tiefen Eindrücke auf uns können die wenigen Bilder, eine kleine Auswahl aus über hundert Aufnahmen, kaum vermitteln. Dick war fest eingebunden in eine Zementwelt gewaltiger Bildwerke. Sie opferte Blumen und Weihrauch, als sie die ergreifenden Darstellungen des Lebenszyklus erlebte und fühlte.
Meine Wenigkeit dagegen bewahrte ruhiges Blut und kühlte den Körper zusätzlich mit einem kalten, isotonischen Getränk ab. Es war ein heisser Tag. Sogar die Kamera fühlte sich warm an. Der Auslöser brannte unter dem Finger. Gibt es Fotoapparate für Linkshänder?
KaeKuTauben
KaeKu Sockel Buddha
KaeKu1939
KaeKu1961
KaeKu1968

http://de.wikipedia.org/wiki/Sala_Kaeo_Ku
http://en.wikipedia.org/wiki/Bunleua_Sulilat

Die Parks befinden sich am Mekong fast gegenüber.
In Laos : 17.912245 102.765079
Thailand: 17.8870818 102.7826244

Uferstrecken am Mekong

Nach einem unglaublichen Monat im Dorf trieb uns der täglich professionell angewandte Schwachsinn der Nachbarn, die Verwandtschaft inbegriffen, zu einem vorgezogenen Visarun. Meine Meldefrist für neunzig Tage Aufenthalt läuft demnächst ab. Anstatt während Stunden der Hitze und den Abgasen der ohnehin überlaufenen Amtsstelle in Chiang Mai ausgesetzt zu sein, reisten wir über Loei nach Nong Khai. Wie ein Magnet zog uns in der Stadt der Mekong an.
Entlang des Flusses gibt es einige Lokale, die eigentlich zum Verweilen einladen sollten. Das Ufer ist durch eine Betonstrasse mit Brüstung gegen Hochwasser vermauert. Das Material strahlt die Hitze nicht nur ab, es speichert sie. Ohne schattenspendende Bäume wird es bei schönem Wetter eher ungemütlich. Zum Spazieren empfehle ich hitzeschützende Schuhe und Beinkleider.
Die strenge Gesetzgebung betreffend den reduzierten Ausschank überteuerter alkoholischer Getränke ist für den Umsatz der Kneipen wenig förderlich. Am Montag, einem buddhistischen Feiertag, gab es zum Fisch am Fluss bloss Wasser, für Einheimische bunt gefärbt und stark gezuckert. Im Hotel dagegen wurden zu den unvermeidlichen, zeitweise schwer verdaulichen Karaokeklängen, unbekümmert Feuerwasser und Bier heran geschleppt.
Nach zwei Nächten reisten wir nach Vientiane. (1) Wir besitzen noch keine Fahrzeugschilder für fünfundzwanzig Millionen (2) und mussten deshalb den neuen Wagen beim Hotel in Nong Khai stehen lassen. Der freundliche und hilfsbereite Taxifahrer konnte nicht rechnen. Er erzählte uns, Laos sei teuer. Hundert Baht wären tausend Kip. In Wirklichkeit gibt es vierundzwanzig Mal mehr. Die Bank der demokratischen Volksrepublik Laos vermittelte mir als helvetischem Kapitalisten  Glücksgefühle: Für zweihundert Franken durfte ich über 1.6 Millionen Kip in den Händen halten.vientiane
Das Hotel am Fluss behagte uns. Anders als im verordneten trockenen Kneipen-Klima von Nong Khai, standen in nächster Umgebung verlockende Magenstimulierungsinstitute. Auf hunderten von Metern war die Uferpromenade mit einladenden Stühlen und Tischen möbliert.
Spirit houseIm Spirit House sassen im Schatten alter Bäume auf Holzbänken lauter fröhliche Menschen. Ich interessierte mich von Anbeginn an für Geister und Geisterhäuser. (3) Im Geisterhaus werden geistige Getränke in Flaschen und Gläsern angeboten. An den Ufern des Mekong reizte mich natürlich der Mekong High Tea. Diese spezielle Mischung enthält Wachholder, Pfirsich Tee und Gurken-Scheiben.
Schwaden von Düften aus Garküchen und von zahlreichen Feuerstellen stimmten, besser als teurer Weihrauch, Geister, Götter und Menschen – Laoten und zugereiste Chaoten – freundlich. Wein ist in den Gaststätten jederzeit einfach und preisgünstig erhältlich. Trotz niedrigem Pegel des Flusses, zwei Drittel des Bettes sind trocken, herrscht Hochstimmung.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Vientiane
(2) https://hinterindien.com/2015/05/23/das-kasten-wesen-thailands/
(3) https://hinterindien.com/2012/04/10/mae-nak-phra-khanong/
(3) https://hinterindien.com/2012/04/09/geister-gespenster-gemahlinnen-gelehrte-bananen-und-andere-pflanzen/