Das Winter-Wetter in Nordthailand 2019/2020

Vor Weihnachten war es bitter kalt. Die Temperaturen sanken des Nachts bis auf 10 Grad. Einige Fische starben. Das Wasser war zu kalt. Sie hätten eventuell schneller schwimmen müssen. Das konnten sie nicht, weil Dick nur 500 Stück im kleinen Teich aussetzte.
Auf Doi Inthanon zeigte das Thermometer minus 4 Grad Celsius. Sofern die Temperatur-Erhöhung im gleichen Tempo weiter geht, werde ich dort demnächst einen Skilift bauen lassen.
Seit Weihnachten sind die Tage 4 Minuten länger geworden. Am kürzesten Tag dauerte die Dunkelheit ganze 13 Stunden.

Nachbar Kleptomanewitsch erschlug einen seiner Hunde unter lautem Singen von bösen Flüchen oder frommen Gebeten begleitet. Frass das hungrige Tierlein eines der Hühner, oder deponierte es seinen Kot in Kleptomanewitschs ausgetrampelten Latschen? Er opferte das Tier samt Fell am nächsten Tag unter viel Rauchentwicklung, offenbar für den Regengott, sowie die nächstgelegenen Messstationen für Feinstaub.
Darauf hatten wir eine regnerische Nacht. Er bemerkte es jedoch nicht und bewässerte seine Plantagen.
Gegen die hohe Luftverschmutzung, um Weihnachten übertrafen die Spitzenwerte von Feinstaub 150 Mikrogramm, haben wir im Krankenzimmer ein Reinigungsgerät. Bei meinen gelegentlichen Darmentleerungen zeigten die Dioden trotz des üblen Geruches die gesunde grüne Farbe.
Einer meiner Helfer frisst offenbar gerne frittierte Speisen. Seine Frau kocht nicht, sie fritiert nur, dafür gründlich. Die Kleider stinken manchmal stark nach verbranntem Öl, dass ich Brechreiz kriege und die Anzeige am Gerät auf warnendes Rot geht.
Sofern der Mann seine Massage-Frau mit seinem Öl ausstoßenden Moped mit sehenswerter Rauch-Fahne her bringt, leuchten die LED gelb.

Es wurde wesentlich wärmer. Nachts sinken die Temperaturen nur noch auf 18 Grad. Am Nachmittag steigen die Temperaturen gegen 30 Grad. Im großen Haus liegen die Messwerte gegenwärtig zwischen angenehmen 24 bis 28 Grad.
Trotzdem bringen mich, bloß in Windeln gewickelt, wie der Evangelist in der Bibel erwähnt, besonders stupide Menschen zum Siedepunkt, denn so viele Esel und Schafe gibt es in Chiang Mai gar nicht.

Neujahr

Besonders den Nichtlesern und den hartnäckigen Abonnenten des Titten-Magazins schöner Körper, Playboy, hoffen wir für sie, – dass nicht nur der Nacken steif bleibt – und natürlich Ihnen persönlich wünschen wir das Beste im Neuen Jahr, inbegriffen all die folgenden Jahre.
Katastrophen und Kriege beginnen in kranken Köpfen. Ich erlebte unzählige Katastrophen, wie Ozonloch und Waldsterben, welche im Nachhinein gar nicht eintrafen. Doch Lämmer und Lemminge folgen gedankenlos unüberlegten Prophezeiungen. Solange sich solche Anliegen als Geldquellen erweisen, sind sie – bedingt durch monetäre Systeme, immer willkommen.
Trotzdem ich mit meinen Behinderungen kaum aus dem Haus kann, erlebe ich jeden Tag in der Nähe Untaten und Verbrechen. Öfters möchte ich, welch ein Schwachsinn, aus Verzweiflung Elefanten erwürgen. Aber mir fehlt sogar die Kraft um eine Ameise zu töten. Darum werde ich nicht ruhen, diese Untaten zu publizieren.
Lesestoff, brutale Geschichten aus Hinterindien, sind bereit zum Diktieren – bis die Stimme versagt.

