Abwasserrohre

Hugo Loetscher wurde am 22. Dezember 1929 in Zürich geboren. 1964 wählte ihn die Weltwoche als Doktor der Literatur zum Redaktor des Feuilletons. Dies knapp ein Jahr nach dem Erscheinen seines Werkes «Abwässer – Ein Gutachten».
Herr Loetscher war kein Blogger. Seine Bücher sind auf echtes Papier gedruckt, verlegt von bedeutenden Häusern. Dennoch hatte Loetscher Probleme.
Dem Zürcher Germanistikprofessor Emil Staiger behagte zeitgenössische Literatur nicht. Staiger schrieb: «Wenn solche Dichter behaupten, die Kloake sei ein Bild der wahren Welt, Zuhälter, Dirnen und Säufer Repräsentanten der wahren, ungeschminkten Menschheit, so frage ich: In welchen Kreisen verkehren sie?»
Max Frisch, Manuel Gasser, François Bondy, Peter Bichsel und natürlich Hugo Loetscher selbst parierten den professoralen Angriff. Loetschers Wortmeldung fiel durch Sachlichkeit auf.

Meine Berichte stammen grösstenteils aus einem Land, wo das durchschnittliche Leben als Schau zelebriert wird, wo Uniformen, Hohlköpfe und Schminktöpfe einen höheren Stellenwert haben als Tugenden oder Moral. Professor Staiger würde sich Ärger ersparen und “Hinterindien“ mit Verachtung strafen, denn – in welchen Kreisen verkehrt der Autor?

Deshalb schreibe ich nicht über Abwässer, sondern über Abwasserrohre. Seit einigen Wochen wurden an der Hauptstrasse Wasserrohre verlegt. Mit welchem Zweck konnte ich nicht ergründen, weil die Leitung beim Strassenverkehrsamt weder einen definiert wichtigen Anfangspunkt, noch bei unserem Gässchen vorläufig ein sinnvolles Ende hat. Wahrscheinlich ist sie ein kleines Stück eines geplanten grossen Netzes.
Ich rechnete stündlich damit, dass uns jemand die Meldung übermittelt:
„In zwei Tagen oder morgen bleibt ihr Zugang zur Hauptstrasse wegen Leitungsbau gesperrt.“
Es gab keine Meldung, keine Signalisation oder Bauschranken, als am Samstag mit schweren Maschinen der Belag des Strässchens ohne jegliche Sorgfalt aufgerissen und auf Grundwassertiefe gegraben wurde. Vermessungsingenieure zeigten landesüblichen Umgang mit teurem Gerät. Kleinere Landschäden wurden mit Lächeln quittiert. Beachten sie bitte die farbig fröhlichen Schutzanzüge und die ultramodernen transparenten Helme.

Grabung
Grabung
Vermessungsingenieure, im Hintergrund Marktstände. Bei der Vermessung sah man, da sind echte Männer am Werk, Triangulation ist Nebensache. Die haben ihre Wasserrohre selbstverständlich jederzeit im Griff.
Vermessung
Genaue Markierung mit Spray und Messband
Markierung
Ramponierte Telefonkarten-Ladestation Ladestation

http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Loetscher

Trojanische Pferde im Fischtrog

Trotz oder wegen des grassierenden Irrsinns erfreuten wir uns in Lanna Land an den beiden Teichen im Garten und ihren Bewohnern, Pflanzen und Tieren. Hie und da bereicherte ein frischer Fisch unsere Speisekarte.
In Satun errichtete man ausserhalb des Wohnzimmers einen L-förmigen Trog, der eigentlich als Zierbecken mit Springbrunnen und Lichteffekten dienen sollte. Das Gebilde leckte und soff mehr Wasser, als die Wasserpumpe liefern konnte. Reparieren wollte es keiner. Der Trog war deshalb mit Kitsch aus Ton und Kunststoff gefüllt, ein veritables südthailändisches Krempelarium.
Zur Reduktion der nachmittäglichen Hitzeeinstrahlung ins Wohnzimmer wäre ein mit Wasser gefüllter Trog weit wirksamer gewesen, als die ausserordentliche Sammlung von pseudo-exotischem Kitsch.
Ich beharrte bei der Vermieterin auf einer Reparatur und drohte, bei der nächsten Rechnung in Zahlungsverzug zu geraten. Meine Aussage bekräftigten wir dadurch, indem wir fleissig Mietshäuser in der Umgebung besichtigten.
Gezwungenermassen investierte sie in Zeit, Zement und Silikon. Das Werk wurde zusehends dichter, von GPM, Gallonen pro Minute auf LPS, Liter pro Stunde.

