Sie tickt, die Uhr Zensur

ATMJede Sekunde im Leben ist ein kostbarer Schatz. Zeit ist messbar, dennoch unfassbar. Wir können Zeit nicht horten, zur Bank bringen und dafür noch Zins und Zinseszins beziehen. Das Vermögen Zeit zerrinnt unabwendbar. Geklaute Zeit ist unersetzlich.
Heute bezahlt Dick die Versicherung für das Motorfahrzeug, bringt den gewarteten Wagen mit polierten Scheinwerfern (1) zur Kontrolle und bezahlt die Steuern für ein Jahr. Damit ist für sie der Tag, wie jedes Jahr zuvor, gelaufen.

Ankündigungen der Militärs am Freitag mit der Bitte um „Kooperation“ und der Anordnung, die NCPO Operationen nicht weiter zu kritisieren, sorgt für eine erneute Beunruhigung der Medien. Der NCPO, ‘National Council for Peace and Order‘, droht bei Zuwiderhandlung mit rechtlichen Schritten und einer sofortigen Schließung der entsprechenden Medien.
Diese Anordnungen gelten für alle Medien und Plattformen, die Informationen verbreiten, unabhängig davon, ob sie von Gesellschaften oder von Privatpersonen betrieben werden.
Erneut wurde betont, dass Interviews von Wissenschaftlern, ehemaligen Beamten, ehemaligen Mitarbeitern der Gerichte oder Justizämter, sowie die Verbreitung von Meinungen unabhängiger Organisationen oder anderer Medien verboten sind.
Gleichzeitig legt der NCPO großen Wert darauf, dass alle von ihm erteilten Informationen und Anordnungen verbreitet werden. (t)

Meine Berichte könnten in diesem Zusammenhang unregelmässig erscheinen, nachdem ich feststellen durfte, dass meine alten Computer neuerdings Probleme machen. Den Router starten, dauerte am Sonntag 30 Minuten. Meine gesendeten Mails erschienen für kurze Zeit im Posteingang!
Jede URL musste mehrmals eingeben werden. Wenn die Seiten endlich erscheinen, waren sie oft verstümmelt. In den letzten Tagen gingen wichtige Mails verloren. Wohin in den Kabeln, Leitungen und Knotenpunkten des Internets?
Zeitungen lesen erforderte trotz Hochgeschwindigkeits-Netz mehr Geduld als mit antiquierten Dampf-Telefonmodems. (2)

Trotzdem werde ich versuchen, bis zu meiner noch nicht festgelegten Abreise, alle drei Tage ein Lebenszeichen zu publizieren. In der guten alten Zeit der Kurz- Lang- und Mittelwellen sendeten Radiostationen Pausenzeichen als Zeitfüller zwischen den Programmen. (3) Diese Signale dienten zudem zur Sendererkennung. Hier sind fast sämtliche Fernsehprogramme langweiliger und trostloser als Pausenzeichen und an Sinnlosigkeit kaum zu überbieten, weil jegliche Botschaft fehlt – reine Zeitverschwendung!

(1) http://hinterindien.com/2014/07/10/kaufmannische-uberlegungen-in-lan-na-land/
(2) http://hinterindien.com/2014/07/04/zweifel-an-statistiken/
(3) http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7c/Swiss_Radio_International.ogg
Sauber übersetzt finden sie die Verhaltensregeln auf:
(t) http://passauwatchingthailand.com/2014/07/19/ncpo-deklaration-uber-kooperatives-verhalten-gegenuber-dem-ncpo-und-die-verbreitung-von-informationen-an-die-offentlichkeit/

Fragwürdiger Therawada Buddhismus?

