Gesammelte Leckerbissen über 1700 Kilometer

Am Ende einer harten Tagestrecke freuen wir uns stets auf das Abendessen. Wir fanden auf dem langen Weg nur zwei herausragende Küchen. Die eine befindet sich in Nakhon Sawan. Die Thai Küche ist wieder grossartig, seitdem der letzte Koch gefeuert wurde.
Die zweite Station, die ich sofort wieder aufsuchen würde, ist in Nakhon Pathom, das chinesische Restaurant des Mida Dhavarati Hotels.

Es gab auch weniger delikate Speisen. Eine Speisekarte reizte meinen Appetit mit Nudeln und gebratenem Schweinefleisch an einer braunen Sauce.
Die Preise für Schweinefleisch sind im Keller. Zuletzt bezahlten wir um vierzig Baht für ein Kilogramm. Gute Nudeln kosten fast das Vierfache. Ein Fläschchen Betadine, Inhalt dreissig Milliliter, kostet in Satun nun vierundvierzig Baht. In Chiang Mai waren es noch achtunddreissig Baht.
Wie reagierten die Köche beim Erzeugen des Nudelgerichts? Mir wurde eine Schüssel mittlerer Grösse hingestellt. Aus einem undefinierbaren Sud winkte mir ein Berg, ein thailändisches Matterhorn von Schweinefleisch entgegen. Nach emsigem Graben fand ich darunter versteckt einige teure Nudeln. Die braune Sosse war eine klare Suppe. Nur der Sherry zum Verfeinern fehlte.

Preisgünstig assen wir in Thung Song. Für Schweinssuppe, Huhn mit Reis, und Meeresfrüchte Salat legte Dick in der Nähe des Parks hundertvierzig Baht auf den Tisch. Die Suppe war einmalig gut.

Zurück in Satun gibt es wieder frisches Brot. Weil Dick mit ihrem verletzten Arm Mühe beim Kneten bekundete, kaufte ich im April eine Küchenmaschine von Kenwood.
Der Schaden an der Schulter wurde entgegen meinen Vorstellungen in Chiang Mai nicht behoben, obwohl die Versicherung Kostengutsprache erteilte. Aber die Dame Kenwood in Satun werkelt problemlos und ohne zu meckern.
Leider gibt es zum Brot weder gute Wurst, Schinken noch Käse. Der Grana Padano aus Italien ist nicht mehr im Angebot. Der sogenannte „italienische“ Käse wird aus Wisconsin, USA, importiert. Die Shitake Pilze sind aus Chinas Pilzzuchten! Wahre Lebenskünstler in den Tropen züchten Käse und Pilze in ihrem Schuhwerk.