Eines Tages begeisterte ich meine Mitbewohner zu einer biologischen Exkursion zum Flussgebiet des Affenfelsens. Wir packten Säcke, Eimer und Töpfe in den Wagen. leider vergassen wir Werkzeuge wie Pickel und Schaufeln. in wenigen Minuten reisten wir an den Ta Li Klai. Die Landschaft hatte sich dramatisch verändert. ta li klai Der Fluss wird von hier an in ein enges Betonkorsett gezwängt. Trotzdem fanden wir im Morast schöne, einheimische Pflanzen. Drei Personen arbeiteten zu Hause dann während Tagen. Mowgli wusch Sand. Sogar die Vermieterin zeigte ihr Interesse und wirkte mit. Der Trog wurde systematisch begrünt. Die Königin der Seerosen, Buah Luang ist vetreten. Ein kleines, extrem wachstumsfreudiges gelbes Röschen bildet täglich Blätter und Blüten. Schilf gedeiht. Als Sauerstofflieferanten dienen wenige Triebe Wasserpest. Dick brachte eine schwimmende Pflanze mit hübschen blauen Blüten. Neugierig fragte ich nach dem Namen: „Wasserorchidee!“ Trog
Es war die berüchtigte Wasser-Hyazinthe. Einst aus Brasilien importiert, verstopft das Unkraut nun im ganzen Land die Gewässer. Sie verdoppelt ihren Lebensraum innerhalb von zwei Wochen. Ein halbvoller Teich ist vierzehn Tage später zugewachsen. Dann sterben die erdrückten, vom Licht abgeschotteten Wasserpflanzen, ebenso die Fische an Sauerstoff-Mangel. Ich sah im März am Mae Tha Chin, Provinz Nakhon Pathom, wie eine grüne Flut unzähliger Wasser- Hyazinthen die gesamte Oberfläche besetzte und stundenlang Richtung Meer strömte. (1)
(1) https://hinterindien.com/2015/03/03/wahrnehmungsunfahigkeiten/

Fortsetzung folgt

Lieferungsverzug trotz Adleraugen

Leider geriet ich mit den Berichten in Rückstand. Bisher versuchte ich, jeden dritten Tag einen Beitrag zu publizieren. Dieser Vorsatz wurde durch unsere Reisen arg durcheinander geschüttelt. Die teils holprigen Strassen und meine Tätigkeit als Navigator liessen das Tippen im Auto nicht zu. Leider bleibt es so, denn nächste Woche besuchen wir erneut Langkawi.
Einen der Höhepunkte als Nüvi-Interpretierender erlebte ich in Chumphon. Ich sagte:
„Links abbiegen, links bitte, links,.. links, …“.
Dick erwiderte:
„Nicht hier!“ und bog auf ihre falsche Schnellstrasse ab. Sieben Minuten später rollten wir dennoch Richtung Surat Thani.

Die vergangenen Tage waren wir von Chiang Mai nach Nakhon Sawan, Nakhon Pathom und Chumphon unterwegs. Von Nakhon Pathom aus machten wir einige Abstecher in den Tempel Wat Bua Kwan in Nonthaburi. Die zurückgelegten Distanzen in der Stadt betrugen alle fünf Minuten hundertfünfzig Meter. Bitte Umrechnen auf einen Kilometer!Wat Bua Kwan Hindugott
Eine Verwandte von Dick wurde im Tempel kremiert. Die Abschiedsfeier dauerte fünf Tage, mit Chanten und Gebeten der Mönche und der Vorführung klassischer Tänze, denn die Verstorbene lehrte Tanz an einer Universität in Bangkok. Thai-Tempel-Tänzerinnen
Das Orchester alleine umfasste zwölf Musiker. Es spielten selten alle zusammen, denn zwischendurch wurden Stärkungen eingeworfen. Dick filme fleissig. Nun müsste ich die Aufnahmen bearbeiten, um sie später auszugsweise auf Youtube zu zeigen. Flotter Flöter0rchester
Nach zweitausend Kilometern trafen wir wieder in Satun ein. Die Luft hier ist rein und klar. Adler kreisen am Himmel. Es ist unglaublich, wie diese Vögel in grosser Höhe fliegend Fische erspähen, einen Sturzflug einleiten und mit der Beute ihre Jungvögel versorgen. In Nordthailand müssten diese Greifvögel verhungern. Wegen der eingeschränkten Sicht im Smog wurden sogar Flüge nach Mae Hong Son eingestellt.

Das Leitungs-Wasser in Satun entspricht mit den gemessenen elektrischen Leitwerten dem Trinkwasser aus Flaschen. Dick sieht es an der Wäsche. Weisse Wäsche ist blendend weiss. In Chiang Mai erzeugt derselbe Maschinen-Typ mit demselben Pulver höchstens ein mildes Grau. Der gemessene Widerstand des gepumpten Wassers ist in Phonphat fünfundzwanzig Mal schlechter als das gefilterte Wasser. Die Qualität des Leitungswassers ist unterschiedlich, aber meist noch schlechter als unser gepumptes Wasser.

