Sepp Blatter schuldlos: Fussball-Skandal in Satun

Der grosse Schriftgelehrte Arthur Koestler verfasste ein Buch, an dem ich in Europa 1972 lange kaute und verdaute: „Die Wurzeln des Zufalls“. Koestlers These: „Der Okkultismus wird zusehends wissenschaftlicher und die Wissenschaft wird täglich okkulter.“
Das Beste in Hinterindien ist: Zufälle gibt es nicht. In den letzten Tagen beeindruckte mich ein ausserordentlich niederträchtiger Mönch durch nicht eingehaltene Regeln. Regeln und Gesetze müssen gebrochen werden. Ohne Rechtsbrecher und Vagabunden würden hunderttausende Ordnungshüter überflüssig und arbeitslos.
Der Pseudo-Kleriker lenkte betrunken ein Automobil. Mönche sollten weder lenken, noch trinken. Als ihn die Polizei anhielt und kontrollierte, trug er in seiner safranfarbenen Wickel-Robe gut versteckt, im Süden offenbar üblich, einige Bomben.

Eines Samstags glitten wir im Mitsubishi inmitten hunderter Mopedfahrer Richtung Satun. (1) Wir wurden dauernd überholt. Links, rechts, zick-zack, unten durch. Ein Wunder, dass keiner aufs Dach krachte. Wohin wollten alle diese Menschen? Gab es Freibier, Lao Khao oder gar gebrannte Wasser von Johnnie Walkers Söhnen im Big C?
An unserer Strasse liegt das wichtige Fussballstadion von Satun. All diese Leute, zusätzlich einige Automobilisten und Fussgänger, bezahlten siebzig Baht, das entspricht mindestens zwei grösseren Mahlzeiten, für neunzig Minuten Unterhaltung mit thailändischer Rasenakrobatik.(2) fc satun Während einem der grössten thailändischen Fussball-Duelle des Jahres weilten wir in Kuah. Wir vernahmen aus der Ferne: Satun verlor gegen Khon Kaen. Der Polizeichef von Satun und zehn weitere hochrangige Offiziere wurden nach der Niederlage auf Befehl aus Bangkok auf inaktive Posten versetzt. Warum?
Eine importierte Schlägertruppe (aus Krung Thep?) attackierte bei Spielende den Schieds- und die Linienrichter. Wenige hirnlose Satuner machten mit. Der Verlust gegen die Isaner war doch äusserst schmerzhaft.
Die unfähigen Chef-Beamten, die nicht in der Lage waren, die Unparteiischen zu beschützen, wurden auf höchste Anordnung der Landesregierung aus dem Dienst entfernt. Sie wurden umgehend durch qualifizierte Offiziere der Armee aus Bangkok ersetzt.
Deren ausserordentliche Fähigkeiten wurden letzten Samstag voll bestätigt. Es war kein Fussballfest, aber eine grosskalibrige Karaoke-Maschine in der Nachbarschaft lärmte von 14 00 bis 03 00 Uhr durchgehend. War es der fröhliche Einstand des neuen Polizei-Chefs?
Nicht der Zufall, sondern Gelegenheits-Okkultismus gemischt mit hoher Politik, wollen den erfolgreichen Verein wegen Provokation für drei Jahre sperren!

(1) http://www.mitsubishi-motors.at/attrage/#!
(2) https://en.wikipedia.org/wiki/Satun_United_F.C.
Die Fussballfreunde werden sich feuen!
https://hinterindien.com/2014/06/10/frohliches-thailand-nach-argernis-demokratie/
Pheneas sagte bereits am 14. Juni 2014 um 16:15 :
Ein bekloppteres, von kopfballgeschädigten Akteuren verursachtes Eigentor, werden auch die nächsten 10-FIFA-Games nicht hergeben.

Zweitausend und dreizehn

Die Suche nach Ausreden war ergiebig: Ausreden – für verspätete Blogbeiträge. Bisher hatte ich kaum Probleme mit der Dreizehn.
Ich kenne männliche Wesen, die an einem Dreizehnten ihre zukünftige Frau trafen. Folglich wurde dann am Dreizehnten geheiratet. Das verflixte siebente Jahr meisterten beide problemlos. Ich selbst scheiterte daran.

Unser Jahr 2013 begann ruhig, steigerte sich mit gelungenen Reisen. Anfangs Februar setzte eine Pechsträhne ein. Vielleicht deshalb, weil ich mich gegen Dorfzauber stellte. (1) Um dreizehn Uhr brach ich den Fuss. Der schwoll schnell an, Format Wassermelone. Er verfärbte sich rot, dann blau und grün. Die Röntgenbilder zeigten: Gleich doppelt gebrochen.
Zusätzlich zu den Brüchen, riss ich mir den Oberschenkelmuskel entzwei. Der kleinere Teil hängt am Hüftgelenk, der grössere Rest an der Knieseite. Damit muss ich leben.
Ich kann, denn ich bin Blogger, kein Fussballer.

Leider verletzte ich ferner das rechte Schultergelenk. Das spürte ich, als der Fuss richtig schön summte und brummte, noch nicht  Wenn ich den Arm nicht brauche, bin ich schmerzfrei. Weine entkorken, unmöglich. Auto lenken geht kaum. Tippen an der Tastatur ist je nach Tischhöhe mal Alkoholpegel möglich. Die genaue Formel bestimmte ich noch nicht. Manchmal flattern bei Schmerz die Finger. Gegenmittel: An einem Glas, gefüllt mit kalten, spirituellen Säften, festkrallen.
Diesen Widerwärtigkeiten, nicht den Säften, entfliehen wir demnächst. Wir erforschen Inseln und ihre Bewohner(innen) im südchinesischen Meer. Die Gründe sind:
Der Einflusshorizont der Hexenmeister ist unter glücklichen Umständen geographisch begrenzt. Wenn nicht, vernahm ich in Wahnsinn aus dem Wok:
Im Islam ist Okkultismus verboten. Aber es gibt in Malaysia muslimische Bomohs. Sie vertreiben Geister, Phi und Jinn, mit Koransuren. (1)
Während ich mir meine Ausreden im Kopf zurechtlegte, verfasste Pheneas Prettiwillie unabhängig davon, einen weiteren Artikel über die Zahl 13 in Thailand. (3)
Leider sind Internetzugänge von den Inseln geschwindigkeitsmässig sehr begrenzt.
Aber sie, geschätzte Leser(innen), werden vermutlich von uns hören und sehen.Monk1

Dick, Kamera und Low, Wort,
mit den besten Wünschen zu Songkran!

(1)
https://hinterindien.com/2013/04/12/spiel-mit-harten-ballen/
(2)
http://wahnsinnausdemwok.wordpress.com/2011/05/29/1175-e-stundenlohn-wer-arbeitet-ist-blo%CE%B2-zu-blod-zum-zaubern/
(3)
http://wahnsinnausdemwok.wordpress.com/2013/04/15/thailand-jeder-tag-freitag-der-13/

Fachkundiges aus dem TIP Forum:
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=14339.msg1080546;topicseen#msg1080546