Faustrecht auf Strassen und Wegen

Mein Eindruck, der Strassenverkehr in Malaysia sei weniger aggressiv als in Thailand, ist nicht falsch. Es gibt aber auch hier unbeherrschte Fahrer, sei es vom Charakter her – oder, dass sie ihre Vehikel nicht beherrschen. Die Geschwindigkeit des Denkapparates unterliegt bereits bei geringer Beschleunigung oft der Fortbewegungsgeschwindigkeit des Fahrzeuges. Das resultiert bei zu spätem Abbiegen zu Folge-Schäden an Signalstangen, Laternenpfählen, Fahrzeugen und Strassenbegrenzungen.

Die Gefahr, beim Gebrauch der Hupe erschossen zu werden, ist weitaus geringer als in Thailand. Obwohl die Armee hunderttausende von Schiessprügeln beschlagnahmte, kommt es im LOS praktisch jede Woche vor, dass ein durch Hornsignale oder Überholmanöver beleidigter, kleinkarierter Gangster im Fahrzeug zur Faustfeuerwaffe greift und seinen wertvollen Beitrag zur Begrenzung des Geburtenüberschusses liefert. Trotz bleifreiem Treibstoff wird die Luft durch diese Handlungen mit Schwermetallen belastet.

Hierzulande liegen die Nerven öfters blank. Die gute Erziehung des Elternhauses, die gepaukte Moral von Schulen und religiösen Vorbetern, sie alle verpuffen plötzlich im Nichts. So hatte der achtundfünfzig jährige Herr Direktor Khoo Kok Ann am 17. November morgens einen wüsten Aussetzer, vielleicht das erste Anzeichen einer schleichenden Demenz-Erkrankung.
Er blockierte mit seinem Wagen das Fahrzeug von Frau Alisa Thean Wei Yun. Er stieg aus und bespuckte das Vehikel der Dame. Spuckenderweise verbog er mit den Händen die Scheibenwischer. Möglicherweise flog ihm während der Fahrt eine Wespe in den Mund und er musste den Brummer raschmöglichst loswerden. Direktor Khoo Kok Ann plädierte vor Gericht jedenfalls auf unschuldig.
Dumm für den Angeklagten war, dass Frau Alisa die Szene mit ihrem Smartphone filmte und das seltsame Verhalten einem grösseren Publikum auf Gesichtsbuch zeigte.

Der Richter verlangte zehntausend Ringgit für jeden Anklagepunkt. Mich nähme Wunder,
wie die Scheibenwischer berechnet wurden. Weil es keine Vorstrafen gab, versuchte der Verteidiger, die Preise auf tausend Ringgit herunter zu handeln. Diese ausserordentlich wichtige Verhandlung für die Menschheit wird Mitte Dezember fortgesetzt.

Am selben Montag – zur selben Zeit – attackierte ein achtundvierzig jähriger Taxifahrer eine sechsundzwanzig jährige Automobilistin. Der Taxifahrer hatte es eilig und bedeutete dem entgegenkommenden Fahrzeug, die Strasse frei zu geben. Als die Frau die Aufforderung nicht sofort befolgte, rammte der nervige Typ mit seiner Kiste ihren Wagen. Dann stieg er aus, verteile Ohrfeigen und Kniffe, bevor er sich, nach seiner Aktion offenbar befriedigt, davon machte.
Wie glaubwürdig solche Zeitungsberichte sind, zeigt die Angabe, der Fahrer sei am Dienstag in seinem Haus festgenommen worden. Der Kommandant Zainol Samah des Polizeipostens von Dang Wangi sagte dagegen, die Festnahme des flüchtigen Delinquenten sei bereits am Montag erfolgt.Tanjung Malai
Selamat Jalan,
gute Fahrt, Low, Tanjung Malai