Während Jahren beschrieb ich unverblümt den schleichenden Zerfall der grundlegenden Regeln des Buddhismus, des Tripitaka. Es gab Luxusmönche wie Wirapol, die mit hunderttausenden von Dollars im Designer-Gepäck (barfuss) unterwegs waren. Ein anderer Jünger Buddhas sammelten über sechzig Luxuslimousinen deutscher Fertigung. Kürzlich wurde eine Nonne am Steuer eines Porsche Cayman, Preis ab 6‘300‘000 Baht, mit einem Täschchen von Louis Vuitton kritisiert. (1) Vuitton scheint bei Klosterfrauen, ganz in Weiss und standesbewussten Gelbröcken ein unentbehrliches Accessoire zu werden.
Das Wissen, dass heilige Mönche Schulmädchen schwängerten, alkoholische Getränke konsumierten, in Lotterien Millionen gewannen und sich mit Pornofilmen auf ihre Meditation vorbereiteten, gehört fast zur Allgemeinbildung. Mindestens Farang wie ich, nahmen solche Ereignisse anfänglich verwundert zur Kenntnis. Dennoch scheint das Vertrauen der breiten Bevölkerung in Tempel und Klerus ungebrochen.

Suthep Thaugsuban, der selbsternannte Führer des ‘Komitees für Demokratische Volksreform‘, PDRC, sorgte während eines halben Jahres für Schlagzeilen. Er lähmte mit seinen Spiessgesellen ganz Thailand, die Stadt Bangkok, Industrien und Tourismus. Zu den beinahe täglich wandernden Reformern gehörte die gefürchtete Schlägertruppe des geldgierigen Protestmönchs Buddha Issara.
Suthep ermöglichte schlussendlich, mit seinen, durch mächtige Drahtzieher im zwielichtigen Hintergrund, streng geschützten Aktionen, das generalstabsmässig geplante Eingreifen der Armee in die Politik.

Suthep schaffte es immer wieder, in verschiedenen Regierungen aufzufallen. Von 1992 bis 1994 war er Mitglied des Kabinetts von Chuan Leekpai. Es gab einen Plan Sor Por Kor 4-01. Regierungseigenes Land sollte landlosen Bauern abgegeben werden. Das Land erhielten jedoch einflussreiche Familien aus Phuket. Suthep war in die Affäre verstrickt und musste zurücktreten. Die Episode bedeutete zugleich das Ende der Regierung Chuan.
Unter Abhisit Vejjajiva war Suthep im April und Mai 2010 Direktor des ’Centre for the Resolution of the Emergency Situation‘, CRES. Er sollte die öffentliche Ordnung wiederherstellen. Wegen der brachialen Gewalt Sutheps und seiner Leute, forderte die UDD Sutheps Entlassung als Vizepremier, sowie die strafrechtliche Verfolgung.
Er stellte sich zu Befragungen beim ‘Department of Special Investigation‘, DSI, betonte aber, er könne nicht zur Verantwortung gezogen werden, weil zu diesem Zeitpunkt der Ausnahmezustand gegolten habe.
Weitere rechtliche Verfahren verliefen, wie wir sie in Thailand kennen. Gegen eine bescheidene Kaution blieb er frei. Weitere Gerichts-Termine wurden bis zum Putsch endlos verschoben.

Zukünftige Mönche, noch grün, später gelb bis orange-gelb.

Zukünftige Mönche, noch grün, später gelb bis orange-gelb.

Suthep wurde am 15. Juli im Wat Tha Sai, Surat Thani, ordiniert. Wir fragten uns, wie das möglich war. In Lan Na Land braucht zum Tempeleintritt jeder einen Persil-Schein, eine amtliche Bescheinigung, dass keine Straftaten vorliegen.
Wat Tha Sai liegt in Tha Tong Mai im Distrikt Kanchanadit. Suthep erhielt den Ordensnamen “Prapakaro“, der Lichtmacher. Er wird als Mönch im Tempel Suan Mokkh leben. (4) Wat Suan MokkhWapalaram, ‘Garten der Befreiung‘ ist ein Waldtempel im Chaiya Distrikt.
Dieser Tempel wurde 1932 vom hochverehrten Buddhadhasa Bhikkhu gegründet. Vor seinem Ableben 1993 errichtete Buddhadhasa das ‘International Dhamma Hermitage Center‘ in der Nähe des Tempels. Damit gab er Interessenten eine Möglichkeit, die Lehren Buddhas und die Vipassana-Meditation zu studieren.
80 Jahre zuvor trug der Ort den Namen Wat Tharnnamlai oder Wat Trapangjik. (Was ist richtig?)