Mit freundlichen Grüßen aus dem KZ, dem Krankenzimmer,
Low

Persönliche Einsichten 2019

Unbekannte neue Erlebnisse drängten sich nach dem 10. Januar in mein Leben. Irgendwie überlebte ich die Operationen. Als ich richtig ruhig und drogenfrei im Spital-Bett lag, bemerkte ich, dass an beiden Händen die Finger merkwürdig gestreckt waren. Es sauste, brauste und summte in den Armen. Wieso denn, dachte ich, die haben doch den Hintern operiert.
Nach einigen Tagen versuchte ich, die Finger zu bewegen, denn ich erinnerte mich, solche Hände bei Polio-Patienten in den 50er Jahren gesehen zu haben. Dazu plagten mich Schmerzen in Fingern, Haenden, Ober- und Unter-Armen. Manchmal fühlt es sich an, wie wenn ich Backsteine im Unterarm tragen würde. Zitter-Krämpfe machen mir am Smartphone oder am Tablett das Leben schwer. Schreiben ist unmöglich. Wenn ich mit dem Zeigefinger einen Buchstaben erwische, löscht der kleine Finger das Getippte.
In der Ohren läutet Herr Tinnitus.
Sehschwäche: Von Zeitungen konnte ich nur die Schlagzeilen entziffern. Im Fernseher sah ich farbiges, unidentifizierbares Gewimmel. Der Ton war, wie bei Karaoke-Darbietungen in der Gegend, hauptsächlich auf Bässe ausgerichtet.
Den Laptop bedienen konnte ich nicht. Ich war durch die Behinderungen gänzlich unbeschäftigt, bis auf meine Übungen mit Fingern und Armen. Während Monaten nahm meine Sehstärke zusehends ab. Ein Optiker konnte mir nicht helfen.
Nach einer Star Operation konnte ich ab August endlich wieder sehen. Mit Dicks Hilfe programmierten wir mein Smartphone, damit ich interessante Staumeldungen vom Gotthard mitverfolgen konnte.

Ich habe nicht mehr viel, aber wesentliches zu verlieren.
Noch funktioniert mein Hirn. Ich bitte die Herren Alzheimer und Parkinson von einem baldigen Besuch abzusehen.
Hören kann ich relativ gut, das Ohrenpfeifen ist erträglich. Riechen kann ich alles, vor allem das Unangenehme. Katzen Exkremente lassen sich nicht mit Thai-Curry vergleichen !
Der Geschmackssinn ist vorhanden. Noch unterscheide ich Essig oder gepanschten Wein von reinem vergorenen Traubensaft. Häufig werden im warmen, total verschmutzten, Land leider gefälschte Artikel verkauft. Das betrifft besonders Jungfrauen.

Mit verschmutzt, meine ich Wasser und Luft. Im Norden gibt es keine Kläranlagen. Die Luftbelastung beträgt gegenwärtig um Chiang Mai im Tag bis 150 Mikrogramm Feinstaub. Wie wird es erst in der Feuer-Saison ab Januar aussehen? 500 Mikrogramm sind angesagt.
Deshalb verbot die Regierung aus Friedens-Aposteln (NCPO)und Generälen das Rauchen von Glimmstengeln sogar in den eigenen vier Wänden. Wenn dich deine Frau, Kinder oder Lebenspartnerin anzeigt, wird es echt teuer.
Kehricht, tote Katzen, sowie weitere Leichen darf im Freien jedermann jederzeit unbestraft verbrennen.

6 Dorf Schicksale in Thailand

Zumindest aus dem Fernsehen kennt ihr diese schwimmenden Konservendosen, mit 4’000 Passagieren und 2’000 Angestellten als Besatzung, die fröhlich finanziell vereint, gemeinsam unsere Weltmeere belasten.
Eine der ehemaligen Dorfschönheiten in PhonPhat wäre gerne Miss Thailand oder Flugbegleiterin geworden. Aber sie futterte hemmungslos drauflos, schoss nicht in die Höhe, sondern eher in die Breite.
Dank ihrem Übergewicht fand sie keine Fluggesellschaft, welche sie angestellt hätte. Auf einem Kreuzfahrtschiff dagegen spielen ein paar zusätzliche Pfunde keine große Rolle. Standfestigkeit war eher gefragt. Sie fand eine Anstellung auf einem dieser Riesen-Pötte.
Was tut man in der Freizeit,wenn man kein Musik-Instrument beherrscht und nicht jodeln kann? Ein Besatzungsmitglied aus Indonesien stand vor dem selben Problem. Zum Masturbieren war er zu faul, denn er hatte bereits einen schmerzenden Tennisellbogen. Deshalb geigten die beiden zusammen den fruchtbaren Reigen. Sie trieben es auf einem Schiff, das auf dem Meer trieb, angetrieben durch riesige Schweröl-Motoren.