Motorrad Asia Challenge

Nach zwei Monaten Aufenthalt in Malaysia, zurück in Satun, Thailand, fielen mir als erstes die vielen Mopedfahrer auf. Für sie gab es weder Helme noch Regeln. Sie knatterten mit ihren Vehikeln, eingeschlossen alte Tanten und greise Grossmütter, auf beiden Strassenseiten in jede Himmelsrichtung. Sie stellten die Antriebsaggregate nie ab. Sie zelebrierten Mopedkonferenzen, sassen rauchend und telefonierend auf ihren frisierten Feuerstühlen, während sie unbekümmert die übrigen Verkehrsteilnehmer behinderten. Einer schleuste, während der Auspuff zweifelhafte Wohlgerüche verbreitete, ein schmieriges Nudelgericht in seinen, durch dicke Fettschichten gepolsterten Verdauungsapparat.
Die Maschinen vibrierten zwischen ihren Schenkeln und verbreiteten offenbar Lustgefühle, wie es üblicherweise Maschinchen und Dildos mit Elektromotoren besorgen. Die Fahrweise entsprach dem übrigen Verhalten. Da wurde gedankenlos gedrängelt, links und rechts überholt und Kurven unter Lebensgefahr geschnitten. Fussgänger existierten für diese Benzinverschwender nicht oder bloss als willkommene Hindernisse für sportliche Slalomabsolventen.

Weitaus angenehmer war die Benutzung der Strassen in Malaysia. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer verhielten sich meist zuvorkommend und höflich. Sie hielten an, um
Passanten das Überqueren der Fahrbahn zu erleichtern. CHALLENGE Als wir von Satun kommend, die Seereise ohne Piraten oder Kotztüten überstehend, in unser Hotel reisten, sahen wir am Jalan Pantai Tengah ein neu errichtetes Moto-Cross Gelände. Ein Motorradhersteller aus Deutschland zeichnete als Mit-Sponsor des dreitägigen Anlasses in der Nähe unserer Unterkunft.
Ich freute mich auf ein Riesenspektakel mit dröhnenden Motoren, tausende von Pferdestärken gleichzeitig repräsentierend. Ich erwartete schlammbespritzte Fahrer und verdreckte Maschinen, Felgenschäden mit verchromtem Auspuffsalat, Blut, berstende Knochen, mit ausgepresster Hirnmasse gefüllte Helme, heulende Ambulanzen und schwirrende Rettungshelikopter über fächelnden Palmwedeln.
BMW1 Das bisschen Schlamm liess sich mit einigen Wattestäbchen entfernen. Die elektronisch gesteuerten Explosionen in den Motoren liessen meine Magennerven kalt. Mein von Lan Na-Dorf Karaoke übel gepeinigter Tinnitus reagierte nicht. Das Ohrenläuten blieb aus. Die Luftbelastung mit Schadstoffen hielt sich in Grenzen. Von Chiang Mai her waren wir anderes gewöhnt. ZylKopf Eine einzige ruinierte Zylinderkopfdichtung liess sich durch Geruch und Qualm diagnostizieren. Männer litten und kämpften im Parcours, freudig applaudiert von fairen Kollegen. Das Wetter war während der Veranstaltung zu gut, es regnete nicht. Der Morast musste von Pampe-Spezialisten extra präpariert werden. BMWCross Die Hotelgäste bemerkten wenig bis nichts von der Veranstaltung. In Satun war es anders. Der Fussballklub von Krabi und dessen Anhänger-Innen unterhielten uns während drei Nächten reichlich mit Lärm und Geräusch. Dafür versagten sie im Spiel gegen Satun.

Briefe aus Thailand

1945 erblickten im Stadtteil Thonburi viele Mädchen das Licht Bangkoks. Eines von ihnen erhielt 1966 ein Diplom der Chulalongkorn Universität. Zwei Jahre zuvor begann die junge Dame Romane zu schreiben. Bis 1989 verfasste sie mehr als dreissig Werke.
Ihr Name ist Botan. Mein Zitat stammt aus ihrem Buch: Briefe aus Thailand, Seite 217. Sie schrieb die Erzählung 1968-1969.

In den “Geschichten aus Hinterindien“ berichtete ich immer wieder über die düsteren Seiten des wundervollen Landes und seiner Bewohner. Seiten, die wir als Gäste oft nicht sehen. Botans Zeilen zeigten mir, seit 1969 hat sich in Thailand ausser Architektur und importierter Technik wenig geändert.