Aktueller Bericht aus Räumen metabolischer Übergänge

Es war ein komisches Erwachen morgens um sieben. Ich wusste nicht, wo ich war. Von der Wand lächelte von einem Ölgemälde ein mir bekanntes Kindergesicht. War ich in der Schweiz? Entsprechend frisch war es, mit bloss zweiundzwanzig Grad im Raum. Nach Satun, mit stetig intrigierendem, angenehm warmem Wind, war es ein Klimaschock.
Fast schmerzhafte Stille und Ruhe herrschten im kleinen Zimmer. Die Luft roch nicht nach Fungus und Schimmel, sondern leicht nach abgestandenem Rauch. Wir waren 1667 Kilometer nördlich von Satun wieder im ehemaligen Dorf an Reisfeldern. Heute wurde das Vorletzte aufgefüllt. Rolfi
In der Gegend von Langkawi und Satun bemerkten wir während vier Monaten einen beunruhigenden Mangel an medizinischer Versorgung. Viele Medikamente wurden von mehreren Geschäften preisgünstig angeboten. Gut ausgebildete, sorgfältig arbeitende Ärzte, fehlten jedoch. Sie bevorzugen Patienten in Ballungszentren und Grossstädten.
Problemfälle des Krankenhauses in Langkawi werden auf dem Festland in Alor Star behandelt. Satun hat ein unterklassiges Provinzspital. Versorgung und Betreuung in Hat Yai sind bereits wesentlich besser.
Am Freitagabend fühlte ich in Satun Gevatter Sensemann eine Schnapsglasnasenlänge zu nahe. Ich musste etwas unternehmen, weil ich Dick in der Fremde mit noch wenigen Freunden nicht mit den Problemen eines Todesfalles belasten wollte. Im Dorf in Lan Na Land hätte Dick zumindest beim Feiern Unterstützung durch die Verwandtschaft. Spezialisierte Ärzte in Chiang Mai würden die Überlebenschancen verbessern. Die Chancen, auf einen blossen Numismatiker oder einen betrügerischen Hochstapler mit gefälschtem Diplom hereinzufallen, sind geringer.

Zusätzlich zur Gesundheit, erschwerte eine Bankkarte seit unserem letzten Aufenthalt in Langkawi unser Leben. Wir konnten den Geldautomaten weder in Thailand noch in Malaysia, nicht einmal mit zusätzlichen Streicheleinheiten, Scheinchen entlocken. Zum Glück war der Franken auf Langkawi plötzlich mehr Wert. Anstatt 3.5 MR gaben Banken 4.1 Ringgit für Bargeld. Taxis und Schnaps wurden noch preisgünstiger.

Da wir im Süden im Haus die Infrastruktur verbessern müssten, beschloss ich, nach Chiang Mai zu fliegen. Ich wusste, die kalten Winternächte waren vorbei. Bei nächtlichen Aussentemperaturen von siebzehn Grad würden im Haus angenehme vierundzwanzig Grad herrschen, sofern Fenster und Türen rechtzeitig geschlossen würden.
Die kälteste Nacht im Haus seit meiner Abreise im August wurde mit 15.8 Grad registriert. Das dürfte einer Temperatur im Garten von neun Grad entsprechen. Auf Doi Inthanon, unserem Hausberg, gab es währenddessen mit minus drei Grad einen neuen Kälterekord.

Die Abreise aus Satun liess wenig gutes erhoffen. Die Verleiherin des Wagens wollte ihre Freundin mitnehmen, damit sie nicht alleine zurückfahren musste. Die Freundin hatte eine Panne mit dem Motorrad. Wir warteten. Als wir viele lange Telefonanrufe gewartet hatten, änderte sie ihre Meinung und wählte ihren Sohn als Begleiter.
Wir warteten nur kurz auf den Sohn. Dann legte Dick los. Sie fuhr in dreieinhalb Stunden zum Flughafen von Krabi. Die Rural Road 416 entpuppte sich grösstenteils als gut ausgebaute, vierspurige Strasse.
Der Flieger verliess Krabi pünktlich. Die Verspätungsteufel warteten in Bangkok. Anstatt um neun Uhr waren wir erst um Mitternacht zu Hause. Dann ging es nach monatelanger Abwesenheit ans Reinemachen. Ich ersetzte Filter in der Umkehrosmose-Wasseraufbereitung und verfolgte die Wasserqualität. Bei üblichen vier ppM, (Teilchen pro Million), war ich zufrieden. Dick widmete sich den unzähligen Exkrementen unserer Haustiere, unerwünschter schmutziger Eindringlinge, die sich wie allgemein verbreitet, um Vorschriften keinen Scheissdreck kümmern.