Möge Phra Suthep als Lichtmacher im Dunkel durch hinreichend Helligkeit den schmalen Pfad der Tugend des Tripitaka erkennen.
Nicht der Therawada Buddhismus ist fragwürdig. Es sind seine Repräsentanten.

(1) http://www.bangkokpost.com/most-recent/417525/warning-to-porsche-driving-nun
(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Persilschein
(3) http://www.bangkokpost.com/news/local/420689/suthep-takes-up-a-monk-life
(4) http://www.suanmokkh-idh.org/idh-wat.html
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhadasa

Trügerisches Eis

Das ist kein Bericht darüber, wie wir als Kinder in Tümpeln und Teichen in der Nähe der Aare mit Schlittschuhen auf dünnem, brechendem Eis beinahe absoffen. Die verdienten Prügel der Eltern, sie kannten die Vorteile antiautoritärer Erziehung noch nicht, auf nasskalte Hintern wirkten aufwärmend.

Mit zwei Jahreszeiten in Chiang Mai sind die Menschen, wie mit Smartphones, geistig-technisch überfordert. In der kühlen Jahreszeit, November bis Februar, schliessen wir abends Türe und Fenster, damit die Wärme im Haus bleibt. Während der restlichen acht Monate öffnen wir während den Nächten Türe und Fenster, um das Haus zu kühlen. Weil kalte Luft schwerer ist als warme, plante ich zwei der Fenster bis in Bodennähe. Sie bieten nicht nur eine spektakuläre Sicht in den Garten, sondern Vorteile beim Luftaustausch.
Das Verständnis der Bevölkerung für diese ausserordentlich komplizierten Vorgänge und Überlegungen fehlt vollständig. Die Dorfbewohner drücken jederzeit gedankenbefreit die Fernbedienungen ihrer stromfressenden Klimaanlagen, während ich durchs Haus schleichend, mehrere Thermometer ablesend, je nach Jahreszeit laut verschiedene Befehle erteile. Würde ich ein Fenster ohne Kommando öffnen, würde es Dick Sekunden später wieder schliessen. Morgens um acht sollte gegenwärtig auf der Sonnseite des Hauses die Türe, nicht die Gartentüre, geschlossen werden.

Ähnlich anspruchsvoll müsste man sich den Umgang mit Lebensmitteln wie Eis vorstellen. Als frühe Eismaschinen in Thailand werkelten, beachtete niemand die Wasserqualität. Jeder Eisproduzent scheffelte möglichst schnell Vermögen.
Erste Erfahrungen in Bangkok bestätigten, Eis diente für die Farangs zum Kühlen von Flaschen. Eis in Getränken führte zu Bauchgrimmen. Auslöser war selten die Kälte, sondern üblicherweise stark verunreinigtes Wasser. Der Maenam Ping bei Chiang Mai und der Maenam Chao Phraya in Bangkok sind keine glasklar sprudelnden Gebirgsbäche.
Das einzige empfehlenswerte Trinkwasser war um 1960 Polaris Wasser in Flaschen. Die Herstellerin, Maxine North, hatte während fast dreissig Jahren keine Konkurrenz für erstklassiges Trinkwasser. (1,2,3)