Im Sommer wurden wir zu einer Hochzeit nach Bali eingeladen. Genauso, wie im Schlager die rote Flotte vor Capri* versinkt, wurde Bali zur Müllablage. Ich brauchte keine Ausreden, ich war ja im Spital. Zur Förderung der indonesischen-thailändischen Freundschaften konnte ich nichts beitragen.

Die werdende Großmutter verlangte von ihrer hoffnungstraechtigen Tochter eine Geburt mit Kaiserschnitt, denn sie wollte nicht zu jeder Tageszeit aufstehen und in ein Spital eilen.
Wenige Wochen nach der Heirat lieferte der Frauenarzt in Chiang Mai der tonangebenden Familie einen gesunden Knaben ab.
Der Vater, bereits wieder auf hoher See, sandte dem Schwiegervater einige bitter benötigte Baht aufs Konto.
Bereits drei Monate nach der Geburt, war die junge, herzlose Mutter auf dem Weg nach Neuseeland, auf der Suche nach einer neuen Stelle. An Kreuzfahrtschiffen war sie nicht mehr interessiert.
Der Säugling blieb in Obhut der Großeltern. Sie hatten nichts besseres zu tun, als mit dem Kleinkind im Automobil in das 700 Kilometer entfernte Bangkok, an eine Beerdigung zu reisen.
In KrungThep angekommen, bemerkten sie, dass ihnen 30 Kilogramm Lebendgewicht fehlte. Sie riefen Dick an und befahlen, sie solle ihren Hund füttern und mit ihm Gassi gehen.
Diese Vollpfosten wissen genau, dass ich gegenwärtig mehr Aufmerksamkeit brauche, als als ihr vergessener Köter. Dick lehnte ihr Ersuchen relativ unfreundlich ab.

Es ist nicht ganz auszuschließen, dass die möchtegern Flugbegleiterin in einigen Monaten einen Halbbruder oder eine Halbschwester aus Neuseeland nach Thailand zurückbringt. Vorausblickende Eltern geben ihren Kindern ABB Pillen** oder Lümmeltüten mit auf Reisen.

Ich kenne diese Frau, seit sie mit 6 Jahren auf dem Moped das Dorf unsicher machte. Als hoffnungslosen Fall abgestempelt habe ich sie, als sie mich vor wenigen Jahren besuchte und 180.000 Baht wollte, um Australien zu erkunden.
Als KiNiao blieb ich auf meiner Kohle sitzen. Ihre Eltern verkauften darauf ein Häuschen. Anfänglich versuchte sie, ihre Schulden zu bezahlen. Schlussendlich trugen die Eltern den Schuldenberg allein. Mussten sie diesmal wieder ein Haus verkaufen?

* Capri Fischer, Rudi Schuricke (1943)
**ABB Pillen: Im sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat waren das Wunsch-
Kindpillen.
Bild: Aare-Faehre bei Muri, Bern – Schweiz

Der Irrtum eines Seefahrers verunsichert Schüler in Thailand

In in meiner Bibliothek in Herrenschwanden standen das Bordbuch des Entdeckers Kolumbus, Bücher über alle großen Seefahrer, neben einigen Bänden von Salvador de Madariaga. Mit meinen unkontrollierbaren Fingern könnte ich in keinen Büchern blättern. Wenn Sie also einige Ungereimtheiten entdecken, sind sie auf Mängel in meinem Gedächtnis zurück zuführen. 

Anno 1492 liess ein Genuese, Cristofero Colombo, in spanischen Diensten , also Cristobal Colon, in Palos de la Frontera – genau in La Rabida, die Anker seine Karavellen heben und segelte gegen Westen, nach Indien. In la Rapita, einige Tages-Märsche entfernt von Palos, in der Provinz Tarragona, entdeckte ich einen versteinerten Fußabdruck des Cristofero, genau so – wie es viele Fußabdrücke Buddhas in Thailand gibt.