Neuanfang nach zehn Jahren

Im Dorf in LanNa Land an den Reisfeldern, es gibt sie bald nicht mehr, steht ein nach Farang Standards durchdachtes Haus. Jeder Raum verfügt über Fenster, zweckdienliche Beleuchtung, mehrere Steckdosen, Telefon- und Antennen-Anschlüsse. Heiss- und Kaltwasser in Küche und Bad wurden als Selbstverständlichkeiten betrachtet.
Unser jetziges Heim bauten zur selben Zeit auf Profit bedachte, wenig innovative, lokale Unternehmer. Alle Räume haben einen fast unzugänglichen Stromanschluss. Mit Verlängerungskabeln müssen Standorte für das Laden der Telefone, für Notebooks, Staubsauger und Rasierapparate, erschlossen werden. Ein Schlafzimmerfenster bringt Licht und Dünste aus der Küche. Es ersetzt gekonnt den Dunstabzug über der Kochstelle. Küche Satun An den Decken in Räumen und Badezimmern bemerkten wir siebförmige Abdeckungen. Einschalten liessen sich diese Abzugsventilatoren nicht. Auf Nachfrage bestätigte die Besitzerin, es handle sich um ein Lautsprechersystem. Es wurde nie in Betrieb genommen.
Das Haus wurde komplett eingerichtet vermietet. Die Frage ist nur, was verstehen die Einheimischen unter kompletter Einrichtung? In unserem Falle bedeutete dies eine Menge Elektronik-Schrott, mindestens drei Fernseher, der neueste zehn Jahre jung, Verstärker mit Surround Technik, ohne Lautsprecher. Kabelstecker aller Geräte werden dauernd ausgerissen und bei Gebrauch erneut gesteckt. Schalter fanden den Weg noch nicht nach Satun. Die Leute flicken ohne jegliche Kenntnisse Stecker und Dosen, ahnungslos welche Gefahren von schlecht isolierten Leitungen und mangelhaft installierten Anschlüssen ausgehen. Installation Die Betten waren mit Matratzen aus einem Kung-Fu Trainingszentrum ausgerüstet. Die Kämpfer härteten darauf ihre Hände, bevor sie Backsteine zertrümmerten. Dick schaute sich nach Matratzen um und bestellte eine: Queen Size. Matratzen haben annähernd Seitenverhältnisse wie 2:1, 4:3, und 1:1. Die Spezialisten lieferten ohne langes Überlegen Kingsize, 1:1. Unsere bestellte Grösse, 4:3, war nicht lieferbar. Dick fand nach weiterer Suche ein Geschäft mit einer Matratze. Auswahl wie in Chiang Mai gab es nicht.
Bettwäsche in der gewünschten Grösse gab es nur in gemischter Qualität oder in Polyester – mit Farbtönen für psychedelische Angstträume. Reine Baumwolle besorgten wir in Kuah, Malaysia.

Wir vertrauten der Kücheneinrichtung nicht lange. Nach kurzer Besichtigung der Kochgelegenheiten, kaufte ich ein drei flammiges Gasrechaud. Die Kunststoff-Teller benutzten wir einmal, weil sich das Rot unserer Tomatensauce nicht mehr entfernen liess.
Jedes zarte Stück Wasserbüffel widersteht sämtlichen verbogenen, dünnschicht Gäbelchen. Die ehemals beschichteten Teflonpfannen sind blank gescheuert. Der gebratene Fisch klebt unlösbar, ohne teure Kleber von Sika oder Araldit.
Der eine Kühlschrank lässt sich nicht mehr regeln. Unten im Gemüsefach gefrieren Salat, Zwiebeln und Kräuter. Flaschen bersten. Der andere Kühler kühlt gar nicht. Das Bier ist wohl temperiert, wie das Klavier von Johann Sebastian Bach. (1) Die Butter schmilzt und ermöglicht den Gebrauch der stumpfen Messer, denn schneiden kann man damit nicht. Die Bearbeitung warmer Butter dagegen ist möglich.
Im Bad ist ein Wassererhitzer zum Duschen montiert. Wegen mangelndem Druck liess er sich nicht benutzen. Ein Wassertank und eine Pumpe wurden installiert.

Wie seinerzeit in LanNa Land, wird im Ort, ebenfalls in Wäschereien, nur mit kaltem Wasser gewaschen. Kaltes Wasser verteilt Bakterien bloss und vermindert deren Siedlungsdichte. Zur Hebung der Hygiene der Unterwäsche werde ich ein Wasch-Maschinchen kaufen müssen. Damit entlaste ich ebenfalls Dick. Gegenwärtig schmeisst sie schmutzige Wäsche in einen grossen Wasser-Behälter und stampft den Inhalt mit den Füssen. Im günstigsten Fall könnte sie sich dabei unfreiwillig einen Fusspilz holen.

Nach meinen Aufzählungen musste ich mir sagen, leider polemisierte ich erneut. Diese Dinge stimmen, aber sie sind keinesfalls repräsentativ. (2)

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach
(1) https://www.youtube.com/watch?v=mu_C_g8VoPE
(2) https://hinterindien.com/2014/11/15/briefe-aus-thailand/

Zürich – Singapur

Ich benötigte weder 105 Tage wie Fedor Jagor 1857, (1) noch 3 Tage mit Imperial Airways anno 1939, um die Strecke zu bewältigen. (2)
Eine Baustelle erschwerte in Zürich-Kloten den Zugang zum Check-in Nummer 2. Anstatt das Taxi vor dem Gebäude zu parkieren, brachte mich der Fahrer ins gegenüber liegende Parkhaus. Von dort ging es steil hinauf zur Strasse, über diese Strasse und danach ebenso steil hinunter. Ich schob meine Koffer in einem Caddy am Hang hoch und hatte leichte Probleme mit meinen Handgelenken.
Ein hilfsbereiter Mensch sah mich schieben. Er stellte seinen Wagen ab und half mir unaufgefordert bis zur Abfertigung. Noch vor zehn Uhr erreichte ich die Lounge.
Um mich auf die Bordverpflegung vorzubereiten, trank ich einen Pfefferminztee und kaute leise ein Gipfeli (Croissant ähnliches Gebäck der Helvetier).
Kurz nach elf Uhr erreichte ich die A380 der Singapore Airlines. Bevor ich mich über irgend etwas beschweren konnte, stand ein Glas Taittinger vor mir. Sekundengenau wurde die Maschine um 11 45 aufs Flugfeld bugsiert. Um 12 00 trat der Pilot voll aufs Gaspedal. Der Riesenvogel beschleunigte und hob ab. Danach kümmerte ich mich nur noch um Champagner, Chablis und die Verpflegung.