„Wenn ein Thai voll Alkohol ist, kann er einen Elefanten nicht von einem Schwein unterscheiden, viel weniger einen Feind von einem unschuldigen Zuschauer. Doch man preist Thailand als ein Land des Friedens, des endlosen Lächelns, der buddhistischen Mönche in den gelben Roben, der Leute, die in der Kultur tief verwurzelt sind und den fünf moralischen Geboten Buddhas gläubig folgen.
Und doch habe ich hier Männer auf eine Art und Weise Tiere töten und quälen sehen, die ich mir nie vorgestellt hätte. Sie züchten eine Art von Fischen, deren einziger Lebenszweck es ist, sich vor jubelnden Zuschauern gegenseitig in Stücke zu reißen. Die Leute lieben Hahnenkämpfe, Ochsenkämpfe, Fischkämpfe – alle Kämpfe! Sie stehlen und spielen Glücksspiele und schlafen mit der Frau des anderen. Das berühmte Thai-Lächeln ist nur die Glasur auf dem Kuchen; wie der Kuchen schmeckt, das wissen nur die, die ihn probiert haben.
Thailands grösste Bewunderer sind diejenigen, die erst zwei Tage in dem Land verbracht haben, meistens Ausländer, die keine Ahnung haben, wie das Leben hier wirklich ist. Sie nicken weise und sagen, dass die “Thais wirklich zu leben wissen“ und “dass sie den Wert des einfachen Lebens kennen“. Sie können nicht abschätzen zu welchen Auswüchsen von Faulheit und Unverantwortlichkeit diese Philosophie getrieben wird, oder wie groß die Nichtbeachtung von Ordnung und zivilisiertem Benehmen ist.“Botan

Quelle:
Botan: Briefe aus Thailand
Übersetzt von Ulrich Dennerlein
Herausgeber: Dr. Karl-Heinz Buschmann
645 Seiten
Editions Duang Kamol, Siam Square, Bangkok 1989

Exkursionen in Satun

Satun war nicht das langweilige Kaff, vor dem gewarnt wurde. Es gibt zwar nur wenige nächtliche Unterhaltungsmöglichkeiten. Am Nachtmarkt wurde bereits kurz nach neun Uhr aufgeräumt. Alkoholische Getränke sind nicht überall erhältlich. Die Einheimischen überlebten bisher ohne amerikanische Schnellimbissangebote.
Informationen über Tagesaktualitäten, wie Loi Krathong, sind spärlich und nicht unbedingt glaubwürdig. Das Kartenmaterial von Google weist Fehler auf. Wir suchten Läden wie Seven/Eleven. Google zeigte bloss einen einzigen Standort. In der Nähe des Spitals gab es mindestens drei weitere Geschäfte und einen Tesco/Lotus, den wir mit intelligenter Elektronik vergeblich suchten.
Es gibt Moscheen, buddhistische und chinesische Tempel. Moschee1 Im Hintergrund sehen sie eine gemeinsame Energiesäule der Kommunikationsgläubigen aller Religionen. Tempel Am Markt siegten die Seeadler über dem Fluss Ta Li Klai mit ihrer Flugakrobatik über die buntgekleideten Frauen unter farbigen Schirmen. Unbekümmert klickte ich. Erst im Hotel sah ich, dass mir ein seltener Weissbrust Seeadler, Haliaeetus leucogaster, vor die Linse geriet. (1) Für einen bedächtigen Berner flogen die Adler zu schnell, um saubere Flugaufnahmen zu machen. Die flinkere Dick war nicht wesentlich erfolgreicher. Ihre Ausrede war: „Meine Kamera ist zu langsam.“ Eagles Der Fluss wird gegenwärtig in ein Korsett aus Stahl und Zement gezwängt. Dies dürfte Flora und Fauna nachhaltig verändern.

Liebhabern von Dschungel, Flora, Fauna, Fels, Fischen und Lianen empfehlen wir den Affenhügel an der Satuntanee 5 Alley, wo täglich gratis unglaubliche Unterhaltung geboten wird. Affen klettern über Stromkabel und Telefonleitungen vom Wald in ein Fischerdorf. KletteraffeDort machen sie sich an Kehrichtkübeln zu schaffen, wenn sie nicht gerade Handel treiben und gefangene Fische gegen Bananen eintauschen.AffeKehricht1 Die Tiere verhalten sich weitaus friedvoller, als in Reiseberichten geschildert und gewarnt wurde. Buddha MH Der Bericht der Buchhaltung zeigt, ein einziger Tag in Bern finanzierte locker eine Woche in Satun. Die Schiffsreise kostete weniger als zehn Franken pro Person. Einzig bei der Rückreise am Montag gilt es, darauf zu achten, in Kuah einen Trolley zu einem Ringgit zu ergattern.