Frau North war die Gattin eines CIA Agenten. Das Ehepaar reiste 1950 nach Thailand. Robert G. North leitete die ‘Far East Film Co‘. Diese Firma vertrieb Filme. Nach dem Tod des Herrn North 1954, zweckdienliche Agenten wurden selten alt, katapultierte sich Maxine in die Rolle einer ausserordentlich erfolgreichen Geschäftsfrau. Neben der Herstellung von Polaris Trinkwasser, gründete sie in Sankamphaeng, Chiang Mai, Siam Celadon und stellte mit traditionellen Thai Mustern dekoriertes Geschirr her. Bereits Mitte der 60er Jahre gehörte ihr das Nipa Lodge Hotel im ehemaligen Fischerdorf Pattaya. Sie gründete die ’American Chamber of Commerce’ und den ‘Foreign Correspondents Club’. Maxine North verstarb mit 83 Jahren im Oktober 2003 in Pattaya.
Ich trank nicht nur ihr Wasser, ich war einer der frühen Gäste in ihrem Hotel. Der legendäre Kurt Wachtveitl war ihr Manager – danach leitete er das Oriental Bangkok. Ich investierte in ihr Geschirr. Eis traute ich, anders als die Eingeborenen, bis heute nicht.

Siam Celadon, Teller und Deckel

Siam Celadon, Teller und Deckel


Freund Dong trinkt täglich ein Fläschchen Scotch mit viel Eis und wenig Wasser. Blicke in seinen fast leeren Eisbehälter zeigten, entweder war der Behälter schmutzig oder das Eis enthielt Fremdstoffe.
Ich kaufte Eiswürfel verschiedener Anbieter und liess die Würfel schmelzen. Einige Wasserproben schienen sauber. Andere zeigten ohne Vergrösserungsglas oder Mikroskop Schmutzspuren im Glas: tote Insekten, Papier, Gras und Stoffe, die eindeutig schwerer als Wasser waren.
Gegenwärtig gibt es zwei Eiswürfelverkaufsstellen im Dorf. Khun Poo in ihrem ‘Tante Emma Laden‘ füllt ihr frisch gekauftes Eis in Säcke zu einem Kilogramm ab und lagert sie im Tiefkühler. Sie verkauft die Säcke zu fünf Baht.
Die zweite Verkaufsstelle lagert das Eis in einer grossen Kühlbox. Darin suhlen sich Bierflaschen, Getränke aller Art und vielleicht einige verpackte Fische, Tintenfische oder Frösche. Das verschmutzte, wesentlich wärmere Eis, der Schmelzpunkt nagt dauernd, kostet nur drei Baht. Geiz ist geil, erspare dir mit natürlich aromatisiertem Eis den Erwerb von teuren Abführmitteln.
Wir erzeugen unser Eis selbst, aus Wasseraufbereitung mit Umkehrosmose. Ich überwache die Wasserqualität und wechsle regelmässig die Filter.
Einst installierte ich in einem Haus ein drei Filter System in Kunststoff-Behältern mit Schraubbefestigung. Während 18 Monaten floss Wasser. Zahlreiche Nachbarn bedienten sich täglich gratis. Kein Mensch las die Bedienungsanleitung oder pflegte die einfache Anlage! Solange Flüssigkeit aus dem Hahn tröpfelte, gab es buntes Gammel-Eis.

(1) http://articles.latimes.com/2003/oct/16/local/me-passings16.2
(2) http://www.fr-ray.org/northstarlibrary/history.html
(3) https://groups.google.com/forum/#!msg/alt.obituaries/VBZPrgXg2Bc/ATnUJBr_G9MJ

Dazu eine Dokumentation: “El Ultimo Hielero”, der letzte Eismann. Er hackt Eis am Chimborazo, dem höchsten Berg Ecuadors, 6268 m.
(d) http://vimeo.com/66703353
(Englische Untertitel) http://vimeo.com/66507747