Vorspeise: Sate, (Satay) mit Zwiebeln, Gurke und Erdnuss Sauce.
Zwischengericht: Waldorfsalat mit Räucherlachs.
Hauptgericht: Lammkoteletts mit gefüllten Artischoken – Schinken, Ei und Sardellen,
kreiert von Carlo Cracco, Ristorante Cracco, Milano
oder: im Wok sautiertes Schweinefleisch mit Pilzen und gebratenem Reis.
oder: Gaeng Kiew Warn Kung, grüner Thai Curry,
oder: mit Spinat und Feta gefülltes Hähnchen mit Gnocci.
Dessert: Luzerner Mozarttorte. Ich wusste nicht, dass Mozart in Luzern Torten komponierte.
oder: Mövenpick Nuss-Ahornsirup Creme mit Orangencoulis
oder: Käse,
oder: Obstschale mit frischen Früchten,
Kaffe mit Konditorpralinen.

Anstelle von Wasser (Evian, Eau minérale naturelle), Bier oder Guiness gab es zum Trinken
Weissweine:
Champagner von Taittinger. Beim Flug in die Schweiz wurde zusätzlich Bollinger angeboten,
von Markus Molitor einen Riesling Kabinett Klosterberg 2012,
2 Chablis, einen von Jean Marc Brocard, Premier Cru de Vey 2011,
den anderen der Domäne William Fevre 2012.
Rotweine:
2010 Chateau Loudenne, Cru Bourgeois, Bordeaux,
2009 Marchesi de Frescobaldi, Tenuta di Castiglioni, Toscana IGT,
2009 Pago de los Capellanes, Ribero del Duero
und als Port: Taylors 10 year old tawny port.

Die gefüllten Artischocken alleine waren die Reise wert.
Speisen, trinken, schlucken und danach schreiben, dauerten fast fünf Stunden, geographisch bis in die Nähe von Mashhad in Persien.
Nach einem reichhaltigen Frühstück, Mitternacht Schweizerzeit – in Singapur um sechs Uhr früh, durften die Passagiere die Maschine verlassen. Zwei Stunden später sass ich bereits im Hotel in Johor Bahru, Malaysia.

(1) https://hinterindien.com/2014/03/10/hamburg-singapore-1857/
(2) https://hinterindien.com/2014/03/25/fruhe-flugreisen-nach-hinterindien/
(t) http://www.singaporeair.com/de_DE/flying-with-us/cuisinelanding/business/

Trügerisches Eis

Das ist kein Bericht darüber, wie wir als Kinder in Tümpeln und Teichen in der Nähe der Aare mit Schlittschuhen auf dünnem, brechendem Eis beinahe absoffen. Die verdienten Prügel der Eltern, sie kannten die Vorteile antiautoritärer Erziehung noch nicht, auf nasskalte Hintern wirkten aufwärmend.

Mit zwei Jahreszeiten in Chiang Mai sind die Menschen, wie mit Smartphones, geistig-technisch überfordert. In der kühlen Jahreszeit, November bis Februar, schliessen wir abends Türe und Fenster, damit die Wärme im Haus bleibt. Während der restlichen acht Monate öffnen wir während den Nächten Türe und Fenster, um das Haus zu kühlen. Weil kalte Luft schwerer ist als warme, plante ich zwei der Fenster bis in Bodennähe. Sie bieten nicht nur eine spektakuläre Sicht in den Garten, sondern Vorteile beim Luftaustausch.
Das Verständnis der Bevölkerung für diese ausserordentlich komplizierten Vorgänge und Überlegungen fehlt vollständig. Die Dorfbewohner drücken jederzeit gedankenbefreit die Fernbedienungen ihrer stromfressenden Klimaanlagen, während ich durchs Haus schleichend, mehrere Thermometer ablesend, je nach Jahreszeit laut verschiedene Befehle erteile. Würde ich ein Fenster ohne Kommando öffnen, würde es Dick Sekunden später wieder schliessen. Morgens um acht sollte gegenwärtig auf der Sonnseite des Hauses die Türe, nicht die Gartentüre, geschlossen werden.

Ähnlich anspruchsvoll müsste man sich den Umgang mit Lebensmitteln wie Eis vorstellen. Als frühe Eismaschinen in Thailand werkelten, beachtete niemand die Wasserqualität. Jeder Eisproduzent scheffelte möglichst schnell Vermögen.
Erste Erfahrungen in Bangkok bestätigten, Eis diente für die Farangs zum Kühlen von Flaschen. Eis in Getränken führte zu Bauchgrimmen. Auslöser war selten die Kälte, sondern üblicherweise stark verunreinigtes Wasser. Der Maenam Ping bei Chiang Mai und der Maenam Chao Phraya in Bangkok sind keine glasklar sprudelnden Gebirgsbäche.
Das einzige empfehlenswerte Trinkwasser war um 1960 Polaris Wasser in Flaschen. Die Herstellerin, Maxine North, hatte während fast dreissig Jahren keine Konkurrenz für erstklassiges Trinkwasser. (1,2,3)