(1) Abbildung: http://hinterindien.com/2014/11/06/nichts-tun-in-satun/

Erinnerungen, Missverständnisse, Hilfsbereitschaft

In meiner Bibliothek stand ein Buch, das ich immer wieder bestaunte, dessen Texte und Bilder mir in Erinnerung blieben.
Der vierzig jährige Maler und Fotograf Gotthard Schuh verreiste im März 1938 elf Monate nach Singapur, Sumatra, Java und Bali. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er das faszinierende Werk: Inseln der Götter. (1)
Eine Episode beschrieb, wie Schuh in Indonesien aufgehängte Spiegel vorfand. Gegen Transportschäden wurden die empfindlichen Ecken mit Karton abgedeckt. Weil niemand den Sinn dieser Schutzfunktion erkannte, wurden die Schutzecken nie entfernt.
In Satun dachte ich sofort an Schuhs Geschichte, als ich den Wandschmuck im Hotelzimmer betrachtete. Überlegen und Nachdenken sind nicht die Stärken der Thais. Deshalb leben die Eckenschoner im südostasiatischen Raum noch heute weiter. Ecken
Nach Wochen des Verzichts auf die thailändische Sprache, sprudelten in Satun aus Dicks Mund freudig heimatliche Laute. Die Verständigung unter Thais klappt nicht immer. Eine Ursache der Pannen könnte das Schulwesen sein. Die Kinder schalten das Gehör für langweiliges Dozieren unausstehlicher Pädagogen ab, um ungestört zu dösen. Geistige Abwesenheiten unter Einfluss von Alkohol, Drogen und unbekannte Einflüsse wie Schlafmangel, sind bösartige Unterstellungen dritter.
Wir waren im Restaurant, bestellten Getränke und Speisen, als Dick sah: “Gratis WIFI, verlangen sie bitte unser Passwort!“
Sie fragte nach dem Passwort, um mit ihrem Smartphone weltweit Bits und Bytes aufzuspüren. Die Anzeige benötigte dringend frische Fettschichten und gefühlvolle Streicheleinheiten.
Wir tranken und assen ohne Eile. Dick wartete während dessen gespannt auf das Passwort. Nach der Stärkung, die Mägen waren bis zu den Halszäpfchen gefüllt, schleppte der Kellner vor Anstrengung keuchend, fetttriefende Fritten an. Sie waren das Passwort, um das Dick gebeten hatte!

Als wir in Satun beim Hotel ankamen, blockierten unzählige Mopeds der Angestellten den Weg zur Rampe für Kinderwagen und Rollstühle. Die erste Stufe war mit annähernd zwanzig Zentimetern zu hoch geraten. Zwei Stunden später verliessen wir die Unterkunft zur ersten Stadterkundung. Die Mopeds waren weg. Ein freundlicher Geist hatte zudem die hohe Kante mit einem Brett entschärft. Wir waren dankbar für die unaufgeforderte Hilfe.
Rampe Bei der Rückkehr vom Spaziergang mischte ein Arbeiter Zement, um die erste Stufe definitiv zu entschärfen! Bei so viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft fiel es uns leicht, den Aufenthalt von zwei auf acht Nächte zu verlängern.

(1) http://ursramseyer.blogspot.com/2009/05/gotthard-schuh-in-bali.html
(1) http://www.artef.com/Gotthard-Schuh/index.htm