Kühle Getränke in den Tropen

Ohne น้ำแข็ง, Nahm Kaeng, Ayer Batu, Es, Eis, kann man sich ein Leben in den Tropen nur schlecht vorstellen.
Im Artikel ‘Hamburg – Singapore 1857′ (1) berichtete Fedor Jagor über seine Ankunft am Sonntag, den 27. September 1857 in Singapur:
Alles war so fremdartig, nicht eine europäische Kleidung war zu sehen, bevor wir das Gasthaus erreichten, wo wir den Abend mit Champagner, Chesterkäse und englischen Zeitungen beschlossen.“
Lange fragte ich mich, tranken die Reisenden den Champagner warm? Eine erste Kältemaschine war bereits 1851 patentiert worden. Leider war sie unbrauchbar.Bourbon11
Der Geschäftsmann Frederic Tudor begann 1806 in Neu England, USA, einen Eishandel. (2,3) Im Winter wurden Natureisblöcke aus Seen und Flüssen geschnitten und in riesigen Eishäusern gelagert. Seine Lieferungen im ersten Jahr betrugen nur 130 Tonnen. Am Höhepunkt des Handels um 1850 wurden von Tudors Firma jährlich über 140‘000 Tonnen Eis aus Massachusetts exportiert. Tudor verschiffte Eis von Boston in entfernte Häfen wie New Orleans, Charleston, Savannah, Calcutta, Singapore, Rio de Janeiro und in die ganze Karibik. Die Verluste auf dem Weg nach Kalkutta betrugen fünfzig Prozent. Von den anfänglichen Mengen konnten etwa ein Viertel verkauft werden. 1833 gelangten 90 Tonnen nach Kalkutta. Der Verkaufspreis betrug ungefähr 60 Baht für ein halbes Kilogramm Eis und ergab einen Profit von 253‘000 $.Bourbon12

Das Ende der Natureisexporte begann leise und unbemerkt 1851. Der Arzt und Erfinder John Gorrie aus Apalachicola in Florida, beantragte sein Patent für „die künstliche Herstellung von Eis.“
Seine unpraktische Kältemaschine konnte sich auf dem Markt jedoch nicht durchsetzen. Ein Franzose, Ferdinand Carré, entwickelte 1859 eine Ammoniak Kompressions-Kältemaschine. Sie produzierte pro Stunde 200 Kilogramm Eis.
Ab 1877 baute und vertrieb der Genfer Physiker Raoul Pictet Kältemaschinen. Pictet nahm als Sekretär des Schweizer Gesandten an der Eröffnung des Suez-Kanals 1869 teil. (4)
Dampfmaschinen trieben ab 1870 Apparate an, die zur Kompression der Gase von Kohlensäure, Schwefliger Säure oder Ammoniak benutzt wurden. Auf diese Weise erzeugte man Eis mit Kältemaschinen.
Hauptentwickler und Hersteller solcher Maschinen war die von Professor Carl von Linde geleitete Gesellschaft für Linde’s Eismaschinen AG. (5) Von Linde studierte ab 1861 in Zürich am 1855 gegründeten Polytechnikum, heute Eidgenössisch Technische Hochschule, ETH. Dort lehrte damals Rudolf Clausius, der Schöpfer des zweiten Hauptsatzes der Wärmelehre: ‘Wärme geht niemals von selbst von einem Körper niederer Temperatur zu einem Körper höherer Temperatur über‘.
Das merken alle, die lange vor einem kalten Getränk sitzen – man muss selbst Hand anlegen.
Das erste Eis in Bangkok produzierte um 1894 Lert Sreshthaputa, Nai Lert, alias Phraya Bhakdi Noraset. (6)
Durch die Eismaschinen entwickelten sich weltweit eigene Eis-Industrien. (7) Bis in die 1970er Jahre wurden Europas Kaschemmen noch teilweise mit Stangeneis beliefert. Gleichzeitig erfolgte endgültig die breite Einführung von Klein-Kühlgeräten. Erst sie ermöglichten ein komfortables Leben in den Tropen.