Frau North war die Gattin eines CIA Agenten. Das Ehepaar reiste 1950 nach Thailand. Robert G. North leitete die ‘Far East Film Co‘. Diese Firma vertrieb Filme. Nach dem Tod des Herrn North 1954, zweckdienliche Agenten wurden selten alt, katapultierte sich Maxine in die Rolle einer ausserordentlich erfolgreichen Geschäftsfrau. Neben der Herstellung von Polaris Trinkwasser, gründete sie in Sankamphaeng, Chiang Mai, Siam Celadon und stellte mit traditionellen Thai Mustern dekoriertes Geschirr her. Bereits Mitte der 60er Jahre gehörte ihr das Nipa Lodge Hotel im ehemaligen Fischerdorf Pattaya. Sie gründete die ’American Chamber of Commerce’ und den ‘Foreign Correspondents Club’. Maxine North verstarb mit 83 Jahren im Oktober 2003 in Pattaya.
Ich trank nicht nur ihr Wasser, ich war einer der frühen Gäste in ihrem Hotel. Der legendäre Kurt Wachtveitl war ihr Manager – danach leitete er das Oriental Bangkok. Ich investierte in ihr Geschirr. Eis traute ich, anders als die Eingeborenen, bis heute nicht.

Siam Celadon, Teller und Deckel

Siam Celadon, Teller und Deckel


Freund Dong trinkt täglich ein Fläschchen Scotch mit viel Eis und wenig Wasser. Blicke in seinen fast leeren Eisbehälter zeigten, entweder war der Behälter schmutzig oder das Eis enthielt Fremdstoffe.
Ich kaufte Eiswürfel verschiedener Anbieter und liess die Würfel schmelzen. Einige Wasserproben schienen sauber. Andere zeigten ohne Vergrösserungsglas oder Mikroskop Schmutzspuren im Glas: tote Insekten, Papier, Gras und Stoffe, die eindeutig schwerer als Wasser waren.
Gegenwärtig gibt es zwei Eiswürfelverkaufsstellen im Dorf. Khun Poo in ihrem ‘Tante Emma Laden‘ füllt ihr frisch gekauftes Eis in Säcke zu einem Kilogramm ab und lagert sie im Tiefkühler. Sie verkauft die Säcke zu fünf Baht.
Die zweite Verkaufsstelle lagert das Eis in einer grossen Kühlbox. Darin suhlen sich Bierflaschen, Getränke aller Art und vielleicht einige verpackte Fische, Tintenfische oder Frösche. Das verschmutzte, wesentlich wärmere Eis, der Schmelzpunkt nagt dauernd, kostet nur drei Baht. Geiz ist geil, erspare dir mit natürlich aromatisiertem Eis den Erwerb von teuren Abführmitteln.
Wir erzeugen unser Eis selbst, aus Wasseraufbereitung mit Umkehrosmose. Ich überwache die Wasserqualität und wechsle regelmässig die Filter.
Einst installierte ich in einem Haus ein drei Filter System in Kunststoff-Behältern mit Schraubbefestigung. Während 18 Monaten floss Wasser. Zahlreiche Nachbarn bedienten sich täglich gratis. Kein Mensch las die Bedienungsanleitung oder pflegte die einfache Anlage! Solange Flüssigkeit aus dem Hahn tröpfelte, gab es buntes Gammel-Eis.

(1) http://articles.latimes.com/2003/oct/16/local/me-passings16.2
(2) http://www.fr-ray.org/northstarlibrary/history.html
(3) https://groups.google.com/forum/#!msg/alt.obituaries/VBZPrgXg2Bc/ATnUJBr_G9MJ

Dazu eine Dokumentation: “El Ultimo Hielero”, der letzte Eismann. Er hackt Eis am Chimborazo, dem höchsten Berg Ecuadors, 6268 m.
(d) http://vimeo.com/66703353
(Englische Untertitel) http://vimeo.com/66507747

Thales Osterbotschaften

In Deggendorf, Niederbayern, plätschert am Michael Fischer-Platz ein sehenswerter Brunnen mit einer Inschrift des Philosophen Thales von Milet,
624 v. Chr.; † um 547 v. Chr.
(Ob Thales Schriften verfasste, ist unbekannt.)

Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser.
Aus Wasser ist alles
und
in Wasser kehrt alles zurück.