Die Aussicht von den Karavellen war wochenlang dieselbe. Berge, nichts als Wellenberge. Der Kommandant lehnte sich oft an den Hauptmast, rauchte genüsslich kubanische Zigarren und bereitete sich auf diese Weise auf Diebstähle, Gaunereien, Eroberungen und Kämpfe vor.

Als die Flotte am 12.10. 1492 die westindische Insel Guanahani anlief, sahen sie nackte Eingeborene. Weil sich die Seeleute in Indien wähnten, nannten sie die Menschen Indianer. Diese Leute waren Taino, eine Gruppe der indigenen Arawak. Colon kümmerte sich nicht um Kleinigkeiten. Er nahm das Eiland in den Besitz der spanischen Krone und nannte es fortan San Salvador. Schätzungen zeigten, dass bei der Landung der Spanier etwa 300’000 bis eine Million Taino lebten. 1518 waren es nur noch 4000, – – – angewandter Umweltschutz? Blei- und Stahl-Vergiftungen durch Flinten, Hieb- und Stichwaffen, sowie eingeschleppte europäische Krankheiten wie Grippe und Masern, rafften die Einheimischen dahin.


Der achtjährige Goon baute einen Roboter. Im Gesicht waren Sensoren, in den Armen und Beinen Schrittmotoren montiert. Ein Bluetooth-Empfänger befand sich am Rücken neben der Batterie. Nun sollte man das Monster programmieren. Auf thailändisch ist das schwierig. Deshalb lernt der Knabe Englisch. In seinem Englisch-Buch existiert für jeden Buchstaben eine Abbildung. Beim I illustrierte kein Inder, Fakir, Hindu, Gandhi, Guru, Raja oder Sikh das Buch.  Es war ein Indianer, eine Rothaut – nicht etwa mit edlem Adlerfedern-Schmuck, sondern billig gefärbten Hühnerfedern. Kanada und USA benutzen zum Schutz der Minderheit der Indianer,  für die Inder den Begriff Asian Indian oder East Indian. Rothäute, American Indian gibt es nur noch wenige. Asian Indian dagegen bevölkern mit über 1,3 Milliarden die Erde.Obwohl ursprünglich die Religion der Thais aus Indien stammt, kennen sie den Begriff Indian kaum. Buddha war ein Indianer!
Würde man heute noch mit Karavellen von der Westküste Amerikas aus Indien bereisen, wäre Hinterindien Vorderindien.

Der Wunder-Wunden Spray aus Deutschland

Meine Pflege Managerin holte im Spital einen Spray zur Wundpflege ab. Zwecks Verschreibung des Medikaments, traf sie die Chirurgin und zeigte ihr die neuesten Bilder meiner Wunden mit den Verletzungen, die mir im Spital und beim Transport zugefügt wurden. Die empörte Ärztin bedauerte die neuen Verletzungen. Sie zeigte die Bilder Kollegen und Personal. Offenbar grassiert die Angst, dass ich gegen die Klinik klagen würde.
Aber als verletzter Ausländer, der nicht im Gerichtssaal anwesend sein könnte, besteht keine Möglichkeit, ein Verfahren zu gewinnen. Denn welcher Arzt würde gegen eine mächtige Spitalgruppe klagen?
Erpressung wäre möglich, ist aber nicht meine Sache. Zudem dauert die Heilung dank eines neuen Medikamentes nicht mehr so lange. Monate werden zu Wochen reduziert.
Das Produkt wird für folgende Anwendungen empfohlen: Chronische sowie verzögert heilende Wunden, beispielsweise venöse Beingeschwüre, arterielle Beingeschwüre, diabetische Fußulzera, sekundär heilende Operationswunden und Dekubitus. Das Produkt ist ein Hämoglobin Spray und bewirkt durch bessere Sauerstoffversorgung eine beschleunigte Heilung. Das Medikament heißt Granulox.
Eine Spraydose zu 12ml kostet im Krankenhaus 12’600 THB und liegt damit in der Nähe des Goldpreises.
Das Gretchen aus Schweden würde sich äußern: „Solche Geschwüre sollte man aus Gründen des Klimaschutzes schnellstmöglichst im Krematorium entsorgen.“