(1) http://wp.me/p2ljyL-1kL
(2) http://en.wikipedia.org/wiki/Ice_trade
(3) http://www.accountingin.com/accounting-historians-journal/volume-11-number-1/planning-and-control-in-the-19th-century-ice-trade/
(4) http://wp.me/p2ljyL-1lm
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Linde
(6) http://en.wikipedia.org/wiki/Nai_Lert
(7) http://de.wikipedia.org/wiki/Eisfabrik

Kaufmännische Überlegungen in Lan Na Land

Gegen Hitze helfen Klimaanlagen oder wesentlich preisgünstiger, Ventilatoren. Ventilatoren sind elektromotorisch angetriebene Propeller-Gebläse. Sie verteilen Luft, Bakterien, Dreck und Staub ungleichmässig im ganzen Wohnraum.
Trotz einfacher Konstruktion, Ständer mit Sockel, eingebautem mechanischem Schalter als Geschwindigkeitsregler, Motor, Propeller im Schutzkorb, streiken diese fragwürdigen Haushaltsgeräte öfters.
Werden die heiklen Maschinen von Drogenkonsumenten oder alkoholisierten Gästen angerempelt, brechen Ständer von Sockeln. Zum Nachtisch gibt es zusätzlich Propeller-Flügel-Salat. Gebrochene Ständer lassen sich weder mit Kleber, noch mit Viagra reparieren. Bei etwa dreissig Propeller Variationen, wie Aussen-Durchmesser, Flügelzahl und Antriebswellengrössen, findet kein พัดลม-, PadLom-Besitzer auf Anhieb das richtige Modell. Bei der geringsten Störung werden die Geräte ersetzt. Wir fanden eigentlich funktionierende Lüfter mit defekten Verbindungskabeln, meistens ausgerissenen Steckkontakten. Denn es ist bequemer, an Kabeln zu reissen, als Stecker zu ziehen. Das erspart mindestens drei Schritte und schont deshalb Schuhsolen. Für Luxus-Schlappen zu hundert Baht ergibt dies – hochgerechnet über tausend Jahre, ein Vermögen.

Preisgünstige Dreckschleudern werden ab sechshundert Baht angeboten. Wir haben ein durch einen Mikroprozessor gesteuertes Gebläse mit zweiundzwanzig Programmen, inbegriffen biologisch dynamisch kontrollierte Steuerung und umweltschonender Energiespargang. Diese Maschine bewegt ebenfalls nur warme Luft, ist aber im Aufbau wesentlich komplizierter und deshalb teurer. Der Wechselstrom muss für Prozessor und Elektronik in Gleichstrom umgewandelt werden. Es gibt zusätzlich einen Empfänger für die Befehle der Fernsteuerung. Unser Gerät funktionierte nicht mehr, keine einzige dutzender roter Leuchtdioden blinkte. Der Propeller wurde zum Antipeller.
Dieses delikate Gerät könnte nur von erfahrenen Fachleuten repariert werden. Spezialisten auf diesem Gebiet gibt es nicht. Sie studieren Schaltungen von Fernsehgeräten ab Baujahr 1980 und älter.
Trotzdem bat ich den Fernsehgeräteschaltplanstudenten Mowgli, für mich die Konstruktion aufzuschrauben. Ich vermutete den Fehler im Spannungsteiler für die Gleichstromerzeugung. Der Defekt war wesentlich einfacher: Eine durchgebrannte Feinsicherung. Im Normalfall lassen sich Sicherungen in zehn Sekunden austauschen.
Der Normalfall existierte hier nicht. Nach zwei Stunden Lötarbeiten und schrauben, war die Sicherung ersetzt.
Darauf fragte ich den Gehilfen: „Was würdest du von einem Kunden für die Reparatur verlangen?“
Ohne jegliche Überlegung antwortete Mowgli:
„Fünfhundert Baht!“ (Siehe Abschnitt zwei.) Service
Unser zuverlässiges japanisches Fahrzeug thailändischer Fertigung wurde gewartet. Ölwechsel, Bremsbeläge und was so alles im Büchlein steht. Zudem waren die Scheinwerferabdeckungen trübe und vergilbt. Angestellte der Fahrzeugkontrolle würden diese Schäden nur gegen entsprechendes Tee- oder Schnapsgeld übersehen.
Ich bat Dick zu fragen, was neue Scheinwerfer kosten oder ob eine Reparaturmöglichkeit bestehe. Ein komplettes Paar Scheinwerfer wurde für 50‘000 Baht angeboten. Für den Gegenwert von zehn Paaren gibt es neue Fahrzeuge inklusive Beleuchtung, fünf Rädern und Motor.
Dick sagte: „Das ist trotzdem günstig. Beim Prius kostet der Ersatz 60‘000 Baht!“
„Was kostet die Reparatur der Teile?“
Dick antwortete: „Die Reinigung kostet 10‘000 Baht. Die Garantie beträgt nur ein Jahr. Der Chefmechaniker riet mir davon ab. Die polierten Abdeckungen würden brüchig, besonders bei Zusammenstössen.“ Das hätte ich wirklich nicht erwartet.