Gleich daneben, auf dem Boden der Realität, finden aufmerksame Beobachter
die mit Kreide verfasste, weitaus wichtigere Botschaft eines unbekannten Verfassers:

Jeden Mittwoch
Currywurst mit Pommes
nur 3,40 €

(b) http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Deggendorf-Thales.jpg&filetimestamp=20090831202854

Nok-Ten und Kleptomanewitsch

Eine geplante Arbeit über C.N. Parkinson in Singapur konnte ich nur teilweise aufnehmen. Mein linker Arm feiert immer noch den Ruhestand, während der persönliche Sekretär vielleicht in Krung Thep demonstriert. Den Kerl sah ich seit der Rückkehr von Borneo noch nie. Es wäre auch möglich, dass ich nur in Träumen über eine Hilfskraft verfügte.
Deshalb berücksichtigte ich wieder einen älteren Beitrag von 2011. Herr Kleptomanewitsch dürfte dem Publikum als versierter Stahl- und Panda-Kocher bekannt sein. (1, 2)

Nok-Ten hieß ein gefürchteter Tropensturm. In unserer Gegend waren die Auswirkungen nicht gravierend.
Am ersten August mutierte das Sträßchen vor dem Haus zum Flußbett. Nach meinen Schätzungen floss knapp ein halber Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Zwanzig Enten flüchteten aus ihrer tristen Gefangenschaft beim Nachbarn. Die Schnabelflosser benutzten den angeschwollenen Bach, ohne vorher lange um Erlaubnis zu schnattern.

Der Pegel auf der Straße war niedrig. Die Sauereien gelangten nicht ins Grundstück, denn ganz Schlaue entsorgten bereits wieder ihren Kehricht in den Fluten. Mit Stecken und Stangen bewaffnet, befreiten wir Ablaufschächte vom Plastikmüll. Unser Dorfobmann kam, sah und bot rasche Hilfe an. Wie üblich wurde Sand ins Dorf gekarrt. Etwas Hirn für gewisse Unbelehrbare wäre hilfreicher gewesen.

Er bemerkte am Schönheitssalon das Land neben Kleptomanewitschs Grundstück, in (ferner) Zukunft eine Strasse, die geplante Zweitverbindung ins Dorf.
Kleptomanewitsch annektierte seinerzeit das Gebiet ungefragt und schüttete fast einen Meter Erde auf. Genau an diesem Ort wollte er eine Wurmfabrik, die ihm Millionen Dollar einbringen sollte, errichten
Der Dorfobmann hatte die Idee, einen Baggerführer zu beauftragen, um entlang Dicks Grundstücken, auf der zukünftigen Strasse, einen Graben auszuheben. Das Hochwasser sollte in den etwa 70 Meter entfernten Bach fließen. Kleptomanewitsch protestierte heftig:
„Das Land gehört der Bank. Die Verträge sind noch nicht unterschrieben. Das ist illegal.“
Als er auffüllte, war es offenbar legal. Herr Klaumeier konnte seinen unerhörten Verlust, er mußte das besetzte Land räumen, immer noch nicht wegstecken.

Während der Bagger ins Dorf geschafft wurde, stellte Kleptomanewitsch listig seine beiden Kleinlaster auf den Grund, um den Aushub zu verhindern. Die Dorf- und Gemeindeoberen, die Polizei und eine Menge Volk standen unter Schirmen in Morast und Regen vor der nutzlosen Baumaschine und verhandelten vergeblich mit dem sturen Querkopf. Der rastete plötzlich aus und verteilte Hiebe.
Die Fortsetzung der Diskussion fand danach bei der gastfreundlichen Polizei statt. Kleptomanewitschs schlagende Argumente wurden von der Ordnungsmacht auf 2000 Baht veranschlagt.
Abends um acht kam Dick zurück. Der Arbeitsbeginn wurde auf neun Uhr früh vertagt, nachdem man erst in der Nacht unter Scheinwerfern buddeln wollte. Man sah ein: In der Dunkelheit im Wasser mit gebrauchten, zweifelhaften Stromkabeln zu hantieren, war zu gefährlich.Aug2011 2486

Kleptomanewitsch kämpfte am Morgen erneut gegen den Aushub. Als ihn endlich zwei Polizisten packten, seine Arme unsanft auf den Rücken drehten und mit Handschellen drohten, behauptete er, er habe doch nur einen Scherz gemacht.
Die Beamten begleiteten den aufsässigen Kerl zu seinem Haus. Dabei entdeckten sie in einem Verschlag einen grossen Python. Diese nachtaktive Schlange jagte einige Abende zuvor seine Hunde. Wir verfolgten gespannt Gekläff und Gebell der zwei Köter. Der Herr und Meister kümmerte sich, wohl besoffen, nicht um seine bellenden Wächter.
Das erbeutete Hündchen war eine Nummer zu groß für die Schlange. Es rutschte, mehr Knochen als Fleisch, nur langsam in den Schlund. Das würgende Tier legte sich zur Siesta ausgerechnet unter einen von Kleptomanewitschs Kleinlastern. Mit vollem Bauch war es unfähig zu fliehen. Der Verdauungsprozeß ist enorm aufwendig. Angeblich wird knapp die Hälfte der Kalorien bereits während des Verdauungsvorganges verbraucht. Kleptomanewitsch erbeutete die gefüllte Schlange mit einem Netz. Da steckte ja noch sein Hund drin.

Die Gemeindeorgane boten Zoologen aus Chiang Mai auf. Die Spezialisten holten das Tier im Eiltempo ab, schneller als üblicherweise Ambulanzen im Ort sind. Für den Schlangenhalter setzte es erneut eine saftige Busse ab.

Quelle: Beitrag #1612 vom 16. September 2011
(1) http://wp.me/p2ljyL-1hw
(2) http://wp.me/p2ljyL-19c, http://wp.me/p2ljyL-19t

Lieber Gruss mit Virus

Kürzlich weckte mich ein Mail aus dem Tiefschlaf vor dem Bildschirm. Jemand erklärte meiner Schwester die Vorzüge von Skype. Sie versuchte mich zu überzeugen, die Applikation zu installieren.