Ehrenmitglied der globalen Wegwerfgesellschaft

Als Spital Patient im Entwicklungsland wurde ich Mitglied der extremen Umweltverschmutzer. Täglich liefere ich indirekt zwischen 5 bis 8 Plastiksäcken mit Wegwerf-Artikeln aller Arten. Das beginnt ganz bescheiden bei den Medikamenten. Die Hersteller Packungen werden von der Apotheke in Plastiksäcklein mit ein bis zwei Pillen abgefüllt, beschriftet und an die verschiedenen Stationen verteilt. Eine diplomierte Pflegerin öffnet die Verpackungen und gibt die Pillen in einen 30 ml Kunststoff-Becher. Je nach Verordnung erhalten die Patienten täglich bis zu drei Becher.
Mahlzeiten werden auf einem Kunststoff-Tablett serviert. Der Teller kommt nicht direkt mit dem Kunststoff in Kontakt, sondern liegt auf einer Papierunterlage. Das Besteck, eine Serviette und zwei Zahnstocher sind in einer Papierhülle versteckt. Möglicherweise findet sich eine Beschreibung des Essens mit Kalorienangaben. Butter, Konfitüre und Margarine sind einzeln verpackt, ebenso Salz, Pfeffer und Ketchup. Die Messer sind nicht scharf genug zum Schneiden von Fleisch oder für einen Selbstmord. Zum Streichen von Butter sind sie zu gross.

Pro Monat liefere ich zusätzlich 45 Wegwerf-Spritzen mit Nadeln. Dazu gibt es 120 Spezial-Heftpflaster. 30 Mal wird die Bettwäsche gewechselt. Nicht vergessen sollte ich Salben, Kochsalzlösung, Desinfektionsmittel, 60 bis 90 Urinkatheter und sechzig Pampers.

Neugeborene und Kleinkinder können noch keine Urteile über Wegwerfwindeln abgeben. Sie lallen lächelnd höchstens: „Mama… Gagi“.
In meinem Bildungsweg fehlten Kindergarten und Wegwerfwindeln. Möglicherweise aus Glaubensgründen wurde mir bisher der Zutritt ins Nirvana, Nibbana, verwehrt. Stattdessen wurde ich im hohen Alter Pampers-Tester, denn Hierzulande heißen alle Windeln Pampers.
Die Erfinderin von Wegwerf-Windeln war Marion Donovan anno 1949. Sie konnte ihre ersten Windeln nicht vermarkten. 1956 ärgerte sich Direktor und Chemiker Victor Mills von Procter & Gamble beim Wechseln herkömmlicher Windeln bei seinem Grosskind. Er und sein Team arbeiteten an einer Wegwerfwindel, die 1961 auf den Markt kam. 10 Jahre später wurden die Sicherheitsnadeln durch Klebeband ersetzt. Ab 1986 nahm ein Geliermittel mehr Flüssigkeit auf. Gleichzeitig konnten 50 % Material eingespart werden. Seit 2018 werden hautfreundliche Windeln produziert, ohne Chlorbleichmittel, Duftstoffe und 26 weitere Allergene.
Bisher hatte ich keine Möglichkeit die Pampers mit den Produkten aus Thailand zu vergleichen.
Ich bemerkte, dass die Pflegerinnen den richtigen Umgang mit Wegwerfwindeln nie eingehend gelernt haben. Auf der Bauchseite haben die Windeln eine Zielvorrichtung. Die Windel-Größen S,M,L, sollte auf den Bauchnabel gerichtet sein, oder der Nabel sei seitlich verschoben.

Links und rechts der Größenangabe sind Streifen mit Nummern. Sofern die Windel richtig sitzt, werden die Kleber beispielsweise auf beiden Seiten auf 1,5 angebracht. Im Extremfall könnte der Kleber rechts auf die Windelgröße, links auf die Nummer 3,5 zu liegen kommen. Diese Methode wird nur bei Sopran-Flatulenzern empfohlen.
Ich bedauere außerordentlich, dass ich im hohen Alter zum Umweltsünder stilisiert wurde. Kehricht- oder Müllverbrennungsanlagen gibt es in Chiang Mai noch nicht. Die einzigen Verbrennungsanlagen sind die Krematorien. Sie geben Rauch ab, wie Zigarren — ohne Filter!