Dick fand einen kleinen Betrieb. Ein Mann putzt zusammen mit seiner Frau Scheinwerferabdeckungen. Er verlangt für die Arbeit 4‘000 Baht und gewährt zwei Jahre Garantie. Pro Tag bearbeiten die beiden Leute durchschnittlich zwei Paare. Zuverlässige Mitarbeiter fanden sie keine. Landesüblich interesselose Hilfskräfte beschädigten öfters Teile. Dadurch schrumpfte der mögliche Profit oder es drohten Verluste.
Alle Garagen der weiteren Umgebung senden trübe Leuchten in diese Werkstatt. In unserem Falle hätte die Marken-Vertretung an unserer Dummheit 6‘000 Baht verdient.

In meiner Umgebung finden sich einige trübe Leuchten. Ihnen würde ich gerne die Fressen polieren lassen.

Rahmenbrüche

Der kleine Goon pedalte auf seinem Dreirad wild durchs Dorf. Einer Hundemeute gefiel der muntere Knabe auf dem Rad nicht. Drei Köter fielen Goon an und bissen ihn, nachdem sie zuvor ihre Beisserchen mit Colgate pflegten. Die Mutter nahm das geschockte, blutende Kind aufs Motorrad und brachte es rasch ins Krankenhaus. Dort wurde gereinigt, genäht, gepflastert und gespritzt.
Als die zornige Mutter nachher einen dieser streunenden Kläffer vor ihrem Haus prügelte, um ihn zu vertreiben, war Minuten später die Besitzerin dort und verlangte Schmerzensgeld und Schadenersatz. Die Spitalrechnung wollte die erregte, vor Wut schäumende (war es Tollwut?) Tierliebhaberin leider nicht begleichen. Bei den unerfreulichen Aktionen kam auch das Rad zu schaden, Rahmenbruch – unreparierbar.

Goon besuchte uns mehrmals und fragte freundlich nach einem Fahrrad. Wegen meiner Handgelenke konnte ich mich nicht bewegen und blieb untätig. Keine Reparaturversuche, kein Einkauf. Darum blieb er ohne Velo – solo, velolos.

Seit dem Putsch der Generale in Thailand besuchen Onkel Oberst und Konsorten fleissig Kindergärten, Schulen und verbreiten Freude. Sie verteilen Uniformen, Hüte, sowie Waffen aus Plastik. Weil Goon die Nationalhymne nicht beflissen schön, aber besonders laut sang und dabei salutierte, schenkten ihm die Soldaten ein neues Fahrrad.
Seitdem trägt er zum Radeln Uniform, in der grössten Hitze mit Unterhemd und Mütze – eben wie gute Soldaten.Goongrüsst Nach dem Besuch bei mir, trug er sein Samurai Schwert zum ‘Tante Emma Laden’ von Khun Poo. Er grüsste militärisch und erklärte wichtig, Soldaten müssen den Leuten helfen. Khun Poo bot ihm Tee an. Goon erwiderte:
“Soldaten trinken keinen Tee. Sie trinken กระทิงแดง, Krating Daeng, “Red Bull” oder Whiskey!”
Er liess sich doch zum Tee überreden. Dann bat er Poo, den Trinkhalm zu halbieren. Die eine Hälfte benutzte er für das Getränk. Der Rest diente als Zigarette.
Goonvelo Goonsteht

Traditionen folgend könnte Goon in ungefähr fünfzig Jahren als General eine gewählte Regierung in den Ruhestand bitten und die Macht übernehmen.