Nichts tun in Satun

Satun, Stadt und Provinz, liegen an der südlichen Westküste von Thailand. Von der kleinen Stadt aus, mit knapp 24‘000 Einwohnern, sieht man den Tenasserim-Hügelzug. Diese Kette aus altem Granit erstreckt sich an die tausend Kilometer vom “Drei Pagoden Pass“ in Kanchanaburi, Thailand, bis nach Satun. TaLiKlai3 Über den Fluss Ta Li Klai führen mehrere Brücken. Die Stadt ist einige Kilometer vom Meer entfernt. Weil das Gefälle äusserst gering ist, wirken sich die Gezeiten bis hierher aus. Greifvogel Zeitweise fliesst beim Markt das Brackwasser flussabwärts. Wenige Stunden später verläuft die Strömung flussaufwärts.
Hauptwirtschaftszweig ist der Fischfang. Der Handel mit Malaysia trägt zum bescheidenen Einkommen der Stadt bei. Ein beachtlicher Teil dieser Gewinne dürfte aus dem florierenden Schmuggel stammen.
Die touristische Bedeutung der Stadt ist gering. Im altertümlichen, authentischen Stadtbild mit Holzhäusern erleben Besucher das alte Thailand – Bangkok wie es vor Jahrzehnten einmal war.
In der Umgebung der Stadt gibt es zahlreiche idyllisch schöne Orte, Höhlen, Felsen, Wasserfälle und Seen. Von Booten aus erhält man unübliche Einblicke in die Lebensweise am Fluss. Häuser, meistens bescheidene Hütten mit rostenden Wellblechdächern und Satellitenschüsseln dekoriert, sind teilweise ans Wasser gebaut. Der Fluss dient mit frischen Fischen, Garnelen, Krebsen und Muscheln als Nahrungsquelle, gleichzeitig als Hong Nahm, Badezimmer und als Verkehrsweg.TaLiKlai1 In der Umgebung sind der Park Khao To Phaya Wang, die National-Parks von Thale Ban und Taman Negeri Perlis in Malaysia und der Tarutao Marine Park.

Thais von Chiang Rai bis an die Grenze von Malaysia lieben das Feuern. Wenn wir am Vorabend vom sechsten Stockwerk aus die grüne Landschaft um Satun bewundern, steigen überall zwischen Palmen, von Tälern und Hügeln, Rauchsäulen als Zeichen brüderlicher Verbundenheit unbelehrbarer Vollidioten auf.
Selbst das kümmerliche Inhalieren von Nikotinspargeln auf Bangkoks Märkten wurde unter Androhung drastischer Strafen kürzlich verboten. Die landesweit hohe Feinstaubbelastung mit häufigen Lungenerkrankungen durch rücksichtsloses Verbrennen von Abfällen und entsprechender Luftverschmutzung dagegen, werden amtlich stillschweigend übersehen.

Fast kein Nepp in Kuah

Gewissenloses Absahnen, das unbeschränkte Melken von Touristen, gab es in Kuah praktisch noch nicht. In vier Wochen wurden wir auf Langkawi zwei Mal um geringe Beträge betrogen. Taxifahrer waren überglücklich, wenn ein Ringgit mehr als gefordert gegeben wurde. Die Fahrpreise in der Stadt lagen im Oktober 2014 bei acht Ringgit.
Teurer als die Fahrt zum Flughafen mit achtundzwanzig Ringgit, kann die kürzere Strecke nach Pantai Cenang werden.
Am vergangenen Sonntag, kurz nach elf Uhr, fuhren wir zur Kuah Jetty, in Langkawi, um nach Satun in Thailand zu reisen. Das malerische Gedränge kannten wir von einem früheren Besuch. Gruppen von hochspezialisiert ausgerüsteten Radfahrern behinderten mit ihren Sattelschleppern kinderreiche Familien. Im Flughafen sind die Abfertigungen nicht nur teurer, sondern streng unwissenschaftlich geordnet.
Nach der erfolgreichen Suche nach einem Gepäck-Trolley, erhielten wir für 60 Ringgit unsere Fahrscheine nach Thailand. Aus gesundheitlichen Gründen, nein, eher aus Angst vor dünnflüssigem Stuhlgang, versetzen wir unser abendlich zimmergebrautes, isotonisches Kokoswasser mit Arak Megandungi. In Kuah-Stadt erhielten wir dazu für neununddreissig Ringgit literweise edlen Rum aus Puerto Rico. In der Kuah Jetty verlangte die Firma ‘Crystal Harbour‘ fünfundfünfzig Ringgit für ähnlich etikettierten Schnaps. Reisende: Seid gewarnt! Missachtet die edlen, teuren Läden an der Kuah-Jetty.jettykuah

TroliÜblicherweise kostet die Miete der Gepäck-Trolleys einen Ringgit. Dick erwischte nach der eher hektischen Ankunft in der Jetty wohl den einzigen Trolley, angeschrieben mit zwei Ringgit. Darüber werde ich mich noch monatelang ärgern, schlaflose Nächte inbegriffen. Für zehn Franken gibt es ungefähr 35 Ringgit. Das sind etwa 350 Baht.
Mit freundlichen Grüssen aus Satun, Südthailand, nach beinahe verlorener Beinkleidung beim Verlassen der Fähre, Low.