Liebe Schwester,
danke für Deine Mail.
Skypen mit mir darfst Du vergessen. Warum?

Thailand ist ein Entwicklungsland. Was bedeutet das für uns beide?
Wenn ich hier das WC benutze, gehen meine Ausscheidungen direkt in den Bach, ins Reisfeld oder in den Boden. Kanalisation und Kläranlagen sind kaum vorhanden. Darum ist die Wasserqualität hier schlecht bis lebensgefährlich.
Wenn Wäsche gewaschen wird, belasten wir mit dem Waschpulver die Umwelt zusätzlich. Je mehr Pulver, desto besser, sagen sich die Leute im Dorf. Persönliche Interessen haben Vorrang. Keiner kümmert sich um Luft und Wasser.
Oft fällt der Strom aus. Dann gibt es kein Wasser, keine WC Spülung, weil die Wasserpumpen nicht arbeiten. Internet ist dann auch tot, weil Router keinen Strom haben.
Als wir von der Reise zurückkehrten, fehlte die Verbindung zum Internet. Jemand schnitt die Kabel durch, in sechs Monaten sechs Mal. Das muss unheimlichen Spass bereiten.

Telefonieren mit Europa ist ungünstig, weil wir sechs Stunden Zeitverschiebung haben. Würde ich Dich morgens um 11 00 Anrufen, wäre es bei Dir 05 00 Uhr. Würdest Du nachmittags um fünf (17 00) anrufen, wäre es bei uns 11 Uhr nachts (23 00).
Wir hatten immer wieder Anrufe zu Unzeiten. Glücklicherweise zerstörte ein Blitz unser Haus-Telefon. Ich ersetzte oder reparierte es für zwei Jahre nicht und stoppte die meist unnötigen Anrufe.
Ferngespräche mit dem Telefon sind wegen der technischen Echos manchmal schwierig.
Unverständliche Verbindungen mit Skype sind normal, weil Skype über Internet die Sprache digital packetweise übermittelt. Bei langsamen Internetverbindungen wie in Nordthailand üblich, führt das zu Verständigungs-problemen.
E-Mail dagegen ist sicherer und an keine Zeit gebunden. Ich lese die Mails nach dem Aufstehen, oder bevor ich ins Bett gehe – wenn wir elektrischen Strom haben. Sonst benutzen wir romantisches Kerzenlicht mit starker Russentwicklung. Die hiesigen Kerzenbastler und Fabrikanten interessiert die Beziehung zwischen Wachsmischungen, Kerzengrössen und Docht nicht. Kerzen zu importieren empfiehlt sich nicht, weil die Wachsmischungen für tropische Temperaturen ungeeignet sind. Lange Kerzen verbiegen sich in Kürze wie Bananen.

Ein weiteres, ortsunabhängiges Problem mit Skype ist das Programm selbst. Skype muss in unseren Geräten installiert sein, um es zu benutzen. Aber dieses Programm lässt Drittpersonen nicht nur die Gespräche mithören, sondern den gesamten PC ausspionieren unter dem Titel: Geiz ist Geil!*
Ich öffne keine Grusskarten von Drittanbietern und ähnlichen Unfug. Sämtliche Mails mit Anhängen könnten gefährliche Daten auf den PC laden.
Ich weiss das, weil ich von 1970 an, im Forschungs-Labor täglich mit Computern arbeitete.
Ähnlich wie die Böden und Gewässer Nordthailands mit Fäkalien verseucht sind, wimmelt es im Internet von Schadprogrammen, Malware. Ich entfernte gratis zehntausende von Viren, Würmern, Trojanern und Spionage-Programmen. Meist erfolglos, weil dumme Benutzer wenige Stunden später wieder auf Lockvogelangebote hereinfielen, oder gespeicherte bösartige Software erneut installierten. Die Aller-Dümmsten verloren trotz Warnungen ihre ganzen Ersparnisse. Ein Trost bleibt: Das Geld war nicht verloren. Es hatte bloss einen anderen Besitzer!PCVirus Deine Mail enthielt nach Angabe meines AVG-Scanners das Troyan horse – Generic35.AKYE.
Ich empfehle dem Eigentümer des Gerätes, einen geeigneten Virenschutz zu installieren und das System zu scannen, oder die Empfänger von Nachrichten, Bildern etc. zu warnen:
Dieses Mail könnte die Sicherheit ihres PC oder Smartphones durch Viren gefährden!

Liebe Grüsse,
Dein böser Bruder, der nicht skypen will!

Möchten sie Skypebenutzer ausspionieren, empfehle ich:
(*) http://www.stealthgenie.com/de/features/skype-spy.html
(*) http://www.jabber-server.de/news/einfache-skype-spionage-leicht-gemacht/

(*) http://windowsdeveloper.de/news/Microsoft-bleibt-tatenlos-bei-Skype-Spionage
Virenschutzsoftware:
AVG: http://free.avg.com/ww-en/homepage
AVG deutsch: http://free.avg.com/de-de/homepage