Zweifel an Statistiken

Bereits längere Zeit betrachtete ich meine WordPress-Statistiken skeptisch. Hie und da zählte ich mit. Mein bescheidener Blog ist gut überschaubar. Über Nacht, rechnete ich am 18. Mai, hätte ich 21 Besucher gehabt. Ich klickte die Statistik an und staunte:
Ein einziger Besucher aus vier so unterschiedlichen Ländern wie Deutschland, Indonesien, Schweiz und Thailand bewirkte 14 Zähler. Unglaublich!
Kurze Zeit darauf bewirkten 0 – in Worten Null – Besucher aus 4 Ländern 15 Aufrufe.
Der Unfug wurde vor einiger Zeit überboten, als der Zähler rückwärts lief.
Sind es hinterlistige (Holz)Hacker-Lümmel oder doch eher unfähige Programmierer.

Es gibt weitere Möglichkeiten. Sende ich Mails an mich selbst, dauert es wenige Minuten bis zu einigen Stunden, zwischen senden und empfangen. Weshalb? Was geschieht mit den Daten während der Reise im Netz?
Empfehlenswert ist es, besonders bösartige Viren in bebilderte Tests einzufügen.
Wenn ich vor einigen Monaten den Router einschaltete, lief die Initialisierung einmal ab und die Verbindung stand. Neuerdings benötigt dasselbe Gerät regelmässig drei bis vier Versuche.

Die wahre Religion - Bathismus

Die wahre Religion – Bahtismus

Die Demokraten Abhisit Vejjajiva und Suthep Thaugsuban waren die Vorsitzenden einer eingesetzten, nicht etwa gewählten, Regierung – ab Dezember 2008. Sie läuteten keine Reformen ein, wie es Herr Suthep demonstrierend kürzlich während eines halben Jahres verlangte, sondern führten erbittert Krieg gegen die Roten. (b)
Ihr geistiger Gewaltstreich aber, war damals die Ernennung einer Hilfskrankenschwester zur Ministerin. Persönlich habe ich nichts gegen Pflegehilfen. Jahrelang war ich von deren Wohlwollen abhängig. Die versierte Bettpfannenakrobatin, die früher mit dampfendem Inhalt gemütliche, lebensnahe Atmosphären schaffte, war wohl als einzige unter den Ministern mit diffizilen technischen Geräten vertraut. Genau deshalb wurde sie nicht im Gesundheitswesen eingesetzt, sondern sie war die auserkorene Informatik Spezialistin. (1)
Frau Ranongrak plante, mit einigen Dutzend Millionen Baht einen ‘Cyber War Room‘, zu Deutsch: Internet Kriegsraum, zu schaffen. Auf diese Weise wollte sie die königliche Familie rund um die Uhr vor Intrigen im Netz schützen. Wirksam bat sie die Ministerien für Innere Angelegenheiten, für Verteidigung und Justiz um Mithilfe und die Einführung drastischer Massnahmen. Der Erfolg stellte sich für die Pflege-Fachfrau des Internet, mit damals 2300 blockierten Web Seiten, schnell ein!
Wie ungeheuer wichtig solche Dienste zum Wohle des Landes sind, zeigt sich am Wachstum des ‘Cyber War Room’ und der mitwirkenden Organisationen, wie des Ministeriums für Informations- und Kommunikationstechnik, MICT, der Royal Thai Police, des TCSD und des Central Investigation Bureau, CIB.

(b) http://wp.me/p2ljyL-1hT
(1) http://www.stuff.co.nz/technology/it-telcos/785752/Thailand-blocks-2-300-sites-deemed-insulting-to-king
(t) http://www.nzz.ch/international/die-zeichen-stehen-auf-rueckschritt-1.18335546